Karambolage auf A1 und A2

Ungewöhnlich dichter Nebel: Massenunfall auf Autobahn fordert Feuerwehr stark

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Die Massenkarambolage entstand auch durch den dichten Nebel.

Die Massenkarambolage forderte nicht nur die Polizei - auch die Feuerwehr in Bergkamen musste sich zu dem Unfall quälen. Bei der Rückfahrt im Nebel fanden die Einsatzkräfte einen weiteren Unfall auf der A1.

Bergkamen – Es war eine außergewöhnliche Silvesternacht für Freiwillige Feuerwehr Bergkamen. Zwar blieb es von einem brennenden Papiercontainer an der Töddinghauser Straße in Höhe Kaufland um 19 Uhr in der gesamten Silvesternacht brandtechnisch ruhig. 

Doch der Melder rief die Einheiten Rünthe, Mitte und Weddinghofen zwei Stunden nach Mitternacht zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 2 in Höhe der Ausfahrt Lanstrop. Aufgrund des dichten Nebels war es zu einer Massenkarambolage gekommen, und zwei weitere sollten folgen.

„Die Angaben zur genauen Örtlichkeit und der Fahrtrichtung waren wieder einmal ein Problem“, erklärte Feuerwehrchef Dirk Kemke, weshalb sowohl die Feuerwehr Bergkamen als auch Kräfte aus Kamen und Lünen ausrückten. 

Ungewöhnlich dichter Nebel

Zuständig war letztlich Bergkamen – und die Einsatzkräfte fanden im dichten Nebel sieben Unfallfahrzeuge und neun Leichtverletzte vor. „Das hat schon ordentlich gescheppert“, sagte Kemke, aber aufgrund des Nebels seien die Fahrzeuge langsam unterwegs gewesen.

 „So einen Nebel kenne ich aber auch nur aus Erzählungen älterer Kameraden“, sagte Kemke, dass er überlegt habe, die Gerätehäuser für weitere Einsätze sicherheitshalber zu besetzen, um den Einsatzkräften die eigene Anfahrt zu ersparen.

Unfall auf der Autobahn: Niemand wurde eingeklemmt

Eingeklemmt war entgegen erster Meldungen jedoch niemand – und so konnten die Einsatzkräfte aus Rünthe auf der Anfahrt wieder abdrehen. Doch kurz vor der Ausfahrt Rünthe auf der A1 knallte es kurz vor ihnen. „Wir haben dann die Autobahn gesperrt“, erklärte Einsatzleiter Jens Markert. Die drei Insassen aus den drei beteiligten Fahrzeugen kamen sicherheitshalber ins Krankenhaus.

Währenddessen knallte es aber erneut auf der A2 auf Höhe der ersten Unfallstelle in der Gegenrichtung. „Wir sind dann mit dem leitenden Notarzt über die Leitplanken und haben die Unfallstelle gesichert“, erklärt Kemke. 

Unfall auf der Autobahn: 20 Personen betroffen

Wegen der rund 20 Betroffenen wurde ein Massenanfall von Verletzten ausgerufen und der Rettungsdienstzug des Kreises Unna alarmiert, der massiv von Kräften aus Dortmund unterstützt wurde. Zum Glück wurden nur vier minder schwer verletzt“, sagte Kemke. Um 6 Uhr waren alle Kräfte dann wieder Zuhause.

Der Nebel forderte alle Rettungskräfte: Die Polizei musste sich teilweise mit einer Geschwindigkeit von 20 km/h zu den Unfällen quälen.

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