Krovak-Tankstelle in Bockum-Hövel

Verwirrter will Tankstelle in die Luft jagen und zündet Benzinpfütze an - Kunde verhindert Großbrand

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Er ließ aus dem Zapfhahn Benzin auf den Boden laufen und zündete anschließend die Lache an. Nur das beherzte Eingreifen eines Kunden verhinderte die Katastrophe an der Krovak-Tankstelle in Bockum-Hövel.

Ein offenbar psychisch kranker Mann hat am Dienstagmorgen versucht, die Krovak-Tankstelle an der Hammer Straße in Bockum-Hövel in die Luft zu jagen. Er richtete den Zapfhahn auf den Boden und verursachte damit eine große Benzinlache. Diese zündete er dann mit einem Feuerzeug an. Ein couragierter Kunde griff ein - und verhinderte eine Katastrophe. 

  • Ein Mann hat versucht, die Krovak-Tankstelle in Hamm Bockum-Hövel in die Luft zu jagen
  • Er ließ so viel Benzin aus einem Zapfhahn auf den Boden laufen, dass eine Lache entstand. Diese zündete er an 
  • Ein couragierter Kunde griff zum Feuerlöscher und verhinderte wahrscheinlich einen Großbrand

Hamm - Dem Vernehmen nach ging es dem 64-Jährigen darum, seinen Unmut über die deutsche Steuer- und Finanzpolitik und die hohen Benzinpreise kundzutun. Wenn der Herrgott gewollt hätte, dass Menschen in der Umgebung unversehrt blieben, werde dieser es schon richten, soll er ebenfalls gesagt haben.

Von ihm angezündetes Benzin brannte nach Zeugenangaben bereits mit übermannshoher Flamme, ehe ein Kunde einschritt und eine Explosion vereitelte. Der couragierte Mann entleerte einen Feuerlöscher, der im Bereich der Zapfsäulen angebracht war, und beendete den Spuk. Die Feuerwehr musste nicht mehr einschreiten.

Großbrand wäre laut Polizei möglich gewesen

Der spektakuläre Fall wurde erst gestern bekannt. Nach Polizeiangaben wäre ein Großbrand möglich gewesen. Der Zeuge, der den Feuerlöscher bedient hatte, fuhr anschließend davon. Er wird gebeten, sich unter Telefon 916-0 bei der Polizei zu melden.

Der 64-Jährige Beschuldigte hatte morgens gegen 11 Uhr zunächst an der Tankstelle zwei leere 5-Liter-Benzinkanister gekauft. Damit war er zu einer Zapfsäule gegangen und hatte damit begonnen, Superbenzin in die Behälter zu füllen. Dann richtete er den Zapfhahn auf den Boden. Es entstand eine vier Quadratmeter große Lache. Insgesamt zapfte er 9,10 Liter Benzin ab. Mit einem Feuerzeug zündete er die Benzinpfütze an. Anschließend ging er seelenruhig in Richtung Norden davon.

Tankstellenbetreiber läuft dem Pyromanen hinterher

Der Tankstellenbetreiber lief dem bislang polizeilich nicht in Erscheinung getretenen Pyromanen hinterher und holte diesen an der Hagenstraße, nur gut 100 Meter von der Tankstelle entfernt, ein. Der Beschuldigte leistete keinerlei Widerstand. Auch als die Polizei eingetroffen war, verhielt er sich friedlich.

Der Mann wurde schließlich mit zur Wache genommen. Nach Rücksprache mit Ärzten wurde schließlich entschieden, dass der 64-Jährige in eine psychiatrische Klini k einzuweisen sei. Um sich selbst und anderen Menschen keinen Schaden zufügen zu können, erfolgte die Einweisung nach den Maßgaben des Psychisch-Kranken-Gesetzes (PsychKG).

Einen ähnlichen Vorfall hat es in Hamm schon einmal gegeben: An einer Tankstelle an der Ostenallee zündete im Juli ein "Feuerteufel" ebenfalls Benzin an.

Anfang Dezember hat ein Mann (26) an einer Tankstelle ein Auto geklaut und damit zwei Unfälle gebaut. Ein Radfahrer (66) wurde schwer verletzt.

Mit brachialer Gewalt brachen Täter in eine Jet-Tankstelle ein.

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