NRW-Häftlinge müssen zum Arzt

Tattoo weg fürs Leben nach dem Knast - jetzt ist der Laser kaputt

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Bisher konnten sich NRW-Häftlinge im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg "enttätowieren" lassen - jetzt ist der Laser kaputt.

Nazi-Symbole oder Knast-Tätowierungen: So etwas konnten sich Insassen des NRW-Vollzugs über Jahre im JVA-Krankenhaus weglasern lassen. Jetzt ist das Gerät kaputt - und Häftlinge müssen zu externen Ärzten gebracht werden, wenn ein Tattoo weg soll.

Düsseldorf - 20 Jahre lang konnten sich Strafgefangene in NRW Tätowierungen im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg weglasern lassen: Inzwischen ist damit Schluss. Wie aus einer Vorlage für den Justizausschuss des Landtags hervorgeht, funktioniert das Lasergerät nicht mehr. 

Zusätzlich dürften durch neue rechtliche Bestimmungen ab Ende 2020 nur noch geschulte Ärzte Tätowierungen entfernen. Dort werden die Gefangenen jetzt bereits hingebracht.

Laut dem Bericht des Justizministers wurde 2018 noch bei 134 Gefangenen eine "Enttätowierung" in Fröndenberg vorgenommen, im ersten Quartal 2019 noch bei 74. Dann war das Gerät "nicht mehr nutzbar". 

Seit September würden "Enttätowierungen" zum "Zwecke der Resozialisierung" extern vorgenommen. Darunter fallen etwa Nazi-Symbole oder Gefängnis-Tattoos, sofern sie an "sichtbaren Körperteilen aufgebracht sind", wie es in dem Bericht heißt. - dpa

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