Schulen in NRW

Kein Wechselunterricht: Schulministerin hat es verbockt - Kommentar

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer ist - wieder einmal - von ihren Überzeugungen abgerückt. Doch sie ist nicht nur eingeknickt, kommentiert Redakteur Alexander Schäfer: Die FDP-Ministerin hat es verbockt.

Hamm - Schulministerin Yvonne Gebauer war vor den Ferien auf einem guten Weg. Sie hatte frühzeitig Wechselunterricht für die Zeit nach den Ferien angekündigt und damit für Planungssicherheit bei Lehrern, Eltern und Schülern gesorgt. Sie wollte ihren Überzeugungen treu bleiben: Schulen sind keine Corona-Hotspots. Präsenzunterricht ist die beste Form des Lehrens und Lernens.

Dem Dortmunder Oberbürgermeister Thomas Westphal verbot Gebauer sogar, die Schulen wegen des Infektionsgeschehens in seiner Stadt zu schließen. Sie griff den SPD-Politiker – zu Recht – scharf an für dessen skandalöse Aussage: „Jeder Tag ohne Schule ist ein Gewinn.“

Kein Wechselunterricht in NRW: FDP-Ministern hat die Richtung geändert

Doch Gebauer ist nicht nur eingeknickt. Die FDP-Ministerin hat es (mal wieder) verbockt.

So befinden sich die allermeisten Schüler auch deshalb im Distanzunterricht, weil das Land nicht alle Schulen mit Tests versorgen konnte. Zudem hat Gebauer die Richtung geändert, um über die Lockdown-Brücke ihres Ministerpräsidenten Armin Laschet gehen zu können. Dabei forcieren jedoch Gebauers Parteifreunde Öffnungen. Kinos, aber keine Klassenzimmer offen? Das ist absurd.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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