Fahndung nach Triebtäter in Hamm

Peta will den Schaf-Schänder schnappen: 1000 Euro Belohnung für Hinweise

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Symbolbild

Hamm - 1000 Euro Belohnung für Hinweise, die den Tierquäler von Bockum-Hövel überführen können - das hat jetzt die Tierrechtsorganisation Peta bekannt gegeben. Nachdem Ende Dezember ein Unbekannter ein Schaf in Hamm-Bockum-Hövel vermutlich missbrauchen wollte, schalten sich jetzt die Tierschützer ein.

„Bitte helfen Sie mit, diese Tat aufzuklären“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. Sodomie - also sexuelle Praktiken mit Tieren - sei in der deutschen Gesellschaft ein nicht zu unterschätzendes Problem. 

Am 29. Dezember fandder Vorfall in einem Stall an der Erlenfeldstraße im Hammer Stadtteil Bockum-Hövel statt. Der Gesuchte soll gegen 22 Uhr über den Weidezaun gestiegen und in den Stall eingedrungen sein. 

"Tiere leiden auch psychisch"

Dort band er einem Schaf unter anderem einen Strick um den Hals und machte das Tier bewegungsunfähig. Die in der Nähe wohnende Besitzerin bemerkte den Mann und eilte zu ihrem Stall. Daraufhin ergriff der Täter die Flucht und lief in Richtung Römerstraße davon. Der Mann hat offenbar vor, sich an dem Tier zu vergehen.

Es soll sich um einen 25 bis 30 Jahre alten und etwa 1,75 bis 1,80 Meter großen Mann handeln. Er hat eine hagere Statur und längere, dunkle Haare, die aber nicht schulterlang sind. Er trug einen längeren Anorak. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 916-0 entgegen.

"Durch den Missbrauch werden den Tieren häufig nicht nur körperliche Schmerzen zugefügt, sondern sie leiden auch psychisch unter derartigen Misshandlungen", heißt es seitens Peta. Die Organisation sagt, sie setze regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Sodomie verstößt gegen das Tierschutzgesetz

Seit der Änderung des Tierschutzgesetzes im Juli 2013 sind sexuelle Handlungen an Tieren verboten und können mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro belegt werden. Ist der Straftatbestand der Tierquälerei erfüllt, können Täter zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren verurteilt werden.

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