Feuerwehren im Dauereinsatz

Unwetter in NRW: Starkregen flutet Straßen und Keller - hunderte Notrufe

Gewitter und Starkregen in NRW: Unwetter haben die Feuerwehren auf Trab gehalten. Straßen und Keller, etwa im Kreis Unna und in Dortmund, wurden überschwemmt.

NRW - Nach Gewittern mit heftigem Regen sind in Nordrhein-Westfalen in der Nacht von Dienstag, 29. Juni, auf Mittwoch, 30. Juni, zahlreiche Keller vollgelaufen. 302 wetterbedingte Einsätze seien allein in Düsseldorf gezählt worden, teilte die dortige Feuerwehr am Morgen mit. Angespannt war die Situation auch im Ruhrgebiet sowie in Teilen des Kreises Unna. Kurz nach Mitternacht etwa schrieb die Feuerwehr Bochum auf Twitter von 183 Einsätzen. Die Aufräumarbeiten dauerten dort bis in die frühen Morgenstunden. Vor den Unwettern mit Gewittern, Sturmböen und Starkregen war gewarnt worden.

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
Einwohner17,93 Millionen (2019)
MinisterpräsidentArmin Laschet (CDU)

Auch der Blick in den Märkischen Kreis zeugte von Starkregen, der Straßen überflutete. Etwa auf der B54 in Kierspe (Volmestraße) produzierten Autos an vielen Stellen meterhohe Wasser-Fontänen. An einer anderen Straßen drückten die Wassermassen einen Gullydeckel hoch. Kräfte der Feuerwehr mussten später am Abend auch noch mehrere Keller leerpumpen.

Wassermassen auch in Kierspe im Märkischen Kreis: Autos verursachten Wasserfontänen.

Unwetter über NRW: Gewitter und Starkregen - Straßen und Keller unter Wasser

Das Unwettertief „Xero“ sorgte auch in Dortmund für überschwemmte Straßen und Wassereinbrüche in Kellern und Tiefgaragen, wie die Feuerwehr Dortmund berichtet. Sie war mit mehr als 380 Kräften im Einsatz. Die ersten Notrufe gingen demnach am Dienstagabend gegen 21 Uhr aus den südlichen Stadtgebieten ein. Durch die starken Regenfälle waren dort erste Keller mit Wasser vollgelaufen. Eine ruhige Nacht sollte es dann nicht mehr werden. „Minütlich“ sei die Zahl der Anrufer gestiegen und vollgelaufene Kellerräume, Tiefgaragen und Aufzugsschächte sowie überschwemmte Straßenzüge seien keine Seltenheit gewesen.

Gegen 22.20 Uhr löste die Einsatzleitstelle einen sogenanntern„Vollalarm“ für die Freiwillige Feuerwehr aus, heißt es aus Dortmund weiter. Somit wurden auch die Löschzüge aus den nicht oder weniger betroffenen Stadtteilen hinzugezogen. „In der Spitze waren über 380 Retter im Einsatz. In der Zeit von 21 Uhr bis circa 4 Uhr am Morgen wurden 365 wetterbedingte Einsätze gezählt. Glücklicherweise wurde bei der Vielzahl der Einsätze niemand verletzt“, so die Bilanz aus Dortmund.

Unwetter über NRW: Starkregen setzt Keller im Kreis Unna unter Wasser

Nicht ganz so extrem war die Lage in Kamen (Kreis Unna). Dort wurde die Feuerwehr um 22.20 Uhr zu einem ersten Unwettereinsatz alarmiert, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. Im weiteren Verlauf ergaben sich insgesamt elf Einsatzstellen im Stadtgebiet. „Bei allen Einsatzstellen drang durch die starken Regenfälle Wasser in Kellerräume ein, welches von der Feuerwehr mittels Pumpen entfernt wurde. Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Heeren und Wasserkurl mit 28 Einsatzkräften“, heißt es.

Nach einem schweren Unwetter am Dienstagabend, 29. Juni, steht eine Straße im Essener Stadtteil Kray unter Wasser.

Unwetter in NRW: Schule in Krefeld geflutet - Unterricht fällt aus

Auch im Westen von NRW schlugen Unwetter mit Starkregen zu. In Krefeld führte letzterer dazu, dass viele Keller, Straßen und Tiefgaragen geflutet wurden. Dort habe eine Person zudem durch einen Sturz aufgrund der Wassermassen einen Knochenbruch erlitten, teilte die Feuerwehr am Mittwochmorgen mit. Bis 2 Uhr in der Nacht seien bereits mehr als 2000 Anrufe in der Leitstelle der Feuerwehr Krefeld eingegangen, davon mehr als 800 Notrufe.

Und auch für Schüler in Krefeld haben die Unwetter Folgen. Ein Gymnasium wurde in Teilen überflutet, sodass der Unterricht am Mittwoch ausfällt. „Nach einem schweren Gewitter mit wolkenbruchartigen Regenfällen sind große Teile des Schulgebäudes voll Wasser gelaufen und daher nicht benutzbar“, hieß es auf der Homepage des Gymnasiums.

Ein Mann kommt während des Unwetters im Neopren-Taucheranzug von einem Garagenhof in Essen - er will einem Nachbarn helfen. Starkregen hatte Gärten, Keller und Garagen unter Wasser gesetzt.

In Herzogenrath, Alsdorf und Eschweiler sowie Düren war die Feuerwehr am Dienstag ebenfalls im Einsatz. Schwere Schäden seien aber nach ersten Erkenntnissen ausgeblieben, hieß es. Im Verlauf des späteren Abends zog das Gewitter weiter über das Ruhrgebiet und Sauerland und entlud sich auch dort mit zahlreichen Blitzen und starkem Regen.

Rubriklistenbild: © Markus Gayk/Telenewsnetwork/dpa

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