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Waldbrandgefahr in NRW steigt: Wo das Risiko besonders hoch ist

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Von: Benjamin Stroka

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In mehreren Regionen von Nordrhein-Westfalen steigt in den nächsten Tagen das Risiko für Waldbrände. Das Land mahnt zur Vorsicht – sonst drohen Strafen.

Düsseldorf – Hohe Temperaturen und nur sehr wenig Regen – für die Natur und besonders die Wälder in NRW ist das keine gute Kombination. Am Wochenende und zum Start in die nächste Woche droht zudem die nächste Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen. Das Land warnt vor erhöhter Waldbrandgefahr. Wer sich aktuell im Wald falsch verhält, und beispielsweise raucht, riskiert zudem empfindliche Geldstrafen, berichtet 24RHEIN.

Waldbrandgefahr in NRW steigt – und es droht die nächste Hitzewelle

Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) droht vor allem ab Montag (18. Juli) in mehreren NRW-Regionen eine „hohe Gefahr“ für Waldbrände. An mehreren DWD-Stationen, unter anderem in Düsseldorf, Köln oder Duisburg, liegt der sogenannte Waldbrandgefahrenindex für kommenden Montag auf der zweithöchsten Stufe.

Das Land und erste Städte mahnen Bürgerinnen und Bürger daher zur Vorsicht. Denn: Die meisten Waldbrände werden immer noch von Menschen verursacht. „Besonders gefährdet sind Fichten-Schadflächen, auf denen Stürme, Trockenheit und Borkenkäferbefall zu einer Zunahme von trockenen Holzresten geführt haben“, teilt das Land NRW mit.

Feuerwehrleute löschen einen Waldbrand.
Auch in NRW steigt die Gefahr von Waldbränden (Symbolbild). © Markus Klümper/Imago

Waldbrand: In diesen Regionen in NRW ist das Risiko besonders hoch

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes gibt das aktuelle Waldbrand-Risiko für mehrere Regionen in NRW an. Am höchsten ist das Risiko nach aktuellen Messungen am kommenden Montag (18. Juli) in diesen Bereichen:

RegionWaldbrandgefahr
Duisburg-BaerlHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Düsseldorf (Flughafen)Hohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
GeilenkirchenHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Heinsberg-SchleidenHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
KleveHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Köln/Bonn (Flughafen)\tHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Köln-StammheimHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Neunkirchen-Seelscheid-KrawinkelHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
NörvenichHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
TönisvorstHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
Weilerswist-LommersumHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)
WerlHohe Gefahr (Stufe 4 von 5)

Quelle: Deutscher Wetterdienst; Stand: 14. Juli, 17:20 Uhr

Erhöhte Waldbrandgefahr in NRW: So verhält man sich richtig

► Rauchen Sie nicht im Wald. Vom 1. März bis zum 31. Oktober, also im Frühling, Sommer und Herbst, gilt dort absolutes Rauchverbot. Es drohen Bußgelder bis zu 150 Euro.

► Grillen Sie nicht und zünden Sie kein offenes Feuer im Wald. Das Verbot gilt auch im Umkreis von 100 Metern um einen Wald. Es drohen Bußgelder bis zu 5000 Euro.

► Wenn Sie Rauch oder Feuer im Wald bemerken, melden Sie die Brände über den Notruf 112. Danach sollten Sie den Gefahrenbereich so schnell wie möglich verlassen.

► Wer einen kleinen Entstehungsbrand sieht, kann diesen löschen, „wenn es gefahrlos möglich ist“, wie der Landesbetrieb Wald und Holz NRW empfiehlt.

Quelle: Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Waldbrandgefahr in NRW: Bei Rauchen und Feuer drohen hohe Strafen

„Die Waldbrandgefahr ist in den letzten Jahren angestiegen“, sagte Christopher Böttcher, Waldbrandexperte vom DWD im Frühjahr auf Anfrage von 24RHEIN. Worauf sollten Menschen im Wald also achten? „Entscheidend ist, dass sich Waldbesucher der Gefährdung bewusst sind und vorsichtig verhalten. Leider Gottes ist das mit Verzicht auf Rauchen, Grillen und Feuern verbunden“, erklärt Alfred Edelhoff, Experte für forstliche Gefahrenabwehr bei Wald und Holz NRW. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Im neuen Bußgeldkatalog Umwelt fallen für das Feuermachen oder Grillen im Wald beispielsweise bis zu 5000 Euro Strafe an. Rauchen im Wald ist grundsätzlich von März bis Oktober verboten. Wer dennoch im Wald zur Zigarette greift, riskiert eine Geldstrafe in Höhe von 150 Euro.

Waldbesucher können aber auch eine Hilfe sein, betont der Landesbetrieb Wald und Holz NRW. „Ausgestattet mit Mobiltelefonen sind mit ihrer Hilfe die Meldezeiten heute enorm verkürzt“, erklärt die Behörde. Wer im Wald unterwegs ist und Rauch oder Flammen bemerkt, soll sofort die 112 wählen. (bs)

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