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OP und Amputation: Kater Wilderich hat „harte Schale und weichen Kern“

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Wilderich musste schon einiges mitmachen. In den letzten Wochen wurde der Kater dreimal operiert. Trotzdem hat er seinen weichen Kern nicht verloren und schmust gerne.

Bochum - Wilderich kann grummelich, dann aber auch wieder ganz lieb sein. Der Langhaar-Kater mit dem murrigen Blick lebt derzeit im Tierheim in Bochum (NRW). Der Kater hatte es in der Vergangenheit nicht leicht. Deshalb musste Wilderich in seiner Zeit im Tierheim schon einige Operationen überstehen.

OP und Amputation: Kater Wilderich hat „harte Schale und weichen Kern“

Kater Wilderich ist als Fundtier zum Tierheim gekommen. Sophie Reifer vom Tierheim Bochum geht davon aus, dass „er ein Zuhause gehabt haben muss, weil er viel zu nett ist, um von draußen zu kommen“. Der Kater wird aber wohl schon einige Zeit draußen gewesen sein, so wie er ausgesehen hat. Denn Wilderich ist ein Langhaar-Kater und sein Fell war zunächst komplett verfilzt.

Kater Wilderich musste schon drei Operationen überstehen.
Kater Wilderich musste schon drei Operationen überstehen. © Tierheim Bochum

Wilderich hatte während seiner kurzen Zeit bei den Bochumer Tierschützern schon drei Operationen, erzählt Sophie Reifer vom Tierheim Bochum im Gespräch mit wa.de. Bei der ersten Operation mussten seine Lieder behandelt werden, denn die rollten sich nach innen. Bei der OP wurde er auch geschoren und das verfilzte Fell wurde entfernt. In einer weiteren Operation musste dann ein Stück von Wilderichs Schwanz amputiert werden.

Wilderich schmust gerne

„Harte Schale und weicher Kern“, so beschreibt Sophie Reifer den Kater. „Er guckt immer sehr grummelig“. Wenn man sich zu schnell bewegt und er sich erschreckt, kann es passieren, dass er faucht. Das wird laut der Tierpflegerin aber immer seltener. „Wenn man sich Zeit für ihn nimmt, dann ist das ein ganz großer Schmuser“. Wilderich ist aber nicht nur verschmust, sondern auch sehr verfressen. „Da hört dann auch manchmal die Freundschaft auf“. Es sei dem Kater sehr wichtig, dass er sein Essen kriegt. Sophie Reifer vermutet, dass er in der Vergangenheit Probleme hatte, wirklich satt zu werden und jetzt Angst hat, nicht genug abzubekommen. „Er hat einem dann auch schon mal nach der Hand gehauen, wenn es ihm nicht schnell genug ging“, sagt sie.

Nach den überstandenen Operationen soll Wilderich ein neues Zuhause finden. „Der Wilderich wäre nicht verkehrt als Einzelkater“, erklärt Sophie Reifer. Denn er hatte schon ein paar Streitpunkte mit seinen Artgenossen. Bei seinen neuen Besitzern sollte er die Möglichkeit auf Freigang haben. „Dann kann er sich so Kontakt zu anderen Katzen suchen, wenn ihm das doch fehlt“, so die Tierpflegerin. Erfahrungen mit Katzen müssen die neuen Besitzer nicht haben, allerdings sollte er in keine Familie mit kleinen Kindern vermittelt werden. Bei „ambitionierten Anfängern“ wäre der Kater laut Sophie Reifer gut aufgehoben. Wegen seines langen Fells sei nämlich viel Pflege notwendig.

Auch ein Kater in Rees musste operiert werden. In seinem Fall sind die Tierschützer sprachlos. Sie haben ihm schwer verletzt eingefangen. Beim Tierarzt kam heraus, dass ihm sechsmal in den Kopf geschossen wurde.

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