Bluttat

Tödlicher Messerangriff bei Tönnies: Haftbefehl gegen Arbeitskollege

Tönnies Symbolfoto
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Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedebrück soll ein 35-Jähriger seinen Kollegen (34) mit einem Messer tödlich verletzt haben.

Nach der Bluttat beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück, bei der ein 35-Jähriger um Leben kam, ist dessen Todesursache inzwischen geklärt. Der Tatverdächtige befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.

Update vom 14. März, 14.01 Uhr:  Nach dem tödlichen Streit bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist gegen einen 35 Jahre alten Arbeiter Haftbefehl wegen Totschlags erlassen worden. Zudem habe die Obduktion des Opfers in der Rechtsmedizin in Münster den Verdacht bestätigt, wonach der 34-Jährige durch einen Stich in die Brust umgebracht wurde. Die Tat hatte sich am Freitagmorgen im Zerlegebereich des Betriebs ereignet. Die Polizei hatte eine Mordkommission namens «Schleife» gebildet.

UnternehmenTönnies Holding
Mitarbeiterzahl9007 (2018)
HauptsitzRheda-Wiedenbrück
Gründung1971

Tötungsdelikt bei Tönnies: Haftbefehl gegen 35-jährigen Arbeiter

Der Verdächtige schweige bislang zu der Tat und lasse sich von einem Anwalt vertreten. Er sei ins Gefängnis in Bielefeld-Brackwede in die Untersuchungshaft gebracht worden. Laut einer Stellungnahme der Firma Tönnies hatte der Mitarbeiter seinen Kollegen mit einem Messer angegriffen.

Notfallseelsorger hatten sich danach um die Augenzeugen gekümmert. Wegen der Spurensicherung ruhte die Produktion bei Tönnies für mehrere Stunden.

Tötungsdelikt bei Tönnies: Verdächtiger schweigt zur Tat

Update vom 13. März, 14.51 Uhr: Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ein Mann tödlich verletzt worden war, wurde Leichnam des 34-Jährigen noch am Freitag durch die Rechtsmedizin Münster obduziert. Demnach verstarb der Mann an einer Stichverletzung in die Brust. Der Beschuldigte wurde am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld dem Amtsgericht Bielefeld zugeführt, wo der zuständige Haftrichter einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags erließ. Bis dato machte der Beschuldigte keine Angaben zum Sachverhalt.

Update vom 12. März, 15.58 Uhr: Nachdem es am Freitagmorgen, 12. März, in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies zu einem tödlichen Streit gekommen ist, sind die Hintergründe noch offen. Ein Polizeisprecher machte mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen zu dem Angriff in Rheda-Wiedenbrück keine Angaben. Auch blieb offen, ob der Tatverdächtige sich zu den Vorwürfen geäußert hat.

Tötungsdelikt bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück: Produktion für Spurensicherung unterbrochen

Die Produktion bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück musste in einem Teil des Betriebs über Stunden für die Spurensicherung der Kriminalpolizei unterbrochen werden. Laut einer Stellungnahme der Firma Tönnies hatte ein Mitarbeiter seinen Kollegen mit einem Messer angegriffen. Die Polizei spricht von einem scharfen Gegenstand., mit dem ein 35-Jähriger auf seinen 34-jährigen Kollegen losgegangen sein soll.

Tönnies-Geschäftsführer André Vielstädte sagte Polizei und Staatsanwaltschaft „vollste Unterstützung“ bei den Ermittlungen zu. Betriebsrat Mustafa Kuyucu zeigte sich laut Mitteilung schockiert: „Wir sind traurig und fassungslos über die Tat. Unser Mitgefühl und Anteilnahme gilt der Familie, den Freunden und den Kollegen unseres Mitarbeiters. Wir sichern den Angehörigen, Kollegen und Freunden des Getöteten alle nötige Hilfe zu.“

Tötungsdelikt bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück: So äußern sich Polizei und Staatsanwaltschaft

Update vom 12. März, 13.27 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft in Bielefeld haben sich erstmals nach dem tödlichen Angriff bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück geäußert. In der gemeinsamen Mitteilung heißt es, die Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in dem Schlachtbetrieb sei der Polizei am Freitagmorgen gemeldet worden.

Demnach kam es gegen 7 Uhr zu dem Streit der beiden Tönnies-Mitarbeiter. „Im Zuge des Streits wurde ein 34-jähriger Mann mit einem scharfen Gegenstand durch einen 35-jährigen Mann schwer verletzt und verstarb schließlich im Krankenhaus“, heißt es weiter. Erste Angaben zum Alter der Männer in vorherigen Medienberichten stimmten demnach nicht - dort hatte es geheißen, der Täter sei 20 Jahre alt, das Opfer 33.

Messerangriff bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück - Mitarbeiter verletzt Kollegen tödlich

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wurde der dringend tatverdächtige Mann festgenommen. Eine Obduktion des verstorbenen Mannes soll ich Laufe des Nachmittags, 12. März, stattfinden. Die Mordkommission Schleife, die zusammen mit der Staatsanwaltschaft Bielefeld an der Aufklärung des Tötungsdeliktes bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück arbeitet, wird der Mitteilung zufolge von Kriminalhauptkommissar Alexander Scholz geleitet. 

Messerangriff bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück - unsere Erstberichterstattung

[Erstmeldung vom 12. März, 12.52 Uhr] Rheda-Wiedenbrück - Im Hauptwerk des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda-Wiedenbrück (Kreis Gütersloh) soll am Freitagmorgen ein Mitarbeiter einen Kollegen mit einem Messer tödlich verletzt haben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa starb der Verletzte im Krankenhaus.

Tötungsdelikt bei Tönnies: 20-jähriger Mitarbeiter soll Kollegen (33) mit Messer attackiert haben

Die Polizei Bielefeld richtete eine Mordkommission ein, machte aber zunächst keine Angaben zu dem Sachverhalt.
Laut Tönnies-Firmensprecher André Vielstädte soll bei dem Vorfall auf dem Werksgelände in Rheda-Wiedenbrück (NRW) ein 20 Jahre alter Mitarbeiter einen Kollegen (33) mit einem Messer attackiert haben.

„Trotz sofortiger Ersthilfemaßnahmen ist der Mitarbeiter im Krankenhaus verstorben“, so Vielstädte weiter. Der Vorfall habe sich in einem Teilbereich der Zerlegung von Tönnies ereignet. Bei dem mutmaßlichen Täter und dem Opfer handele es sich um rumänische Staatsbürger. Der Tatverdächtige sei festgenommen worden. Wie auch merkur.de* berichtet, sprach der Tönnies-Geschäftsführer voller Entsetzen.

Tötungsdelikt bei Tönnies: Messeattacke im Zerteilbereich

Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet. Wie es dem Bericht heißt, sei um kurz nach 7 Uhr vom Tönnies-Produktionsgelände „In der Mark“ der Notruf abgesetzt worden. Der Arbeiter mit lebensgefährlichen Verletzungen war dort von einem Kollegen im Zerteilbereich entdeckt worden, heißt es. Auch das Portal owl24.de* berichtet von dem mutmaßlichen Streit bei Tönnies, der für den 33-Jährigen tödlich endete.

In dem betroffenen Bereich des Werkes in Rheda-Wiedenbrück ruht Bild zufolge nach dem Vorfall aktuell die Produktion

Tönnies auch wegen Corona immer wieder in den Schlagzeilen - Video:

Der Fleischproduzent Tönnies ist bereits mehrfach wegen Corona-Ausbrüchen in die Schlagzeilen geraten - zuletzt grassierte das Virus in einem Werk in Sachen-Anhalt. In NRW hatte laut wa.de* ein Ausbruch bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück wochenlang die Kreise Gütersloh und Warendorf beschäftigt. - *wa.de, merkur.de und owl24.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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