"Operation Rapunzel":

Wegen Coronavirus: Stadtverwaltung im Sauerland seilt Akten aus Fenster ab

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Stadtverwaltung von Menden seilt wegen Corona Akten ab: Standesbeamter Rainer Dodt (oben) übergibt Bestatter Rainer Spierling Papiere.

Die Sorge vor dem Coronavirus treibt seltsame Blüten: Im Rathaus Menden werden nun Akten aus dem ersten Stock abgeseilt.

  • Das Coronavirus macht die Stadtverwaltung Menden erfinderisch
  • Papiere für Bestatter werden aus dem Rathaus abgeseilt
  • Die Aktion wird "Operation Rapunzel" genannt

Menden - Die Not macht in der Stadt Menden im Märkischen Kreis offenbar erfinderisch: Um wegen des Coronavirus Kontakte zu vermeiden, seilt das Standesamt der Stadt im Sauerland jetzt Akten aus dem ersten Stock ab, schreibt Come-On.de*.

Das ging auf die Idee eines Kollegen zurück. Wir haben es "Operation Rapunzel" genannt, das ist im Rathaus schon ein Running Gag", sagte der Erste Beigeordnete der Stadt, Sebastian Arlt. Genutzt werde Absperrband - "davon haben wir im Moment ja genug", sagte Arlt.

Coronavirus-Sorge in Menden: Rathaus seilt Akten ab

Die Türen des Mendener Rathauses sind für den Publikumsverkehr derzeit weitgehend geschlossen. Jeder angemeldete Besucher, dessen Anliegen nicht anders geklärt werden kann, wird am Eingang abgeholt. 1,50 Meter sollen dabei mindestens an Abstand zueinander gehalten werden.

Der Anlass, zu dem das Standesamt nun die Akten über das Fenster aushändigt, ist allerdings ein trauriger: Auf diese Weise werden in Menden Papiere von Verstorbenen an Bestatter ausgegeben, schreibt die Stadt Menden auf ihrer Homepage.

In Menden haben sich bislang acht Personen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert. Alle aktuellen Entwicklungen im Märkischen Kreis gibt es in unserem News-Ticker. Über den Stand in NRW informieren wir hier.

*Come-On.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital- Redaktionsnetzwerks.

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