Weco gibt Einblicke

Nicht verkaufte Raketen und Böller nach Silvester: Drei Dinge, die Sie wissen sollten

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Eine Batterie für 150 Euro blieb liegen: Krystian Frankowski (rechts) und Mitarbeiter Florian Kaufmann haben zwei große Paletten mit Feuerwerkskörper für die Rückführung verpackt.

Lüdenscheid - Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist nur bis zum 31. Dezember erlaubt. Was passiert danach mit nicht verkauften Böllern und Raketen? Hier gibt es die Antwort. Hätten Sie es gewusst?

Krystian Frankowski, Edeka-Marktleiter am Buckesfeld in Lüdenscheid, hatte die Ware bereits nach Ladenschluss an Silvester weggeschlossen und für den Abtransport vorbereitet. Und das aus gutem Grund. Denn der Handel mit Feuerwerksartikeln ist Saisongeschäft und das folgt einem immer gleichen Ablauf. 

Weco verpflichtet sich zur Rücknahme

Feuerwerks-Hersteller Weco, der größte in Deutschland, hat sich nämlich gegenüber dem Handel verpflichtet, die Ware nach Silvester wieder abzuholen. Das ist ein aufwändiges Verfahren und kann schon einmal mehrere Wochen dauern, bis alle nicht verkauften Sets, Böller, Batterien und Raketen wieder eingesammelt sind. Rund 25 Prozent der gelieferten Ware - das sind 230.000 Europaletten jedes Jahr - nimmt Weco nach eigenen Angaben wieder zurück

Spediteure sammeln Raketen ein

Die eingesetzten Spediteure bringen die Silvester-Artikel dann in eins der drei Weco-Hauptlager oder in eine der 40 weiteren angemieteten Lagerhallen im gesamten Bundesgebiet. Das Ziel: Möglichst wenig Ausschuss zu produzieren. 

Silvester-Feuerwerk (Symbolbild)

Feuerwerk hat keine Mindesthaltbarkeit und kann deshalb bei sachgerechter Lagerung auch im nächsten Jahr wieder verkauft werden“, sagt Weco-Sprecher Oliver Gerstmeier. Das ist auch der Grund, warum sich auf den Verpackungen so gute wie nie eine Jahreszahl findet. So kann es theoretisch jedes Jahr neu angeboten werden.

Der Großteil der Retouren wird monatelang eingelagert und 2019 wieder angeboten - auch, aber nicht nur in Restposten. Im Fall des Lüdenscheider Edeka-Marktes blieb zum Beispiel eine 150 Euro teure Super-Batterie liegen. Ein kleiner Teil wird umgepackt und neu ausgezeichnet. Der Rest ist Feuerwerksmüll; er wird trotz des explosiven Inhalts in einer Müllverbrennungsanlage entsorgt. 

Fast das gesamte Sortiment in Deutschland stammt von der Firma Weco.

Wer sicher gehen will, keine alte Ware zu erhalten, muss Ende dieses Jahres ausschließlich nach echten Neuigkeiten Ausschau halten. Qualitätseinbußen gebe es bei alter Ware aber nicht, sagt der Weco-Sprecher. 

Importe aus China ergänzen eigene Produktion

Die Liefervereinbarungen mit dem Handel für Silvester 2019/2020 hat Weco im Übrigen schon im Herbst 2018 getroffen. Neben eigener Produktion bedient sich das Feuerwerks-Unternehmen auch Importen aus China. 

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