Flucht vor Polizei

Alleinunfall auf A2: Zwei Betrunkene Insassen, die sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe schieben

Ein Polizeiwagen Symbolfoto
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Zwei Insassen eines Unfallfahrzeugs flüchteten zu Fuß vor der Polizei und tischten dieser dann zwei völlig unterschiedliche Geschichten auf.

Als die Polizei zu einem Unfallfahrzeug auf der A2 bei Hamm vorfuhr, fanden die Beamten ein leeres Auto. Doch die beiden Insassen waren nicht weit gekommen - und mussten dann auch noch mit zur Wache.

Dortmund - In der Nacht zu Dienstag bekam die Polizei eine Meldung, dass ein Auto auf der Autobahn 2 zwischen Hamm-Uentrop und Hamm liegengeblieben sei und mit eingeschaltetem Warnlicht am Seitenstreifen stehe. Tatsächlich traf die Polizei Dortmund das besagte Fahrzeug mit einem augenscheinlich frischen Streifschaden gegen Mitternacht an.

Allerdings befanden sich keine Personen mehr in dem Fahrzeug. Stattdessen erkannten die angerückten Autobahnpolizisten, dass zwei Personen im Begriff waren, sich vom Unfallort zu entfernen. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und erwischten beide Personen, von denen eine sich schon weit vom Unfallort entfernt hatte.

Unfall auf der A2 bei Hamm: Zwei völlig unterschiedliche Geschichten

Als die Beamten, die beiden Insassen des Unfallfahrzeugs zur Rede stellten, bemerkten sie sofort, dass sich die beiden Versionen klar widersprachen. „Die Aussagen, was genau es mit dem Auto auf sich hat, gingen anschließend weit auseinander“, erklärte ein Polizeisprecher. Gefahren haben wollte das Auto keiner von beiden aus Köln stammenden Männern (40 und 55).

Stattdessen schoben sich die Rheinländer ihre Schuld gegenseitig in die Schuhe, der jeweils der andere soll es gewesen sein, der am Steuer saß. Der 40-Jährige, welche im Moment der Polizeikontrolle die Autoschlüssel mit sich führte, sagte, dass eine dritte Person - nämlich ein Lkw-Fahrer - am Unfall beteiligt gewesen, sich nun aber entfernt haben soll.

Insassen des Fahrzeugs aus Köln alkoholisiert und unter Amphetamin-Einfluss

Während dieser Schilderungen fiel den Beamten nicht nur auf, dass die Aussagen der beiden Männer nicht miteinander vereinbar waren. Sie bemerkten auch auch, dass der Atem beider Männer deutlich nach Alkohol roch. Freiwillige Atemalkoholtests bestätigten den Eindruck der Polizisten. In beiden Fällen ergab ein Test einen Wert von über 1 Promille.

Die Kölner mussten deshalb folglich auf der Rückbank des Polizeiwagens Platz nehmen, anstatt ihren Unfallwagen nach Hause zu fahren. Auf einer Wache wurde den beiden Männern Blutproben entnommen, wogegen sich der 40-Jährige vehement wehrte. Der Mann muss sich nun nicht nur wegen des Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten, sondern auch wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Drogentests hatten bei den Mänenrn ein positives Ergebnis auf Amphetamine ergeben, berichtete die Polizei, die nun weiter ermitteln. Bei den Ermittlungen geht es auch darum, die Frage zu klären, wer das Auto denn nun gelenkt hat.

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