Polizei ermittelt seine Identität

Verursacher flüchtet nach Unfall-Drama auf der A44: Sie haben ihn!

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Der Verursacher war mit seinem Mondeo auf diesen Ford Fiesta aufgefahren. Der Kleinwagen überschlug sich, zwei junge Insassen wurden schwer verletzt.

Soest - Nach dem Unfall-Drama vor einer Woche auf der A44 blieben viele Fragen unbeantwortet: Wer ist der Unfallverursacher? Wo steckt er? Wie flüchtete er ohne sein Auto, das er stark beschädigt zurückließ? Warum flüchtete er sich aus der Verantwortung und ließ zwei Schwerverletzte zurück?

Zumindest die größte Frage, die nach dem "Wer?" konnte jetzt von der Polizei beantwortet werden: Ein 30-Jähriger aus Bottrop ist für den schweren Unfall verantwortlich, der sich am vergangenen Wochenende auf der A44 zwischen Soest und Werl ereignete

Die Polizei war sich schnell sicher, dass es der Fahrer eines Ford Mondeo war, der den Zusammenstoß mit einem vor ihm fahrenden Ford Fiesta verursacht hatte. Er fuhr auf das Heck des Kleinwagens auf. Durch die Wucht des Aufpralls kam der Fiesta nach rechts von der Fahrbahn ab, schleuderte in die Böschung, überschlug sich und blieb auf dem Dach liegen. In dem Kleinwagen wurden zwei junge Menschen, ein 27-jähriger Mann aus Ingolstadt und seine 26-jährige Beifahrerin, schwer verletzt. Der Mann musste von der Feuerwehr Soest aus dem Wagen befreit werden.

Der 30-Jährige aus Bottrop ließ den Ford Mondeo, mit dem er den schweren Unfall verursacht hatte, einfach zurück und flüchtete zu Fuß.

Vom Verursacher hingegen fehlte jede Spur: Er hielt sein ebenfalls schwer beschädigtes Auto rund 150 Meter weiter auf dem Seitenstreifen an und flüchtete zu Fuß. Unfallzeugen schilderten der Polizei, dass das Auto bereits vor dem Unfall aufgefallen war. "Sie beschrieben die Fahrweise des Mannes als aggressiv und rücksichtslos. Zudem soll er mit sehr hoher Geschwindigkeit den vorausfahrenden Autos sehr dicht aufgefahren sein und sich den Weg mit Lichthupe und Hupe frei gemacht haben", erklärte die Polizei.

Die große Suche nach dem Unbekannten fand jetzt ein erfolgreiches Ende: Beweise, die vor Ort im Fahrzeug und im Grünbereich gesichert wurden, überführten ihn. Am Donnerstag wurde er von der Polizei Dortmund vernommen. Was der Mann gegenüber den Ermittlern aussagte, konnte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht sagen.

Eine sehr gute Botschaft konnte die Polizei jedoch mitteilen: Die beiden schwer verletzten Unfallopfer befinden sich auf dem Weg der gesundheitlichen Genesung. Beide konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen!

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