Gotteshaus in Essen

Massive Verstöße gegen Corona-Regeln: Hundertschaft der Polizei löst Gottesdienst mit Dutzenden Gläubigen in NRW auf

Teilnehmer eines Gottesdienstes vor der Coronapandemie Symbolbild
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Gottesdienst wie vor Corona (Symbolbild): Fast 100 Gläubige versammelten sich in einer Kirche in Essen, sie verstießen deutlich gegen Coronaregeln.

Eine Hundertschaft der Polizei hat einen Gottesdienst mit fast 100 Gläubigen aufgelöst. Sie saßen ohne Abstand und Masken in der Kirche. Die Polizei wirft ihnen massive Verstöße gegen die Coronaregeln vor.

Essen - Aufgrund von massiven Verstößen gegen Corona-Auflagen hat die Polizei am Donnerstagabend einen Gottesdienst in Essen (NRW) aufgelöst. Fast 100 Gläubige hatten sich ohne Abstand und Masken in einer Kirche versammelt. Das teilt die Essener Polizei mit.

StadtEssen
Einwohner582.760 (Stand 31.12.2019)
Stadtgliederung9 Stadtbezirke mit 50 Stadtteilen
OberbürgermeisterThomas Kufen (CDU)

Massive Verstöße gegen Coronaregeln: Gläubige halten keinen Abstand, tragen keine Masken

Ein Anrufer hatte gegen 19.45 Uhr gemeldet, dass eine größere Anzahl von Menschen das Gotteshaus betreten habe. Die Polizei rückte mit einer Hundertschaft aus. In der Kirche trafen sie 88 Erwachsene und zehn Kinder an. An die Corona-Regeln habe sich niemand gehalten. Keiner habe einen Mund-Nasen-Schutz getragen oder Abstände eingehalten, auch eine Liste zur Kontaktverfolgung gab es nicht.

Die Polizei teilt nicht mit, um was für eine Art Gottesdienst und was für eine Gemeinde es sich gehandelt hat. Die Teilnehmer seien aber überwiegend rumänische Staatsbürger, die in Gelsenkirchen wohnen.

Gottesdienst-Teilnehmer überwiegend rumänische Staatsbürger

Wie die WAZ aus Essen berichtet, habe das Gotteshaus einst der Neuapostolischen Kirche gehört. Sie sei aber vor einigen Jahren verkauft worden. Ein Sprecher der Neuapostolischen Kirche Westdeutschland erklärte der WAZ, die Verstöße seien nicht von einer neuapostolischen Gemeinde begangen worden.

Gegen alle Teilnehmer des Gottesdienstes wurden Ordnungswidrigkeitsanzeigen geschrieben. Die Polizei habe sie an die Stadt Essen als zuständige Behörde weitergeleitet. Die Gläubigen reagierten auf die Anzeigen der WAZ zufolge mit Unverständnis. Die Versammlung sei aber friedlich und ohne Widerstände aufgelöst worden.

Eine baptistische Gemeinde im Märkischen Kreis feiert aktuell sogar Gottesdienste mit etwa 200 Teilnehmern statt - und das ist erlaubt. In Hamm hatte es vor wenigen Wochen eine Großbeerdigung mit mehr als 150 Teilnehmern gegeben.

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