Mit Pistole bedroht

Erschreckendes Ende eines Online-Dates: Frau und Komplize rauben Mann im Auto aus

In Warendorf haben ein 23-Jähriger und eine 16-Jährige einen Mann ausgeraubt, nachdem der sich über eine Dating-Plattform mit der jungen Frau verabredet hatte. (Symbolfoto)
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In Warendorf haben ein 23-Jähriger und eine 16-Jährige einen Mann ausgeraubt, nachdem der sich über eine Dating-Plattform mit der jungen Frau verabredet hatte. (Symbolfoto)

Pfefferspray und Pistole statt Küssen und Fummeln: Bei einer vermeintlichen Verabredung wurde ein 29-jähriger Mann in Warendorf (NRW) von seinem Date und ihrem Komplizen ausgeraubt.

Warendorf - Ein 23-jähriger Mann aus Münster sitzt auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster in Untersuchungshaft. Wie die Polizei mitteilt, sei er "dringend verdächtig", gemeinsam mit einer 16-Jährigen einen Mann in Warendorf bei Münster (NRW) beraubt zu haben.

Ein 29-jähriger Mann aus Hamm hatte demnach über eine Dating-Plattform Kontakt zu einer jungen Frau aufgenommen. Wie die Polizei auf Nachfrage erklärte, sei dies über die Plattform "markt.de" geschehen, auf der es auch eine Kontakte-Rubrik gibt. Nach ein paar Tagen hätten die beiden dann ein Treffen vereinbart, das am Freitag, 10. Januar, gegen 0.30 Uhr an einem abgelegenen Platz außerhalb von Freckenhorst, einem Stadtteil von Warendorf stattgefunden habe. 

Warendorf: Mann mit Pfefferspray attackiert

Am Treffpunkt stieg die weibliche Kontaktperson dann auch in das Auto des 29-Jährigen: Doch aus dem möglicherweise erhofften Schäferstündchen wurde nichts, wie die Polizei berichtete: "Nur wenige Minuten später öffnete der Tatverdächtige die Fahrertür. Er soll dann unter Vorhalt einer Schusswaffe von dem Mann aus Hamm dessen Portemonnaie gefordert haben." 

Der Mann aus Hamm soll dem Münsteraner daraufhin seine Geldbörse ausgehändigt haben, der ihn laut Polizei daraufhin mit Pfefferspray attackiert haben, bevor er zusammen mit der jungen Frau vom Treffpunkt zu einem Auto gerannt sein soll.

Das 29-jährige Opfer benachrichtigte schnell die Polizei in Warendorf, die nach eigenen Angaben anhand seiner Informationen weitere Ermittlungen durchführte. Und die brachten schnell den gewünschten Erfolg: Bereits zweieinhalb Stunden nach der Tat nahmen die Beamten eine 16-jährige Telgterin und den 23-Jährigen in Freckenhorst fest. 

Die 16-jährige hatte ihrem späteren Opfer laut Polizei ein echtes Foto von sich geschickt und hätte darüber und über ihre Telefonnummer ermittelt werden können. In einem Auto fanden die Ermittler Gegenstände, die im Zusammenhang mit der Tat stehen könnten, darunter auch eine Spielzeugpistole. Das Portemonnaie des Opfers sei dort aber nicht gefunden worden, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte.

Warendorf: Verdächtiger sitzt in U-Haft

Der geschädigte Mann aus Hamm erkannte die Personen nach Angaben der Polizei wieder. Die beiden Verdächtigen machten gegenüber der Polizei hingegen selbst keine Angaben. Polizisten führten den polizeibekannten 23-Jährigen einer Richterin am Amtsgericht Warendorf vor, die antragsgemäß Untersuchungshaft für den Mann aus Münster anordnete.

Die 16-Jährige sei bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten und aufgrund ihres Alters aus dem Gewahrsam der Polizei entlassen worden. Der Überfall auf den 29-Jährigen in Warendorf ist aber offenbar nicht das einzige Vergehen, an dem die Jugendliche aus Telgte beteiligt war: Laut Polizei bestehe der Verdacht, dass sie auch für versuchten Raubtaten am Abend des 6. Januar auf eine Tankstelle in Freckenhorst und in der Nacht zum 5. Januar auf eine Spielhalle in Warendorf in Betracht kommen könnte. "Die Ermittlungen dazu dauern an", heißt es von den Ermittlern. 

Pfefferspray setzten unbekannte Täter auch bei einem brutalen Überfall auf eine Postfiliale in Münster ein. Die Täter flüchteten mit einem Kinderwagen. Eine angebliche Prostituierte aus Hagen hat zusammen mit zwei Männern zahlreiche Freier in einer Falle gelockt und ausgeraubt.

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