Mehr Lüften, mehr Desinfizieren, mehr Spielzeugputzen in der Corona-Krise

Viele Kitas in NRW setzen in Corona-Krise auf Helfer 

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Ein Großteil der Kitas in Nordrhein-Westfalen setzt in der Corona-Krise auf sogenannte Alltagshelfer zur Bewältigung der Zusatzaufgaben in der Pandemie.

Düsseldorf - Bislang hätten etwa 7.800 Kindertageseinrichtungen einen Antrag auf Förderung von Kita-Helferinnen und -Helfern gestellt, teilte das Familienministerium mit. Damit machen knapp drei Viertel aller rund 10.500 Kindertageseinrichtungen in NRW von dem Angebot des Landes Gebrauch, in der Corona-Zeit befristet Helfer einzustellen.

Diese Helfer sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten - etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren. Es gebe viele positive Rückmeldungen, hieß es aus dem Ministerium. "Sie sind eine große Stütze für das gesamte Kita-Team bei der Umsetzung der gestiegenen Anforderungen der Hygienevorgaben."

Fortsetzung des Programms geplant

Er freue sich, die Kitas in NRW in dieser schwierigen Zeit auf diese Weise so gut unterstützen zu können und dass das Angebot so umfassend angenommen werde, teilte Familienminister Joachim Stamp mit. "Wir werden in Kürze entscheiden, wie die Fortsetzung des Programms genau gestaltet wird", so der FDP-Politiker weiter.

Das Alltagshelfer-Programm war Anfang August gestartet als die Einrichtungen dabei waren, wieder in den regulären Betrieb nach der Corona-Zwangspause zurückzukehren. Formale Voraussetzungen zur Qualifikation der Helfer gibt es nicht, allerdings müssen erweiterte polizeiliche Führungszeugnisse vorgelegt werden. Bis Ende des Jahres stehen 105 Millionen Euro bereit - etwas mehr als 10 Millionen sind für Schulungen, Arbeitsschutz und Hygienemaßnahmen, der Rest für rund 10.000 Helfer vorgesehen.

Es sind laut Ministerium noch Mittel verfügbar: Bisher seien Anträge mit einem Volumen von rund 72 Millionen Euro gestellt. Stamp hatte außerdem angekündigt, Konzepte zur Weiterqualifizierung der Helfer entwickeln zu wollen. So hofft er, die Helfer dauerhaft für die Kinderbetreuung gewinnen zu können. - dpa

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