1. wa.de
  2. NRW

Tierfutter-Lastwagen gerät in Brand - Fahrer muss ins Krankenhaus

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Michael Dülberg, Dominik Maaß

Kommentare

null
Das Führerhaus des Lastwagen stand in Flammen, als die Feuerwehr Lippetal am Autohof Strängenbach eintraf. © Feuerwehr Lippetal

[Update: 12.29 Uhr] Lippetal - Ein Lastwagen mit Tierfutter ist in der Nacht zu Mittwoch auf dem Autohof  "Strängenbach" an der Abfahrt Hamm-Uentrop an der Autobahn 2 in Brand geraten. Der 47-jährige Fahrer aus Polen musste verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Es brannte lichterloh in der Nacht zum Mittwoch auf dem Lippetaler Autohof an der Autobahn 2. Das Führerhaus eines mit Tierfutter-Zusatz L-Lysin beladenen Lastwagens geriet aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Die Kripo vermutet einen technischen Defekt. 

Der Fahrer aus Polen, der sich beim Entstehen des Feuers im Führerhaus befunden hatte, musste mit leichten Verbrennungen und einer Rauchgasvergiftung verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. 

Gegen 2 Uhr in der Nacht geriet nach Mitteilung der Polizei das Führerhaus des mit Tierfutter beladenen Lastwagens in Brand. Nach Angaben der Feuerwehr stand die Zugmaschine nur etwa 50 Meter von einer Tanksäule entfernt, als sie aus vorerst noch ungeklärten Gründen Feuer fing.

Löschangriff unter Atemschutz

„Bei Eintreffen der ersten Feuerwehreinheiten stand das Führerhaus bereits in Vollbrand“, heißt es im Einsatzbericht der Wehr. Die Beladung sei zunächst unklar gewesen, da die Ladepapiere im Führerhaus verbrannt seien. 

Die Lippetaler Feuerwehr führte einen Löschangriff mit Schaum mit mehreren Trupps unter Atemschutz durch und konnte so ein vollständiges Übergreifen des Feuers auf den Sattelauflieger verhindern. Nach einer Erkundung stellte sich die Ladung schließlich als Futtermittelzusatzstoff auf Basis von L-Lysin heraus. 

In Absprache mit der Unteren Wasserbehörde des Kreises Soest und dem Betreiber des Autohofs regelte die Wehr die Löschwasserrückhaltung und Entsorgung. 

null
Am Mittwochmorgen wurde die ausgebrannte Zugmaschine von einem Abschlepper abgeholt. © Dülberg

Am Mittwochmorgen zeigten sich die Spuren des Einsatzes auf dem Parkplatz. Der Schaumteppich war teilweise festgefroren, Spuren des aus dem Lkw-Auflieger ausgetretenen Futtermittels mussten noch entsorgt werden. Ein Abschleppdienst bockte die Zugmaschine mit dem völlig zerstörten Führerhaus auf und brachte eine Ersatz-Zugmaschine mit, um den Sattelzug fortzuschaffen. 

Am Lastwagen entstand laut Polizei ein Sachschaden von schätzungsweise 80 000 Euro. Im Einsatz waren die Löschzüge Herzfeld, Lippborg und Oestinghausen, die Feuerwehr Hamm, Rettungswagen, Polizei, das Ordnungsamt und die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest. Insgesamt dauerte der Einsatz gut dreieinhalb Stunden.

Auch interessant

Kommentare