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Ukraine-Krieg: Erste Flüchtlinge in NRW angekommen

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Von: Alexander Schäfer

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Die ersten Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sind in NRW angekommen. Unterdessen bereitet die Landesregierung die Ankunft weiterer Menschen vor.

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen ist nach den Worten von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) darauf vorbereitet, vor dem Krieg fliehenden Menschen aus der Ukraine zu helfen. „Wir werden unsere Kommunen bei der Aufnahme von Flüchtlingen nach Kräften unterstützen – ohne Wenn und Aber“, sagte Wüst am Mittwoch nach einem Treffen mit kommunalen Spitzenvertretern in Düsseldorf.

LandUkraine
PräsidentWolodymyr Selenskyj
Bevölkerung44,13 Millionen (2020)

Ukraine-Krieg: Erste Flüchtlinge in NRW angekommen - meiste Aufnahmen seit 2017

Am Donnerstag wird Wüst gemeinsam mit seinem Stellvertreter, Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP), sowie dem Landrat des Kreises Unna, Mario Löhr, die Aufnahmestelle für Vertriebene, Flüchtlinge, Aus- und Umsiedler und Asylbewerber in Unna-Massen besuchen. Im Kreis Unna sind laut Landesregierung in den vergangenen Tagen erste geflüchtete Menschen aus der Ukraine angekommen, weitere werden in der Aufnahmestelle Unna-Massen erwartet. Ein SPD-Politiker aus dem Kreis Unna hatte unterdessen den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen Kriegsverbrechen angezeigt.

Die Bezirksregierung Arnsberg meldete am Mittwoch für die Landeserstaufnahmeeinrichtung in Bochum einen Tageshöchstwert an Flüchtlingen für 2022. Am 1. März wurden hier 210 Menschen registriert. Mehr Tagesregistrierungen gab es zuletzt in Bochum an zwei Tagen im April und Oktober 2017.

Flüchtlinge aus der Ukraine in NRW angekommen - so soll es weitergehen

Ein Ergebnis des Flüchtlingsgipfels in Düsseldorf ist, dass sich alle Ukraine-Flüchtlinge zunächst registrieren lassen. Das sei die technische Voraussetzung für finanzielle Hilfen, für den Zugang zu Kitas, Schulen oder auch Wohnungen. Die Landeseinrichtungen, aktuell sind hier bis zu 10.000 Plätze frei, sollen laut Stamp als Puffer wirken, damit die Kommunen nicht plötzlich mit einer hohen Zahl aufzunehmender Flüchtlinge konfrontiert werden.

Flüchtlinge aus der Ukraine warten in Moldau auf einen Bus.
Wegen des Kriegs flüchten viele Menschen aus der Ukraine. In NRW sind jetzt erste Flüchtlinge angekommen. © Aurel Obreja/dpa

Das Land hat als Reaktion auf den Ukraine-Krieg die Wohnungsunternehmen gebeten, freien Wohnraum zu melden. Dazu werde ab Freitag eine digitale Plattform freigeschaltet, sagte Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch. Nur die Kommunen hätten darauf ab dem 9. März Zugriff. In NRW gebe es rund 480 Wohnungsunternehmen und Genossenschaften mit etwa 1,2 Millionen Wohnungen.

Viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen wollen im Kriegsgebiet in der Ukraine helfen. Wer Geld spenden möchte, sollte auf ein Detail achten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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