Arbeitskampf von Verdi

Warnstreik in NRW: Busse und Bahnen fallen aus - Auch Schulen bleiben geschlossen

Verdi setzt ihre Warnstreiks fort. NRW ist am Donnerstag betroffen. Schulen bleiben geschlossen, Busse und Bahnen fahren eingeschränkt. Fragen und Antworten. 

Hamm - In dieser Woche setzen die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund ihre Warnstreiks fort. Anlass sind Tarifkonflikte. Es handelt sich um einen bundesweiten Arbeitskampf.

NameVereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi)
Rechtsformnicht eingetragener Verein
Gründung19. März 2001
Mitglieder1.955.080 (Stand: Dezember 2019)

Die Warnstreiks gibt es in insgesamt zehn Bundesländern, Nordrhein-Westfalen (NRW) ist am Donnerstag betroffen. Bestreikt werden vor allen der ÖPNV. Im öffentlichen Dienst sind erneut Kitas, Pflegeheime, Kliniken und Verwaltungen betroffen. Allerdings gehrt Verdi davon aus, dass Bürger diesmal weniger beeinträchtigt werden.

Warnstreiks in NRW: Wer streikt?

Deutschlandweit sind rund 2,3 Millionen Menschen im öffentlichen Dienst beschäftigt und von den Tarifverhandlungen betroffen. Dazu zählen etwa Ärzte, Erzieher, Feuerwehrleute und Krankenpfleger, aber auch Förster und Mitarbeiter eines Klärwerks. Hinzu kommen 87.000 Beschäftigte im ÖPNV, deren Ausstand massive Auswirkungen etwa für Berufspendler mit Bus und Bahn hat.

Warnstreiks in NRW: Warum wird gestreikt?

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen monatlich 4,8 Prozent mehr Geld. Mindestens fordert sie aber eine Gehaltsaufstockung von 150 Euro - bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten. Auch Auszubildende sollen besser vergütet und Altersteilzeitregelungen verbessert werden.

Auch weil die ersten beiden Verhandlungsrunden erfolglos blieben, sollen die Warnstreiks nun dazu beitragen, den Standpunkt in den Tarifgesprächen mit den Arbeitgebern zu untermauern. Beim ÖPNV gibt es derzeit noch nicht einmal Tarifgespräche. Diese sollen jedoch mit zusätzlichen Warnstreiks erzwungen werden.

Warnstreiks in NRW: Wo und wann wird gestreikt?

Warnstreiks im öffentlichen Dienst gibt es diese Woche in zehn Bundesländern. Der ÖPNV wird in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag bestreikt. Es ist das zweite Mal binnen zehn Tagen, dass an vielen Orten in NRW gestreikt wird.

Warnstreiks in NRW: Wer ist betroffen?

In Bochum blieben bereits am Dienstag die Schulen wegen des Streiks geschlossen. Dafür sorgen Reinigungskräfte, die gewerkschaftlich organisiert sind. Ohne sie können die Corona bedingen Hygiene-Vorschriften nicht eingehalten werden, argumentierten die Schulen.

Gleichermaßen kommt die Stadt Essen einer Forderung der Gewerkschaft Verdi nach und öffnet seine Schulen am Donnerstag nicht. Neben der Schule selbst werden auch Sportvereine von den Warnstreiks in NRW betroffen sein, die die Turnhalle der Schule sonst nutzen.

Was den ÖPNV betrifft, müssen sich Pendler darauf einstellen, dass es im gesamten Stadtverkehr - bei Bussen und Straßenbahnen - zu Ausfällen kommt. In Hamm etwa bleiben zahlreiche Buslinien im Depot, wie wa.de* berichtet. Auch im Märkischen Kreis soll es einen Notfallfahrplan geben, schreibt come-on.de*. Vom Streik nicht betroffen ist hingegen der S-Bahn- und Regionalverkehr. *wa.de und come-on.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Schulz

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