Sankt Peter Ording

Achtung, Urlaubsbetrug: Frau fällt auf Ferienhaus zum Schnäppchenpreis rein

Die Polizei warnt vor Urlaubsbetrügern! Eine Frau aus dem Sauerland hat ein Ferienhaus in Sankt Peter Ording gebucht - am Ende war das Geld weg und der Urlaub passé.

Hemer - Die Urlaubsorte an der Nordsee sind vor allem im Corona-Sommer 2021 beliebt. Wer noch ein Ferien-Domizil zu einem bezahlbaren Preis abbekommen hat, kann sich glücklich schätzen. Eine Frau aus Hemer wollte auch ein paar schöne Tage am Meer verbringen und hatte im Internet ein Ferienhaus in Sankt Peter Ording gebucht. Nur leider gab es das gar nicht.

StadtHemer
LadkreisMärkischer Kreis
Einwohner33.863

Achtung, Urlaubsbetrug: Frau fällt auf Ferienhaus zum Schnäppchenpreis rein

Die Polizei im Märkischen Kreis hat aufgrund des Falles der Hemeranerin jetzt vor Urlaubsbetrügern gewarnt. Die Frau habe eine Anzahlung in Höhe von mehreren hundert Euro für das Haus in Sankt Peter Ording gezahlt und anschließend die angebliche Adresse der Agentur geprüft. „Unter der Adresse gibt es kein derartiges Büro. Die Agentur antwortet auch nicht mehr auf Anfragen“, teilte die Polizei weiter mit.

Das Geld ist weg, der Urlaub im traumhaften Ferienhaus an der Nordsee erst einmal passé. „Leider kommt es auch vor, dass Kunden den Schwindel erst bemerken, wenn sie voller Vorfreude am Urlaubsort ankommen und vor verschlossener Tür stehen. Vor Ort stellte sich heraus, dass die Wohnung einem ganz anderen Vermieter gehört oder gar nicht als Ferienhaus angeboten wird“, erklärt die Polizei MK.

Die Urlaubsbetrüger würden oftmals die tollsten Ferien-Domizile in 1a-Lage zu „fairen Konditionen“ anbieten. Die Bewertung ihrer angeblichen Kunden sei immer die allerbeste. „Die Betrüger bieten Traumschlösser zum Schnäppchenpreis“, wissen die Beamten.

Betrug mit Ferienhäusern: Polizei rät zu Misstrauen beim Onlinebuchen

Die Polizei rät zum Misstrauen beim Onlinebuchen: „Die größte Gefahr lauert bei Spontankäufen oder -buchungen. Es gelten die generellen Tipps beim Einkauf im Internet: Die Freude über ein vermeintliches Schnäppchen sollte nicht blind machen. Suchen Sie nach Bewertungen anderer Kunden! Es gibt diverse „Fake-Shop“-Listen.“

Auch sollten Kunden zunächst möglichst wenig anzahlen und keine internationalen Zahlungsdienste verwenden, die eine
Verfolgung oder Rückbuchung unmöglich machen. Folgendes sollte vor der Urlaubsbuchung im Internet beachtet werden:

  • Hat der Anbieter ein vollständiges Impressum mit allen vorgeschriebenen Daten?
  • Ist ein Verantwortlicher namentlich genannt?
  • Ist der Anbieter überhaupt klar zu
    identifizieren?
  • Auch ein Anruf bei dem angeblichen Vermieter oder Vermittler kann helfen: Gibt
    es die angegebene Rufnummer überhaupt?

„Für eine Anzeige ist es wichtig, alle Beweise zu sichern (E-Mail-Verkehr, Bestätigungen etc.). Die Anzeige macht auf jeden Fall Sinn. Sie hilft zumindest, Fake-Angebote möglichst schnell vom Netz zu bekommen und andere Menschen vor einem teuren Fehlgriff zu bewahren“, rät die Polizei abschließend.

Rubriklistenbild: © dpa/Stefan Sauer/Wolfgang Runge/Collage: Decke

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