Talsperren sind gut gefüllt

Trotz anhaltender Trockenheit gibt es noch ausreichend Wasser

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Essen - Die Menschen im Ruhrgebiet, Sauerland und in Mittelwestfalen müssen sich trotz anhaltender Dürre keine Sorgen um ihre Trinkwasserversorgung machen. Diese beruhigende Auskunft gab der Ruhrverband in Essen.

Die Talsperren seien zu 75,9 Prozent gefüllt bezogen auf die Wassermenge bei Vollstau, so Britta Balt, Sprecherin des Ruhrverbandes. Mit einschränkenden Maßnahmen bezüglich des Wasserverbrauchs sei aus Sicht des Verbandes auch in absehbarer Zeit nicht zu rechnen. Balt: „Wir sind mit einem komfortablen Füllstand in den Sommer gestartet.“ 

Dies sei dem niederschlagsreichen Winter zu verdanken. Bemerkbar macht sich die lange Trockenheit aber schon – und zwar in der Abgabemenge der Talsperren. Um die gesetzlich vorgeschriebene Mindestwasserführung der Ruhr aufrecht erhalten zu können, wird derzeit massiv Wasser in das Flusssystem der Ruhr eingespeist. 

Seit den 50ern keine Wassereinschränkung mehr

Dies ist vor allem deshalb notwendig, damit für die anliegenden Wasserwerke entlang der Ruhr ausreichend kühles Nass zur Entnahme bereitsteht. „Wir geben zur Zeit das 15fache des Zuflusses der Talsperren ab“, so Britta Balt. Würde dies nicht geschehen, wäre die Lebensader Ruhr über weite Strecken längst trocken gefallen. 

Dass der Ruhrverband die vorgeschriebene Mindestwasserführung nicht mehr gewährleisten konnte und einschränkende Maßnahmen beim Wasserverbrauch notwendig wurden, sei seit den 50er Jahren nicht mehr vorgekommen, so die Sprecherin. Dies liege vor allem am Bau der Biggetalsperre, deren enormes Speichervolumen seit der Fertigstellung 1965 zur Verfügung steht. 

Einer der trockensten Julis in der Region

Der ablaufende Monat war einer der trockensten Julis in der hiesigen Region seit Beginn der Niederschlagsaufzeichnungen. Dies meldete gestern der Lippeverband, der andere „Big-Player“ der heimischen Wasserwirtschaft. 24,5 Liter Regen pro Quadratmeter wurden im Gebietsdurchschnitt gemessen. 

Das entspricht rund 30 Prozent des langjährigen Juli-Mittelwertes von 82 mm. „Ein geringerer Juli-Niederschlag wurde das letzte Mal im Jahr 1983 erfasst“, so der Verband. Damals fielen lediglich 22 Millimeter.

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