Baum auf Auto eines 47-Jährigen gefallen

Tödlicher Unfall bei Sturm "Eberhard": Obduktion und Gutachten sollen neue Aufschlüsse geben

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An dieser Stelle der L776 passierte der tragische Unfall.

Nuttlar/Kallenhardt - Nach dem tragischen Unfall zwischen Bestwig-Nuttlar und Rüthen-Kallenhardt, bei dem am Sonntag während Sturm "Eberhard" ein Mann ums Leben gekommen ist, läuft die juristische Aufarbeitung des Geschehens. Das Unfallopfer wird obduziert, ein Gutachter prüft den Baum, der auf das Auto gestürzt war.

Rückblick: Am Sonntag kurz vor 16 Uhr war ein 47-jähriger Mann aus Bad Fredeburg mit seinem Wagen auf der "Nuttlarer Rennstrecke" (L776) in Richtung Nuttlar unterwegs, als ein vom Sturm entwurzelter Baum auf das Auto stürzte. Die 36-jährige Beifahrerin konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen, für den Fahrer kam allerdings jede Hilfe zu spät: Er konnte nur noch leblos aus dem Fahrzeug geborgen werden. 

Nun läuft die juristische Aufarbeitung des tragischen Unglückes. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg ordnete eine Obduktion des Toten an. "Diese kann Aufschlüsse über den genauen Unfallhergang geben", erklärte Staatsanwalt Klaus Neulken dieses Vorgehen. Außerdem könne für eventuelle spätere Vorgänge die genaue Todesursache ermittelt werden. So könnte voll und ganz ausgeschlossen werden, dass vielleicht doch etwas anderes für den Tod verantwortlich gewesen sein könnte. Ein Ergebnis der Obduktion liegt allerdings noch nicht vor.

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Hätte der Unglücksbaum vorher gefällt werden müssen?

Das gilt auch für die Untersuchung des Unglücksbaumes: Laut Neulken beurteilt ein Sachverständiger den Baum, der am Sonntag während des Sturms offenbar von schräg hinten auf das Auto gefallen war und die Fahrerseite erwischt hatte. Es soll die Frage geklärt werden, ob dieser nicht vielleicht schon vorher hätte gefällt werden müssen.

Sturmtiefs wüten über NRW

Eine weitere Frage, die nach dem Unfall im Raum steht, ist die, wann eine bewaldete Strecke wie die L776 bei solchen Stürmen überhaupt gesperrt wird und wer dafür verantwortlich ist. "Das kann nicht allgemein beantwortet werden", erklärte Polizeisprecherin Laura Burmann auf Nachfrage. Es komme dabei immer auf die Umstände an und sei somit situationsabhängig. 

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"Gesperrt wird eine Straße aber definitiv, wenn bereits Äste oder Bäume auf der Straße liegen und es kein Durchkommen mehr gibt. Eine Straßensperrung wird in der Regel von der Polizei oder der Feuerwehr veranlasst", schilderte Burmann weiter. Die Strecke zwischen Kallenhardt und Nuttlar war zum Zeitpunkt des folgenschweren Unfalls allerdings noch frei, erst danach wurde sie für den Verkehr gesperrt.

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