Vergewaltigung in Bergkamen: "Horror" auch für Freundin des Angeklagten

Vergewaltigung in Bergkamen: Die Freundin des Angeklagten stand nun vor Gericht und schildert ihren Horror.
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Vergewaltigung in Bergkamen: Die Freundin des Angeklagten stand nun vor Gericht und schildert ihren Horror.

Der Angeklagte soll eine Schülerin auf ihrem Heimweg brutal überfallen und vergewaltigt haben. Er soll ihr mehrere Knochen gebrochen haben, das Mädchen war in Lebensgefahr. Seine Freundin schildert den Tat-Tag, an dem der Angeklagte ganz normal kuschelte.

Bergkamen/Dortmund – Mit der Zeugenaussage der Lebensgefährtin wurde am Dortmunder Landgericht der Prozess gegen einen Oberadener fortgesetzt, der am 13. Juli eine 15-jährige Schülerin zusammengeschlagen und vergewaltigt haben soll. 

Für die 30-jährige brach wenige Tage nach der angeklagten Tat ganz offenkundig eine Welt zusammen. Ihr Partner und Vater eines gemeinsamen Kleinkindes wurde in der gemeinsamen Wohnung verhaftet, Räume wurden durchsucht und Kleidung und Handys beschlagnahmt. 

Freundin des Angeklagten: Schock nach sechs Jahren Beziehung

„Das war der Horror. Ich bin durch die Hölle gegangen“ schilderte die zweifache Mutter ihre Erinnerungen an den Tag, der ihr gesamtes Leben veränderte. „Er war wie immer. Und wir hatten noch am Tag zuvor Urlaubspläne geschmiedet. Die Beziehung war sogar besser geworden, hatte ich das Gefühl“ schilderte die Zeugin den Zustand der sechsjährigen Beziehung, bevor ihr Partner abgeführt wurde und in Untersuchungshaft kam. 

Fassungslos steht die Oberadenerin auch sechs Monate später immer noch vor dem schlimmen Vorwurf der brutalen Vergewaltigung: „Er war immer herzensgut zu jedermann, hilfsbereit. Nie habe ich ihn aggressiv erlebt!“ Am Tattag sei er auch „wie immer“ gewesen. 

Am Tag der Vergewaltigung kuschelte der Verdächtige normal

Sie habe ihn telefonisch in der vermeintlichen Tatzeit nicht erreichen können, doch auf einmal sei er wieder da gewesen, habe mit dem gemeinsamen Sohn auf dem Sofa gekuschelt. „Es war Alltag wie immer, wir haben auch nichts Besonderes geredet“ erinnerte sie sich an dem 13. Juli. 

An diesem Tag soll er die damals 15-jährige auf dem Heimweg attackiert, mit einer Art Waffe brutal zusammen geschlagen und hinter einem Bahndamm vergewaltigt haben. 

Mädchen ist nach Tat in Oberaden schwer traumatisiert

Nach dem Gutachten einer Rechtsmedizinerin erlitt das bis heute zutiefst traumatisierte Mädchen schwere Kopfverletzungen, schwebte in akuter Lebensgefahr. Zu Prozessbeginn hatte der Angeklagte behauptet, dass er das Mädchen gekannt und sich wiederholt mit ihm getroffen habe. „Davon hat er mir nie etwas erzählt, das wusste ich nicht“ konnte die Zeugin nur kopfschüttelnd kommentieren. 

Auch der zweite mutmaßliche Vergewaltiger von Bergkamen steht bald vor Gericht. Er soll innerhalb von wenigen Tagen zwei junge Frauen in Bergkamen und Kamen vergewaltigt haben. Dann floh er und wurde erst in Senden geschnappt.

Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt.

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