Vater festgenommen

Verdurstetes Kleinkind (2): Schockierende neue Details

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[Update] Einen zwei Jahre alten Jungen hat die Polizei tot in einer Wohnung in Essen gefunden und den Vater vorläufig festgenommen. Jetzt gibt es neue schockierende Details.

Essen - Gegen den 31 Jahre alten Mann sei ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit. Ihm werde vorgeworfen, seinen Sohn am Samstag verdursten lassen zu haben. Die Obduktion des Kleinkinds habe ergeben, "dass das Kind aufgrund eines Kreislaufversagens in Folge eines Hitzeschocks verstorben ist", teilte die Polizei mit. Zudem habe es deutliche Anzeichen einer stark mangelnden Flüssigkeitszufuhr gezeigt.

Die Beamten seien am Samstagmorgen über den leblosen Jungen informiert worden. Er soll mit "anderen Familienmitgliedern" in der Wohnung gewesen sein, sagte ein Polizeisprecher. Der 31 Jahre alte Vater sitzt weiter wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hatte er den Jungen mindestens 17 bis 18 Stunden nicht versorgt. Für das Kind sei die Zimmertür verschlossen gewesen.

Der Polizei zufolge wird dem Vater vorgeworfen, sein Kind verdurstet haben zu lassen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft äußerte sich der Vater nicht zu den Gründen, weshalb er das Kind eingesperrt hatte. Die Mutter sei zu dieser Zeit nicht in Essen gewesen. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Totschlags durch Unterlassen.

Vater war polizeibekannt

Zudem war der Vater kein Unbekannter: Wie die Polizei mitteilte, war der Mann schon wegen Kleinkriminalität polizeibekannt. Die Polizei beginne nun mit der Ermittlungsarbeit und befrage Zeugen. Bis zum Ende der Ermittlungen bleiben die 1 und 4 Jahre alten Geschwister des gestorbenen Jungen in der Obhut einer Pflegefamilie.

Das Jugendamt hat am Montag neue Details über die Familie veröffentlicht. Zum 1. August sollten Sozialpädagogen die Eltern von drei Kindern täglich zu Hause unterstützen. Die Familie aus Essen hätte intensivere Hilfe bei der Erziehung und Förderung der Kinder benötigt, teilte die Stadt mit. Die Eltern sollten mit den Pädagogen einen kindgerechten Umgang erlernen. Betreut wurde die Familie bereits seit Ende des vergangenen Jahres. - dpa

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