Heftige Vorwürfe gegen 24-Jährigen

War Attacke auf Motorradpolizist ein Mordversuch?

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[Update] Für seine wahnwitzige Flucht vor der Polizei am Donnerstagnachmittag auf der Heessener Straße wird ein 24-jähriger Autofahrer aus Ahlen vermutlich teuer bezahlen müssen.

Hamm/Ahlen - Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Mann aus der Nachbarstadt wegen versuchten Mordes. Bis zu 15 Jahre Haft drohen ihm – und das alles, weil er keinen Führerschein hat und von einem Motorradpolizisten beim Telefonieren am Steuer erwischt worden war.

Wie hier bereits gestern kurz berichtet, hatte der Motorradpolizist den VW Touran gegen 15.30 Uhr wegen des Handyverstoßes anhalten wollen. Der 24-Jährige tat jedoch genau das Gegenteil, beschleunigte und raste in Richtung Münsterstraße davon. Noch auf Hammer Stadtgebiet erreichte er eine Geschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde. Der Polizist auf dem Motorrad und ein weiterer Streifenwagen blieben ihm auf den Fersen. Als der Kradpolizist zum Überholen angesetzt hatte, versuchte der 24-Jährige, diesen von der Straße zu drängen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, konnte der 45-jährige Polizist eine Kollision nur durch eine Vollbremsung und reaktionsschnelles Ausweichen vereiteln.

Mit 170 km/h auf der Flucht?!

Der Mann im Touran raste in Richtung Drensteinfurt weiter – dem Vernehmen nach mit bis zu 170 km/h – und bog kurz vor der Ortseinfahrt auf die B58 nach Ahlen ab. Für die 25 Kilometer lange Strecke benötigte er gerade einmal 14 Minuten. Die Flucht endete auf einem Fußweg an dessen Ende ein Poller stand. Hier ließ der Ahlener sein Auto stehen und flüchtete zu Fuß weiter. Einige Minuten später wurde er – mittlerweile war neben mehreren Streifenwagen auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz – auf einem Schulhofgelände in einem Gebüsch ausfindig gemacht. Der Mann ließ sich am Ende widerstandslos festnehmen.

Bei der nachfolgenden Überprüfung wurde festgestellt, dass er keinen gültigen Führerschein hatte. Der VW Touran war auf seinen Namen zugelassen. Die Attacke auf den Motorradpolizisten bewertet die Staatsanwaltschaft bislang als Mordversuch, weil er möglicherweise handelte, um eine Straftat zu verdecken. Der Beschuldigte sollte am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.  

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