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Unwetter und Hitze in NRW: In den nächsten Tagen bis 32 Grad - und wieder Gewitter

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Von: Simon Stock

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Ein Unwetter ist am Montag über Nordrhein-Westfalen gezogen. In Essen wurde ein Mann vom Blitz getroffen. Jetzt folgen Temperaturen bis 32 Grad.

Update vom 17. Mai, 6.36 Uhr: Der Nebel lichtet sich und die Sonne zeigt sich wieder in Nordrhein-Westfalen. Nach dem kurzen, aber dennoch heftigen Unwetter am Montag sagt der DWD für Dienstag einen weitestgehend trockenen Tag voraus. Die Temperaturen klettern westlich des Rheins auf bis zu 27 Grad. Die kommende Nacht wird mild bei 17 bis 13 Grad - und am Mittwoch kommt NRW dann ins Schwitzen! Laut DWD wird es ein sonniger Tag bei Temperaturen zwischen 28 und 32 Grad.

LandNordrhein-Westfalen
Einwohner17,93 Millionen
HauptstadtDüsseldorf

Donnerstag soll es dann übrigens wieder Gewitter geben, örtlich sind auch Unwetter mit heftigem Starkregen möglich. Abkühlung wird es dann aber nicht geben: Laut DWD werden es am Donnerstag bis 31 Grad.

Unwetter in NRW: Mann von Blitz getroffen, Großeinsatz für Feuerwehren

Update vom 16. Mai, 21.20 Uhr: Die Wetterlage in NRW hat sich beruhigt. Der DWD hat die Warnung für weite Teile des Landes zurückgenommen. Letzte Gewitterzellen gibt es aktuell noch im Großraum Herford und Minden.

Update vom 16. Mai, 18.54 Uhr: In Menden im Märkischen Kreis wurde am späten Nachmittag Stadtalarm ausgelöst. Die Feuerwehr ist wegen des Unwetters im Großeinsatz. Die Rede ist von mehr als 100 Notrufen. Der Pegel der Hönne stieg stark an; aus vielen Teilen der Stadt wurden überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller gemeldet. Ähnlich ist die Lage im benachbarten Fröndenberg (Kreis Unna).

Unwetter in NRW: Mann in Essen von Blitz getroffen

Update vom 16. Mai, 17.24 Uhr: In Essen hatte das Gewitter dramatische Folgen: Ein Passant (56) wurde von einem Blitz getroffen. Nach ersten Informationen musste der lebensgefährlich verletzte Mann reanimiert werden. Er soll laut WAZ schwere Verbrennungen erlitten haben. Danach wurde der 56-Jährige mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.

Mann vom Blitz getroffen und lebensgefährlich verletzt
Ein vom Blitz getroffener Mann in Essen wird auf einer Trage zum Rettungshubschrauber getragen. © Justin Brosch/dpa

Update vom 16. Mai, 17.07 Uhr: Für den frühen Abend wird für den Regierungsbezirk Arnsberg vor schweren Gewittern gewarnt (Stufe 3 von 4). Es könne zu schweren Schäden an Gebäuden kommen. Bäume können entwurzelt werden und Dachziegel, Äste oder Gegenstände herabstürzen. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen seien ebenso möglich wie Blitzeinschläge. 

Wetter in NRW: DWD mit Warnung vor Gewitter, Starkregen und Hagel am Montag

Update vom 16. Mai, 15.46 Uhr: Die Stadt Köln bat am frühen Nachmittag um Vorsicht beim Aufenthalt im Freien. Für die Domstadt sei ein schweres Gewitter, verbunden mit Starkregen, Hagel und Sturmböen vorausgesagt worden. Es könnten Bäume umstürzen und Äste abbrechen. Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen sollten besser gemieden werden.

[Erstmeldung vom 15. Mai] Hamm - In den vergangenen Tagen wurde Nordrhein-Westfalen von der Sonne verwöhnt. Temperaturen wie im Sommer und blauer Himmel lockten die Menschen ins Freie. Doch damit ist zumindest vorübergehend Schluss: Am Montag zeigt sich das Wetter von seiner biestigen Seite. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Gewittern, Starkregen und Hagel.

Regen in Köln
Unwetter in NRW: Ein Auto fährt in Köln während eines Gewitters im Regen durch eine Pfütze. © Oliver Berg/dpa

Die Nacht zum Montag (16. Mai), in der sich den Menschen in Deutschland ein seltenes und faszinierenden Himmelsschauspiel bot, war zunächst noch klar. Allerdings zogen bereits zum Morgen hin dichte Wolkenfelder im Südwesten auf, wo es vereinzelte Regenschauer geben konnte. Im Laufe des Tages zieht dann ein Tiefausläufer von Südwest nach Nordost über NRW.

Wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes sagte, kann es in der Eifel wegen einer Kaltfront aus Frankreich bereits ab dem Vormittag regnen und gewittern. Dabei soll es auch zu Windböen von bis zu 60 Stundenkilometern kommen.

Ab dem späten Vormittag zieht den Meteorologen zufolge dann ein Gewitter mit Starkregen von 30 bis 40 Litern pro Quadratmeter übers Land - teils begleitet durch kleinförmigen Hagel und Sturmböen von 70 bis 80 Stundenkilometern. Örtlich besteht sogar Unwettergefahr. Die Temperaturen liegen bei 24 bis 26 Grad, im höchsten Bergland mitunter auch lediglich bei 20 Grad.

Unwetter in NRW: Front zieht von Südwest nach Nordost

Am Nachmittag zieht die Gewittergefahr laut Prognose von Südwest nach Nordost. Dabei sind nach Angaben der Wetterexperten des DWD Starkregen bis 25 Liter pro Quadratmeter möglich. Örtlich kann es sogar „Unwetter durch heftigen Starkregen“ mit 30 bis 40 l/qm in kurzer Zeit geben.

Der DWD betonte aber, dass nicht jedes Gewitter zu einem Unwetter führe. „Dort, wo sich die Gewitter aber bilden, muss mit lokalen Überflutungen sowie mit vollgelaufenen Kellern oder Unterführungen gerechnet werden“, meinte der Meteorologe.

Wetter in NRW: Sturmböen ziehen am Montag auf - Hagel möglich

Zudem ziehen Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h (Bft 8-9) aus Südwest bis West. Dazu kann es kleinkörnigen Hagel geben. Am Abend verlagert sich der Schwerpunkt des Unwetters in die Nordosthälfte von Nordrhein-Westfalen, also Richtung Münsterland und Ostwestfalen-Lippe. Im Laufe der Nacht zu Dienstag ziehen die Schauer und Gewitter zögerlich nach Nordosten ab.

Im Verlauf des Montags nimmt die Bewölkung zu und es wird bei 23 bis 26 Grad schwülwarm. Der DWD prognostiziert kräftige Gewitter, Starkregen, Hagel und stürmische Böen. Bedingt durch den Starkregen herrsche örtlich Unwettergefahr. In der Nacht zu Dienstag beruhigt sich laut DWD die Wetterlage wieder.

Und auch der Dienstag selbst wird wieder etwas freundlicher. Bei einem Mix aus Sonne und Wolken sowie Höchstwerten von 26 Grad kommt es maximal örtlich zu Regen und leichteren Gewittern, am ehesten im südlichen Bergland. Begleitet werden auch diese von Windböen von bis zu 60 Stundenkilometern. Am Mittwoch bleibt es sonnig und trocken. Das Thermometer könnte sogar über die Marke von 30 Grad steigen.

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