Rettungshunde im Einsatz

Nach tagelanger Suche: Vermisster ist wohlauf wieder zurück - große Erleichterung

Rettungshundestaffeln sind an der Suche nach dem Vermissten beteiligt.
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Rettungshundestaffeln waren an der Suche nach dem Vermissten beteiligt.

Große Vermisstensuche im Oberbergischen Kreis: Seit Mittwoch suchen Polizei und Rettungskräfte nach einem verschwundenen Mann. Jetzt ist er wohlauf zurück.

  • Viktor R. aus Bergneustadt ist wieder da.
  • Im Oberbergischen Kreis in NRW hatte es eine groß angelegte Suche nach dem Vermissten gegeben. 
  • Polizeihubschrauber, DLRG und Rettungshunde waren bei der Aktion eingebunden.

Bergneustadt - Update, 14. Juni, 12.37 Uhr: Der seit dem vergangenen Dienstag vermisste Viktor R. wurde in der vergangenen Nacht aufgefunden. Er wurde in verwirrtem Zustand, aber wohlauf vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Der 67-Jährige wanderte in den vergangenen Tagen offenbar von seiner Wohnung in Bergneustadt-Hackenberg ins rund 15 Kilometer entfernte Reichshof-Hespert. 

Nachdem der Senior bei den umfangreichen Suchmaßnahmen der vergangenen Tage immer wieder unentdeckt blieb, wurde er in der Nacht zu Sonntag gegen 01.30 Uhr von aufmerksamen Anwohnern gesichtet, die sofort die Polizei riefen. Die Polizei konnte nun die Fahndnung zurücknehmen, die Familie des Vermissten dürfte sehr erleichtert sein.

Große Vermisstensuche im Oberbergischen Kreis: Polizei und Rettungskräfte suchten nach Viktor R. Jetzt gibt es Erleichterung: Der Mann ist gefunden worden.

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Update, 12. Juni, 23 Uhr: Die Polizei hat am Freitagabend das Handy des vermissten Mannes aus Bergneustadt gefunden - es war noch eingeschaltet. Die Hoffnung, in der Nähe des Telefons auch den 67-Jährigen zu finden, zerschlug sich allerdings. 

Auch am Freitag war der Suchaufwand noch einmal enorm.  Zur exakten Ortung des Mobiltelefons kam ein sogenannter "IMSI-Catcher" zum Einsatz. Dieses Gerät simuliert einen Mobilfunkmast und soll das zu überwachende Handy "anlocken". Ein solches Gerät ist in einem Polizeihubschrauber eingebaut, der ursprünglich aus Hessen nach Bergneustadt hatte kommen sollen. Doch dazu kam es nicht. Allerdings verfügt das NRW-Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste über die gleiche Technik, in einem Fahrzeug montiert. Die Spezialisten waren erfolgreich und spürten das Handy des Vermissten nach mehrstündiger Suche auf.

Noch bis Einbruch der Dunkelheit suchten die Einsatzkräfte. Dazu motivierten auch Hinweise aus der Bevölkerung: "Es haben sich Zeugen gemeldet, die den Vermissten in der Nähe der Handy-Fundstelle gesehen haben wollen", erläuterte Polizeisprecherin Monika Treutler. 

Vom Ausgang der abendlichen Suche hänge maßgeblich ab, ob und wie es am Samstag weitergehen kann. Auch die Polizei macht keinen Hehl daraus, dass man das Verschwinden des Mannes mysteriös findet. Weiterhin bestehe die Hoffnung, den Vermissten wohlbehalten aufzufinden.

Ein Hubschrauber kam am frühen Abend doch noch zum Einsatz: Nach dem Fund des Handys in einem Waldstück im Ortsteil Othetal wurde die Umgebung aus einem "normalen" Polizei-Helikopter aus der Luft abgesucht.

Update, 11. Juni, 20.45 Uhr: Zeugenangaben haben einen Hinweis auf den Verbleib des gesuchten Viktor R. aus Bergneustadt ergeben. Am frühen Abend bauten die mehr als hundert Rettungskräfte ihr Lager unterhalb des Aussichtsturms Knollen ab und verlagerten die Suche nach Reihshof-Eckenhagen. 

Dort soll jemand gesichtet worden sein, auf den die Beschreibung des vermissten Bergneustädters passen könnte. Der Mann, den Zeugen dort beobachteten, soll hilflos und desorientiert, jedoch nicht in auffallend schlechter Verfassung gewesen sein. 

In Eckenhagen soll am Donnerstagabend jeder Straßenzug nach dem 67-Jährigen abgesucht werden. 

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Wo ist Viktor R.? Seit Dienstagmorgen wird der 67-jährige Mann in Bergneustadt vermisst. Seit Mittwoch läuft eine groß angelegte Suche, allein 35 Rettungshundestaffeln unterstützten Polizei und Rettungskräfte im Oberbergischen Kreis. 

Der Vermisste soll am Dienstagmorgen seine Wohnung verlassen haben. Dass er sich schon gegen 6 Uhr aufmachte, soll nach Informationen vor Ort nicht ungewöhnlich gewesen sein. Allerdings kehrte Viktor R. nicht wie sonst nach seinen Spaziergängen zurück. Der Rentner soll in guter körperlicher Verfassung gewesen sein.

Groß angelegte Vermisstensuche in NRW: Polizeihubschrauber eingesetzt

Am Mittwoch war bereits mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers nach dem 67-Jährigen gesucht worden. Am Donnerstag setzten Polizei und Freiwillige die Suche fort. 

Am Nachmittag wurde ein etwa zwei Quadratkilometer großes Waldstück nahe dem Ortsteil Hackenberg durchsucht. Kräfte der DLRG hatten zuvor bereits den Uferbereich der nahen Aggertalsperre abgesucht. Höhenretter der Bergwacht hielten sich für den Fall bereit, dass der Gesuchte aus einer schwierigen Lage befreit werden müsste. "Hier gibt es steile Abhänge und Steinbrüche. Falls der Vermisste von dort gerettet werden muss, brauchen wir diese Spezialisten", erklärt Johanniter-Einsatzleiter Jörn Schinkowski.

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