Dubioser Corona-Deal mit Masken

Van-Laack-Affäre: Land NRW droht neuer Ärger im Masken-Debakel

Die Van-Laack-Affäre geht weiter: Dem Land NRW droht neuer Ärger im Masken-Debakel. Es geht um eine Millionensumme.

Düsseldorf - Von Corona-Schutzmasken möchte wohl aktuell kaum jemand bei der CDU etwas hören. Die Partei schlittert von einem Skandal in den nächsten. In diesen turbulenten Zeiten, geprägt von Schmiergeld- und Korruptions-Vorwürfen, hätte man die Van-Laack-Affäre fast vergessen können. Doch es geht weiter: Dem CDU-Vorsitzenden Armin Laschet droht wegen dem Masken-Debakel in Nordrhein-Westfalen neuer Ärger. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,93 Millionen (2019)
HauptstadtDüsseldorf

Van-Laack-Affäre in NRW: Armin Laschet (CDU) droht neuer Ärger im Masken-Debakel

Die Union steht aktuell nicht gut da. Nach den Masken-Skandalen um die Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (ehemals CSU) und Nikolas Löbel (CDU) steht die nächste Korruptionsaffäre ins Haus: CDU-Bundestagsabgeordneter Mark Hauptmann hat sein Mandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Es ist der dritte Unionspolitiker in wenigen Tagen, dem unlautere Geschäfte vorgeworfen werden.

Kein schöner Start für den neuen CDU-Bundesvorsitzenden Armin Laschet. Zwei Monate nach seinem Amtsantritt befindet sich die Union in einer tiefen Krise. Der NRW-Ministerpräsident hatte die in die Masken-Affäre verstrickten Politiker zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Er verurteilte das Fehlverhalten der Bundestagsabgeordneten.

Dabei ist auch Armin Laschet nicht frei von einem „Masken-Skandal“. Bei der Van-Laack-Affäre geht es zwar nicht darum, dass sich der NRW-Chef selbst mitten in der Corona-Krise bereichert hat. Ein kleines Skandälchen war die fehlende Ausschreibung der Landesregierung beim Mega-Deal mit der Firma Van Laack aber allemal.

Van-Laack-Affäre: Armin Laschet droht neuer Ärger - Modefirma äußert sich zur Ausschreibung

Und dafür droht jetzt neuer Ärger. Denn: Die Ausschreibung für den Masken-Auftrag - der an die Polizei NRW gehen soll - wurde nach den Vorwürfen wegen des intransparenten Deals mit Van Laack neu ausgeschrieben. Die Mode-Firma habe sich wieder beworben, sagte Firmenchef Christian von Daniels dem Spiegel.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, setzt auf einer Pressekonferenz im Ford Werk seine Maske auf.

Sollte der Zuschlag diesmal aber nicht an sein Unternehmen gehen, erwäge er, finanzielle Ansprüche gegenüber der NRW Landesregierung geltend zu machen. Es sei „ein relevanter Schaden für uns“. Dem Bericht zufolge soll es um 1,25 Millionen Masken gehen, die Van Laack bereits Ende 2020 liefern sollte und schon produziert hat.

Van-Laack-Affäre: Land NRW droht neuer Ärger - es geht um Millionen

Das Problem: Die Masken würden das NRW-Logo besitzen. „Die kann ich ja nicht einfach an Edeka oder nach Amerika weiterverkaufen“, sagte von Daniels dem Magazin. Außerdem bestehen die bereits produzierten Masken von Van Laack aus Stoff*, berichtet fr.de*. Standardmäßig trägt die Polizei im Einsatz mittlerweile aber medizinische Masken.

Die bereits gelieferten Masken im Wert von knapp zwei Millionen Euro liegen zurzeit noch in einem Polizeibekleidungscenter in Lünen. Setzt Van Laack seine Ankündigung um, kostet das Masken-Debakel das Land womöglich Millionen. - *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

In der ursprünglichen Version des Textes hatten wir eine Umfrage zum Thema Masken von Van Laack mit einer nicht haltbaren Fragestellung. Wir haben die Umfrage gelöscht.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

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