Kälte und Einbruch der Dunkelheit - Zeit spielt gegen Feuerwehr

Unfall im Wald und kein Handynetz: Große Suchaktion durch unwegsames Gelände 

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Eine Person ist am Nachmittag im Waldgebiet Neuhaus beim Wandern schwer gestürzt. Deren Begleiter wollte einen Notruf absetzen, hatte aber kein Handynetz. Daraufhin lief er bis zum Haus Tackeberg, von wo aus er endlich die Rettungskräfte alarmieren konnte. Es folgte eine große Suche nach dem Unfallopfer durch unwegsames Gelände.

  • Am Nachmittag hat es einen schweren Wanderunfall im Waldgebiet Neuhaus gegeben. 
  • Ein Begleiter der verunfallten Person lief los, um Handynetz zu suchen. Erst dann konnte der einen Notruf absetzen.
  • Die Suche der Feuerwehr führte durch unwegsames Gelände - im Wettlauf gegen die Zeit.

Möhnesee - Großer Sucheinsatz im Wald: Die Feuerwehr Möhnesee ist um 16.10 Uhr alarmiert worden - wegen eines schweren Sturzes einer jungen Frau.

Ersten Informationen aus der Rettungsleitstelle zufolge war es ein Familienangehöriger der Verunfallten, der den Notruf absetzte.

Um den Notruf überhaupt absetzen zu können, musste der Begleiter des Unfallopfers nach Angaben der Leitstelle zunächst ein ganzes Stück durch den Wald zum Haus Tackeberg laufen - denn im Wald selbst hatte er kein Handynetz.

Aufwändige Suche nach der Unfallstelle

Die Einsatzkräfte machten sich dann zusammen mit dem Begleiter des Unfallopfers auf die Suche nach der Unfallstelle im Waldgebiet Neuhaus. 

Wie Wehrführer Christian Böddeker sagte, gestaltete sich die Suche sehr aufwändig. Die Stelle sei sehr schwierig (wieder-) zu finden gewesen. Zudem wurden geländegängige Fahrzeuge dafür gebraucht. Auch der Notarzt wurde letztlich mit solch einem Fahrzeug zur Unfallstelle gebracht.

Das große Problem: "Die Zeit hat gegen uns gespielt", so Böddeker. Zum einen habe der Einbruch der Dunkelheit unmittelbar bevorgestanden, zum anderen sei die Kälte für eine verletzte Person, die im Wald liegt, gefährlich. 

Abtransport teils zu Fuß durch das unwegsame Gelände

Gegen 17.20 Uhr dann erste Erleichterung: Die Einsatzkräfte fanden die Unfallstelle und die verletzte Person. Sie alarmierten aufgrund des aufwändigen Abtransports weitere Kräfte nach. 

Nach der Erstversorgung wurde die Person in einer sogenannten  Schleifkorbtrage abtransportiert - teilweise zu Fuß durch das unwegsame Gelände. "Wir haben nachalarmiert, weil das sehr kräftezehrend und personalaufwändig ist", so Böddeker. 

Großer Einsatz mit rund 40 Kräften

Die Unfallstelle befand sich nach ersten Informationen aus der Leitstelle im Waldstück bei der Ortschaft Neuhaus zwischen Haus Tackeberg und Hirschberg - in der Nähe eines Radweges. 

Im Einsatz waren laut Leitstelle der Löschzug Körbecke sowie die Löschgruppen Büecke und Wippringsen, ein Notarzt- und zwei Rettungstransportwagen. 

Unklar, wie schwer die Verletzungen sind

Wie schwer die Verletzungen der verunfallten Person sind, ist derzeit noch unklar. 

Erst im Oktober hatte es die Feuerwehr Möhnesee mit einer aufwändigen Personensuche im Wald zu tun - und stand dabei vor einer großen Herausforderung.

Auch an Weihnachten gab es für die Feuerwehrleute im Kreis Soest genug zu tun.

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