Blitzeinschläge

Unwetter in NRW: Gewitter und Starkregen - A42 in beide Richtungen wieder frei

Das Wetter in NRW wird wieder unangenehm. Eine Kaltfront sorgt in Nordrhein-Westfalen für Gewitter und Starkregen. Vielerorts wurden erneut Keller und Straßen überschwemmt.

Update vom 9. Juli, 7.38 Uhr: Die nach heftigen Regenfällen am Donnerstag gesperrte Autobahn 42 bei Herne ist wieder frei befahrbar in beide Richtungen. Die Sperrung konnte in der Nacht aufgehoben werden, nachdem das Wasser abgeflossen war, wie ein Polizeisprecher am Freitag mitteilte. Am Donnerstag waren zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Bismarck zahlreiche Autos im Wasser stecken geblieben. Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.

BundeslandNordrhein-Westfalen
Bevölkerungca. 17,9 Millionen
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Am Donnerstagabend waren zum Teil heftige Gewitter über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Die Feuerwehr-Leitstelle Herne hatte am Abend von einer Vielzahl von Einsätzen gesprochen. Laut Polizei waren dort zahlreiche Keller vollgelaufen und mehrere große Ausfahrtsstraßen überflutet worden.

Unwetter in NRW: Gewitter und Starkregen - A42 bei Herne wieder frei

Update vom 8. Juli, 22.25 Uhr: Für Nordrhein-Westfalen liegen am späten Donnerstagabend (Stand 23.06 Uhr) keine Unwetterwarnungen mehr vor. Dennoch ist der Abend an vielen Städten nicht spurlos vorbeigegangen.

Etwa im Oberbergischen Kreis hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun. In Wipperfürth sorgte ein nicht mehr intaktes Wehr dafür, dass große Wassermassen nicht mehr in Richtung Silbertalsperre flossen, sondern in das Flüsschen Hönnige. Der Pegel des Wasserlaufes stieg in rasantem Tempo, und überflutete mehrere Anwesen.

Die Wassermassen in Wipperfürth flossen nicht mehr in Richtung Silbertalsperre, sondern ins Flüsschen Hönnige. Der Pegel stieg, mehrere Anwesen wurden überflutet.

Unter anderem wurden auch ein Handwerksbetrieb und ein angrenzendes Wohnhaus überschwemmt. Die Gelassenheit des Chefs war bemerkenswert. Obwohl Scheiben zu Bruch gingen, das gesamte Büro praktisch verwüstet wurde - die Garagen und Lagerräume sowieso - blieb der Inhaber des Betriebes stoisch ruhig.

Sicher ein Faktor: Viele seiner Materialien sind „wasserfest“, denn es handelt sich um einen Sanitär- und Heizungsfachbetrieb. „Wir haben beruflich öfter mit Wasserrohrbrüchen und Überflutungen zu tun und kennen das daher“, erklärte der Handwerksmeister. Dass das Gewässer hinter seinem Betrieb dermaßen ansteigt, habe er aber so noch nicht erlebt. Als die Feuerwehr diesen Einsatz weitgehend abgearbeitet hatte, ging es auf derselben Straße weiter. Die Einsatzkräfte waren im Dauereinsatz

In Wipperfürth wurde ein Handwerksbetrieb inklusive Büro überflutet.

Unwetter in NRW: Feuerwehren im Dauereinsatz gegen die Wassermassen

Und auch im Ruhrgebiet hatten die Feuerwehren alle Hände voll zu tun, Keller leer zu pumpen und Autofahrern zu helfen, die auf überschwemmten Straßen feststeckten - etwa auf der A42 zwischen Kreuz Herne und Gelsenkirchen-Bismarck (siehe Update von 19.35 Uhr). In Bochum musste die Feuerwehr ebenfalls mehrfach ausrücken. Zweimal war dort ein Blitz in einen Baum eingeschlagen.

Auch in Fröndenberg im Kreis Unna, das schon vor wenigen Tagen schwer von Überflutungen getroffen war, liefen erneut Keller voll. Ein ähnliches Bild bot sich dem Portal come-on.de* zufolge in Kierspe im Märkischen Kreis sowie in Bergisch-Gladbach.

Update vom 8. Juli, 19.35 Uhr: Heftige Regenfälle eines Gewitters haben im Ruhrgebiet die Autobahn 42 bei Herne überschwemmt. Zwischen dem Kreuz Herne und der Abfahrt Gelsenkirchen-Bismarck seien zahlreiche Autos im Wasser stecken geblieben, hieß es am Donnerstagabend aus der Leitstelle der Autobahnpolizei. Der Streckenabschnitt sei gesperrt worden. Polizei und Feuerwehr seien im Einsatz, um die Lage zu beobachten und sich wenn nötig um die Feststeckenden zu kümmern. „Wir müssen jetzt geduldig sein und abwarten, bis das Wasser wieder abfließen kann“, sagte ein Sprecher.

Der Deutsche Wetterdienst warnt unterdessen weiterhin vor markantem Wetter (Stufe 2) in Nordrhein-Westfalen - unter anderem im Ruhrgebiet, im Sauerland und im Münsterland. Für den Kreis Coesfeld und den Kreis Recklinghausen gilt noch bis 20 Uhr eine Warnung der Stufe 3 vor schwerem Gewitter und heftigem Starkregen.

Unwetter in NRW: DWD warnt vor Gewitter, Starkregen, Hagen und Sturmböen

Update vom 8. Juli, 18.02 Uhr: Die Warnung vor extremem Unwetter (Stufe 4) gilt (Stand 18.03 Uhr) im westlichen Kreis Steinfurt, im Norden des Kreises Coesfeld und im Nordosten des Kreises Borken (bis 19 Uhr). Für mehrere Städte im Ruhrgebiet gilt unterdessen eine Warnung der Stufe 3 - sprich vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen (auch bis 19 Uhr). In vielen anderen Regionen warnt der DWD noch vor markantem Wetter (Stufe 2) - bis 18.30 Uhr.

Update vom 8. Juli, 17.20 Uhr: Die Unwetterkarte des Deutschen Wetterdienstes wird zunehmend bunter - und verheißt nicht nur Gutes. Nicht nur im südlichen Märkischen Kreis, im Oberbergischen Kreis, im Ennepe-Ruhr-Kreis und Hagen gilt eine Warnung vor extremem Unwetter. Auch in Ostwestfalen sind schwere Gewitter, extrem heftiger Starkregen und Hagel möglich. Dunkel eingefärbt sind Bielefeld, Teile des Kreises Gütersloh und Teile des Kreises Lippe (Stand 17.26 Uhr).

Warnungen der Stufe 2 gelten unterdessen im Süden von NRW (Kreis Euskirchen, Bonn, Rhein-Sieg-Kreis), im Kreis Olpe sowie in Teilen des Märkischen Kreises, des Hochsauerlandkreises und des Kreises Siegen-Wittgenstein. In vielen weiteren Regionen wird zumindest vor markantem Wetter gewarnt.

Die Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) - Stand 17.27 Uhr.

Update vom 8. Juli, 16.24 Uhr: Teile von Münster sowie die westliche Hälfte des Kreises Warendorf sind auf der Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) jetzt rot eingefärbt - „Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel“ bis 17 Uhr. Auch Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h sind dort möglich.

Unwetter in NRW: Märkischer Kreis und Oberbergischer Kreis mit hochgestufter Warnung

Update vom 8. Juli, 15.45 Uhr: Für den südlichen Märkischen Kreis sowie den nördlichen Teil des Oberbergischen Kreises gilt nun eine Warnung vor extremem Unwetter - bis zunächst 16.30 Uhr, wie das Portal come-on.de* berichtet. „Amtliche Unwetterwarnung vor schwerem Gewitter mit extrem heftigem Starkregen und Hagel“, heißt es beim DWD. Auch die Warn-App Nina hat den entsprechenden Hinweis an die Nutzer geschickt. Auch Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h können hinzukommen.

Update vom 8. Juli, 15.27 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für weite Teile von NRW vor markantem Wetter (Stufe 2). Für den Kreis Olpe, Teile des Kreises Siegen-Wittgenstein, des Märkischen Kreises, des Hochsauerlandkreises, des Oberbergischen Kreises, des Ennepe-Ruhr-Kreises und Hagen gilt sogar eine Unwetterwarnung der Stufe 3 - zunächst bis 16.30 Uhr am Donnerstag. Das bedeutet, dass dort schwere Gewitter mit heftigem Starkregen und Hagel zu erwarten sind.

Menschen in diesen Regionen sollten mit Blitzschlägen und umstürzenden Bäumen und Gegenständen rechnen, die Lebensgefahr bedeuten können. Wer den Aufenthalt im Freien nicht vermeiden kann, sollte Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen halten. Auch mit Überflutungen von Kellern und Straßen ist zu rechnen - sowie möglicherweise mit Erdrutschen. Der DWD rät: „Schließen Sie alle Fenster und Türen“.

In Regionen mit Warnung vor markantem Wetter (zunächst bis 16 Uhr) sind unterdessen laut DWD starke Gewitter möglich. Das betrifft weite Teile des Ruhrgebiets, Hamm, Teile des Münsterlandes sowie den Hochsauerlandkreis und Teile Ostwestfalens.

Unwetter in NRW: Warnung vor Gewitter, Starkregen und Tornados

Offenbach - Gerade erst ist ein Unwetter überstanden, da folgt bereits das nächste: Eine Kaltfront über Nordrhein-Westfalen bringt zum wiederholten Male Starkregen und Gewitter mit sich. Sowohl der Deutsche Wetterdienst (DWD) als auch die Meteorologen von wetteronline.de warnen vor zum Teil heftigen Schauern und Sturmböen in NRW. Weiter im Süden könnte es ab Donnerstag sogar Tornados geben. Ein Überblick. (News aus Nordrhein-Westfalen)

Unwetter in NRW: Warnung vor Gewittern - Richtet Starkregen erneut Schäden an?

Erst am Montag hatte Starkregen für ein heftiges Unwetterchaos in Fröndenberg (Kreis Unna) gesorgt, wobei rund 300 Menschen vorsichtshalber ihre Wohnungen verlassen mussten. Der Starkregen richtete zum Teil heftige Schäden an - und bleibt Nordrhein-Westfalen vorerst noch erhalten. Am Mittwoch bleibt es in weiten Teilen des Landes zwar heiter, ab dem Nachmittag ziehen dann Wolken auf, die sich vermutlich nicht mehr so schnell wieder aus dem Staub machen, sondern in den kommenden Tagen dunkler werden und auf Gewitter hindeuten.

Dass es aufgrund von Sturmböen, Gewittern und Starkregen ab Donnerstag ungemütlich wird in NRW, führt der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf kühlere Meeresluft zurück, die von Schottland nach Nordrhein-Westfalen zieht. Über Südwesten dringt demnach feuchte Luft ins bevölkerungsreichste Bundesland. Ab der Mittagszeit könnte vor allem die Eifel von ersten Gewittern betroffen sein. Doch die Kaltfront weitet sich aller Voraussicht nach aus. Im Tagesverlauf steigt die Unwettergefahr, in weiten Teilen des Landes ist Starkregen möglich.

Unwetter in NRW: Am Donnerstag ziehen wohl Gewitter auf - Grillen lieber am Mittwoch

Heftiger Starkregen von vereinzelt 40 bis 60 l/qm kann für ähnliche Schäden sorgen wie im Kreis Unna am Montag. Denn der DWD kategorisiert die Verhältnisse potenziell als „extremes Unwetter“. Örtliche Unwetter mit zum Teil kräftigen Schauern und Gewittern sind laut der Wetter-Experten nicht nur möglich, sondern auch wahrscheinlich. Aus Westen können am Donnerstag zudem Sturmböen heranziehen. Erst in der Nacht zum Freitag - also rechtzeitig zum Wochenende - soll das Wetter auflockern. In Teilen Nordrhein-Westfalens, insbesondere in den Gebirgsregionen, sind dennoch Schauer und Gewitter möglich.

Wer in Nordrhein-Westfalen lebt und noch einmal gutes Wetter genießen will, tat dies am besten bereits am Mittwoch. Das sieht auch die Unwetterzentrale des Landes NRW so, die an diesem Tag keine Unwetter-Gefahr ausmachen konnte. Am Mittwoch war die Chance also am höchsten, den frisch gesäuberten Grill in gemütlicher Runde anzuschmeißen - ohne nass zu werden oder gar unter einer Gewitter-Wolke Bratgut zu wenden. Ab Donnerstag wären derartige Pläne, je nach Region, sehr optimistisch.

Wetter am Donnerstag: Starkregen und Gewitter in NRW - Tornado-Gefahr in Bayern

In NRW besteht zwar eine amtliche Unwetter-Warnung ab Donnerstag, in anderen Teilen der Bundesrepublik sieht es allerdings noch viel düsterer aus. Von Norditalien über die Alpen sowie aus Tschechien und Polen ziehen gewaltige Gewitter nach Deutschland. Im Süden und Südosten, also insbesondere in Bayern, herrscht am Donnerstag sogar Tornado-Gefahr, wie Meteorologen von wetteronline.de mitteilten. Gewitter mit großem Hagel, Starkregen und teils schwere Sturmböen dürften bestimmte Regionen demnach eine Weile in Schach halten.

Ob in Bayern oder Nordrhein-Westfalen - die Wetter-Experten haben längst einen Grund für die anhaltende Unwetter-Lage ausgemacht. „Verantwortlich an der Misere ist die jetzige Großwetterlage“, erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe von wetteronline.de. „Während über Südosteuropa eine Hitzewelle voll im Gange ist, ist es in West- und Mitteleuropa meist nur mäßig warm. Genau zwischen der Hitze und der kühleren Luft fühlen sich Schauer, Gewitter und Dauerregen so richtig wohl und drehen voll auf“, so der Experte. Auch andere Wetter-Experten rechnen mit zunehmend heftiger werdenden Unwettern. Es wird unter Umständen nicht die letzte Gewitter-Welle im Juli bleiben. - *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Robert Michael/dpa

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