Autobahn A1

Vollbremsung auf der A1: 20 Tonnen schwere Fracht zerstört LKW

LKW Unfall auf der A1
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Bei einer Notbremsung auf der A1 verrutschte die schwere Fracht eines LKW und machte eine Weiterfahrt unmöglich.

Heikle Vollbremsung auf der Autobahn A1: Die über 20 Tonnen schwere Fracht eines Lkw verrutschte. Der Sachschaden ist enorm.

Dortmund - Was passieren kann, wenn schwere Ladung nicht gut genug gesichert ist, zeigte sich am Montagnachmittag (31.8.) auf der Autobahn A1 zwischen Schwerte und Unna in Fahrtrichtung Bremen. Einem Lasterfahrer sind die geladenen und offenbar ungesicherten Stahlrollen bei einer Notbremsung förmlich in den Rücken gerutscht. Das Fahrzeug erlitt dabei großen Schaden.

AutobahnA1
Länge749 km
Gebaut1937

Unfall: LKW auf der A1 nach Vollbremsung zerstört

Zu spät erkannte ein Sattelzug-Fahrer gegen 15.48 Uhr auf der A1 in Fahrtrichtung Münster wenige Kilometer vor dem Kreuz Dortmund/Unna das Ende eines Staus. Der 36-jährige Mann leitete noch rechtzeitig eine Notbremsung ein und verhinderte somit eine folgenschwere Kollision. Trotz des vereitelten Unfalls konnte der LKW seine Fahrt nicht mehr fortsetzen und sorgte für weitere Verkehrsbehinderungen.

Durch das Bremsmanöver machte sich die unzureichend gesicherte Ladung aus zwei jeweils 10,3 Tonnen schweren, sogenannten Coils, selbstständig und rutschte über die gesamte Ladefläche nach vorn. Die schweren Stahlrollen durchbrachen die Stirnwand des Aufliegers und drückten die Rückwand der Sattelzug-Maschine gefährlich ein. Durch das verlagerte Gewicht lag der Anhänger schlussendlich vorne auf der Bereifung auf - der LKW war nicht weiter fahrbereit.

Langer Stau nach Unfall zwischen Unna und Schwerte

Damit nicht genug: Die Stahlrollen drohten seitlich von der Lagefläche auf die Fahrbahn zu stürzen. Ein Bergunternehmen musste anrücken, um die schwere Fracht mit einem Mobilkran wieder an ihren Platz zu heben. Wieder an Ort und Stelle wurden die Rollen nun nicht mehr mit Gurten, sondern mit Ketten gesichert. Die Polizei musste für die Einsatzzeit den rechten und mittleren Fahrstreifen sperren. Es kam zu einem rund 10 Kilometer langen Stau.

Kaum zu glauben: Der LKW-Fahrer verletzte sich bei der gefährlichen Situation nicht. Ihn erwartet allerdings ein Ordnungswidrigkeitenverfahren und damit ein Bußgeld von mindestens 80 Euro. Auch auf den Halter des Sattelzuges sowie die Verladefirma kommen Bußgelder zu. Der Sachschaden an dem betroffenen Sattelzug wird auf rund 50.000 Euro geschätzt.

Es war nicht die einzige Gefahrensituation, die sich am Montag in Dortmund ereignete. Auf dem Westfalendamm stoppte die Polizei einen Autofahrer aufgrund seiner kreativ transportierten Fracht. - (mit Material von Axel Ruch/VN24)

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