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Tierquälerei: Angler entdecken riesigen Fisch mit Drähten im Maul

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Von: Simon Stock

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Das Maul war von Drähten durchstochen, die ihn an Land halten sollten: Angler fanden im Rhein einen sterbenden Wels. Die Polizei ermittelt wegen Tierquälerei.

Duisburg/Neuss - Ein Angler aus Düsseldorf hat bei Neuss in NRW einen blutenden Wels aus dem Rhein gezogen. An dem rund zwei Meter langen Fisch hingen drei Drähte, die ihm ein Unbekannter offensichtlich durch sein Maul gestochen hatte, teilte die Polizei in Duisburg am Montag mit.

FlussRhein
Länge1230 km
MundNordsee

Tierquälerei am Rhein: Angler finden durchstochenen Wels in Neuss (NRW)

An die Drähte sei ein Seil geknotet gewesen, mit dem das Tier anscheinend an Land angebunden war. Dem um sein Leben kämpfenden Wels sei es wohl gelungen, das Seil durchzuscheuern und sich zunächst selbst zu befreien. Dennoch sei das Tier später verendet, hieß es.

Gequälter Wels am Rhein bei Neuss
Angler fanden diesen gequälten Wels am Rheinufer. Er starb kurze Zeit nach diesem Foto. © Polizei Duisburg

Der 34-jährige Angler rief die Wasserschutzpolizei (WSP) und berichtete von seinem Fang. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und sucht Zeugen, die am 6. Juni verdächtige Beobachtungen am Rheinufer gemacht haben.

Tierquälerei am Rhein: Fisch stirbt nach Fund

Laut einer Polizeisprecherin würden Welse oft nachts geangelt. Es könne sein, dass der Gesuchte das Tier gefangen habe und dann später bei Tageslicht holen wollte, beispielsweise um es zu fotografieren und dann stolz zu präsentieren.

Erst im vergangenen Oktober gab es einen ähnlichen Fall. Damals fanden Angler bei Düsseldorf-Volmerswerth einen Wels im Rhein, der in Ufernähe gefesselt war. Knapp zehn Meter vom Ufer der Lenne entfernt machten Spaziergänger in Plettenberg einen ungewöhnlichen Fund - denn dort lag ein unheimlich anmutendes Tier. Von vorne sah es fast aus wie ein Krokodil. (mit dpa)

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