Sicherheitsverwahrung ist möglich

Mutmaßlicher Vergewaltiger aus Bergkamen bald vor Gericht: Grausame Details zu den Taten

+
Die Markierungen im Wald lassen auf den möglichen Tatort schließen.

Der Prozess gegen den Tatverdächtigen, der im Juli eine 15-Jährigen vergewaltigt haben soll, beginnt in wenigen Tagen. Das Landgericht Dortmund hat damit auch die furchtbaren Details zu den brutalen Taten veröffentlicht. Sollte der Angeklagte verurteilt werden, droht ihm Sicherheitsverwahrung.

  • Prozessbeginn gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger einer Schülerin in Bergkamen am 10. Januar
  • Grausame Details zur Gewalt des Angeklagten
  • Tatverdächtiger soll zuvor 31-Jährige in Kamen bewusstlos geschlagen haben

Bergkamen - Der Prozess gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger einer 15-Jährigen startet am Freitag, 10. Januar, vor dem Landgericht Dortmund. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, die Schülerin am 13. Juli auf ihrem Nachhauseweg brutal überfallen und anschließenden vergewaltigt zu haben. Erst mit der Bekanntgabe des Prozesstermins wurde öffentlich, dass dem Tatverdächtigen nicht nur eine, sondern zwei Straftaten mit sexuellem Hintergrund zur Last gelegen haben. In Kamen soll der heute 33-Jährige vor acht Jahren eine Frau zu Boden geschlagen haben. Auch sie versuchte er zu vergewaltigen, doch Zeugen hörten die Hilfeschreie des Opfers. 

Vergewaltigung in Bergkamen: Täter verletzte Schülerin so schwer, dass sie nicht mehr gehen konnte

Er soll das Mädchen erst mit einem Faustschlag zu Boden gebracht haben, dann mehrfach auf ihren Kopf eingeschlagen haben. Das Opfer habe dennoch aufstehen können. Der Tatverdächtige soll die Schülerin mit einer Pistole bedroht haben, er soll sie gezwungen haben mit ihm in den Wald zu gehen und habe das Opfer dort aufgefordert, sich die Hose herunterzuziehen und sich auf einen Baumstamm zu legen. Sexuelle Handlungen seien vorgenommen worden, die Vergewaltigung habe der Angeklagte nicht durchführen können. 

Der 33-Jährige wollte sein Opfer zwingen, den Bahndamm mit ihm hochzulaufen, das Mädchen konnte zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr gehen, weil sie zu stark verletzt war. Er habe sie den Damm hochgetragen und hinter den Bahnschienen vergewaltigt.

Versuchte Vergewaltigung in Kamen: 31-Jährige bewusstlos geschlagen

 Dem Angeklagten wird eine weitere Tat vorgeworfen: Am 22. Juli 2012 habe er in Kamen eine damals 31-Jährige angriffen und der Frau mit voller Wucht ins Gesicht geschlagen, sodass sie bewusstlos zu Boden fiel. Als sie wieder zu sich kam, soll er sie aufgefordert haben, sich hinzulegen, damit er sie vergewaltigen könne. Das Opfer wollte dies nicht, es kam zur körperlichen Auseinandersetzung. 

Eine Vergewaltigung sei nur durch Zeugen verhindert worden, die durch die Hilferufe des Opfers auf die Tat aufmerksam wurden. Der Tatverdächtige habe ihr Handy mitgenommen. Dem Angeklagten droht nun, sollte er verurteilt werden, Sicherheitsverwahrung.

Das vergangene Jahr war in Bergkamen durch viele erschütternde Gewalttaten - vor allem gegen Frauen -  geprägt, zwei davon endeten tödlich. In Rünthe tötete ein junger Mann erst seine Freundin, dann nahm er sich das Leben. Zugleich läuft ein Prozess gegen einen 50-jährigen Bergkamener, dem vorgeworfen wird seine beiden Stieftöchter missbraucht zu haben. Im August vergangenen Jahres kam es in Bergkamen zu einer weiteren Vergewaltigung. Der Tatverdächtige wurde tagelang gesucht, dann fand man ihn in Senden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare