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13 Katzen aus Messie-Wohnung: „Man sieht ihnen an, was sie durchmachen mussten“

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13 Katzen mussten in einer Messie-Wohnung leben. Der Tierschutzverein Bochum hat sie aufgenommen. Jetzt erholen sie sich langsam von ihrem Trauma.

Bochum - 13 Katzen hat der Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V. Ende Juni 2024 aus einer Messie-Wohnung, die völlig „vermüllt und stinkend“ war, übernommen. Die Katzen, alle in einem unterschiedlichen Alter, lebten dort gemeinsam. Wie lange, weiß keiner. „Sie sind in einem schlechten Allgemeinzustand zu uns gekommen“, erzählt Nicole Klauer im Gespräch mit wa.de. Im Bochumer Tierheim lebt auch Kater Wilderich, der es ebenfalls nicht leicht hatte.

13 Katzen aus Messie-Wohnung gerettet: „Man sieht ihnen an, was sie durchmachen mussten“

Die Tierschützer sind vom Ordnungsamt der Stadt Bochum (NRW) über die Zustände informiert worden. „Auch Inzucht ist nicht ausgeschlossen“, erklärt Klauer. Bei den Katzen handelt es sich sowohl um Europäisch-Kurzhaar- als auch Britisch-Kurzhaar-Mixe. Die jüngsten Tiere sind Ende 2023 geboren, die älteste 2017. Die gute Nachricht: „Es ist kein Tier mehr in Akutbehandlung“, berichtet die Tierschützerin.

Die Katzen erholen sich langsam von ihrem Trauma.
Die Katzen sind nun in der Obhut des Tierschutzvereins Bochum, Hattingen und Umgebung e.V. © Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.

Nun erholen sich die Vierbeiner sich langsam von ihrem Trauma. „Dennoch zeigen die 13 sich aktuell noch meist sehr verunsichert und ängstlich und werden panisch bei Bedrängung“, schreibt der Tierschutzverein. Vor allem bei den jüngsten Katzen merken die Tierschützer, dass die sehr scheu sind, und nicht viel mit Menschen zu tun hatten.

„Man sieht ihn genau an, was sie durchmachen mussten. Die armen Mäuse“, schreibt eine Facebook-Userin unter dem Posting des Tierschutzvereins.

In diesem Messie-Haushalt lebten die 13 Katzen.
In diesem Messie-Haushalt lebten die 13 Katzen. © Tierschutzverein Bochum, Hattingen und Umgebung e.V.

13 Katzen gerettet – nun suchen sie ein Zuhause

Nun suchen die Tiere endlich ein liebevolles Zuhause. Die Vierbeiner werden entweder zu zweit oder zu einem vorhandenen ähnlich altem Tier vermittelt. Wichtig: Klauer erklärt, dass zukünftigen Besitzern bewusst sein muss, dass sie keine „Kampfschmuser“ mit nach Hause nehmen, sondern Vertrauensarbeit in die Katzen gesteckt werden muss. „Gesucht werden ruhige und geduldige Menschen, welche den Katzen all die nötige Zeit geben, die sie brauchen“, schreibt der Verein.

Wer sich angesprochen fühlt und den Katzen eine Chance geben möchte, kann sich bei den Tierpflegern unter der Rufnummer 0234/295950 melden.

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