Gutachter: "Bahn und Schlitten in einwandfreiem Zustand"

Nach Unfall mit schwer verletztem Kind (6): Sommerrodelbahn ist wieder freigegeben

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Symbolfoto

Nach dem folgenschweren Unfall auf der Sommerrodelbahn am Erlebnisberg Sternrodt in Olsberg-Bruchhausen, bei dem am Donnerstag ein sechsjähriger Junge schwer verletzt wurde, ist die Bahn seit Montag wieder geöffnet. Der Gutachter stellte keine Mängel fest.

Der von der Staatsanwaltschaft beauftragte Gutachter hatte die Rodelbahn am Montag in Augenschein genommen. "Ergebnis der Untersuchung: Schlitten und Bahn sind in einem einwandfreiem technischen Zustand", teilte Franz-August Hoffmann, Geschäftsführer der Sternrodt Freizeit Betriebs GmbH, am Montagnachmittag mit. 

Daher sei die Bahn mit sofortiger Wirkung wieder freigegeben. Unfallursache ist laut Hoffmann ein "grob fahrlässiges Verhalten der auffahrenden Personen". Die Polizei geht nach derzeitigem Ermittlungsstand von einem Bedienfehler aus, wie deren Sprecher Sebastian Held auf Nachfrage erklärte.

Der verletzte Junge befindet sich nach Angaben der Polizei weiterhin in der Uniklinik in Münster.

Lesen Sie hier unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Olsberg - Folgenschwerer Unfall auf der Sommerrodelbahn am Erlebnisberg Sternrodt in Olsberg-Bruchhausen: Zwei Schlitten krachten ineinander, ein sechsjähriger Junge wurde schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei am Donnerstagabend gegen 20.50 Uhr. Der sechsjährige Junge aus den Niederlanden war als Mitfahrer im Schlitten eines 39-jährigen Mannes, ebenfalls aus den Niederlanden, unterwegs. Hinter den beiden fuhr ein weiterer Schlitten, auf dem ein 47-jähriger Mann und die 32-jährige Mutter des Jungen saßen. 

"Im Start- und Zielbereich fuhr aus bislang ungeklärter Ursache der hintere Schlitten auf den vorderen Schlitten auf", schildert die Polizei den Unfallhergang. Der Sechsjährige wurde durch den Aufprall schwer verletzt, der 39-Jährige, der mit ihm im Schlitten saß, erlitt leichte Verletzungen. Der Junge musste laut Polizei mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. "Die Ermittlungen dauern an", so die Polizei abschließend. 

Gutachter nimmt Bahn am Montag in Augenschein

Die Sommerrodelbahn "Sternrodler" selbst bleibt nach Angaben des Betreibers "vorübergehend geschlossen". Unbestätigten Kurier-Informationen zufolge soll das bis mindestens Montag der Fall sein, weil erst dann ein Gutachter die Bahn in Augenschein nimmt. Die beiden Unfall-Schlitten wurden nach Angaben von Polizeisprecher Sebastian Held beschlagnahmt, die am Zusammenstoß beteiligten Personen werden vernommen.

Unfälle auf Sommerrodelbahnen im Sauerland hatte es in den vergangenen Jahren auch im Freizeitpark "Fort Fun Abenteuerland" gegeben: Im Oktober 2017 geriet ein damals zwölfjähriger Junge mit dem Fuß zwischen Schlitten und Schiene, sodass sein Bein abgetrennt wurde. Ein knappes Jahr später - im August 2018 - wurde eine 39-jährige Frau schwer verletzt, nachdem sie fast ungebremst in einen stehenden Schlitten gekracht war. In beiden Fällen wurden keine Mängel an der Bahn festgestellt.

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