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Swimming Pool im Garten: Wann ist in NRW eine Genehmigung dafür erforderlich?

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Von: Erik Hlacer

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Ein Swimming Pool im Garten ist im Sommer verlockend. In NRW kann dafür eine Genehmigung nötig sein. Es kommt auf die Größe an.

Hamm - Der Sommer macht sich in Nordrhein-Westfalen breit und lockt die Menschen mit steigenden Temperaturen nach draußen. Doch was, wenn es zu heiß wird? Dann sehnt sich der ein oder andere nach einer Abkühlung, die zum Beispiel ein Swimming Pool im Garten garantiert. Auch in diesem Jahr dürften deshalb einige mit dem Gedanken liebäugeln, einen Pool aufzustellen oder zu bauen. Doch aufgepasst: In bestimmten Fällen ist eine Baugenehmigung erforderlich.

Swimming Pool im Garten: Ist eine Genehmigung in NRW erforderlich?

Ganz konkret hängt die Frage nach der Genehmigung von der Größe des Swimming Pools ab. Mit anderen Worten: Wer sich lediglich ein kleines Planschbecken im Garten aufstellt und es mit Wasser befüllt, braucht dafür selbstverständlich keine Genehmigung einer Behörde. Doch bei größeren Kalibern - insbesondere bei Einbaubecken - sieht das schon ganz anders aus.

Doch es gibt eine gute Nachricht für alle, die in einen Swimming Pool investieren wollen und zugleich hoffen, sich keine Baugenehmigung einholen zu müssen: Der Grenzwert ist in NRW - wie in vielen anderen Bundesländern auch - ziemlich hoch angesetzt. Mit anderen Worten muss der Pool schon sehr groß sein, damit eine Genehmigung erforderlich wird.

Swimming Pool im Garten: Keine Genehmigung nötig bei Schwimmbecken bis zu 100 Kubikmeter

Grundlegende Regeln sind in den Bauordnungen der 16 Bundesländer aufgeführt. In fast allen Bundesländern werden für Swimming Pools bis zu 100 Kubikmetern keine Baugenehmigung benötigt. Das trifft auch für Bauvorhaben im Land Nordrhein-Westfalen zu. In der NRW-Bauordnung steht, dass Wasserbecken mit einem Beckeninhalt bis zu 100 Kubikmetern „verfahrensfrei“ sind und somit keiner Genehmigung bedürfen.

Beispiel: In NRW wäre es prinzipiell also erlaubt, ein elf Meter langes und sechs Meter breites Becken mit einer Tiefe von 1,50 Metern zu bauen. Dennoch sollte man sich vorab informieren, ob die Gemeinde nicht vielleicht zusätzliche Verordnungen für Bauvorhaben erlassen hat. Tatsächlich können die Regeln nämlich von Ort zu Ort variieren, weshalb es sich anbietet, mit der örtlichen Baugemeinde zu kommunizieren. Grundsätzlich sind Swimming Pools von acht Metern Länge und 1,50 Metern Tiefe aber in den meisten Fällen genehmigungsfrei.

Swimming Pool im Garten: Selbst Überdachung in NRW ohne Genehmigung möglich

Zwingend benötigt wird eine Baugenehmigung, wenn der Swimming Pool größer als 100 Kubikmeter sein soll. Aber auch wenn er im Innenbereich gebaut oder überdacht wird, ist zumeist ein Genehmigungsverfahren erforderlich. In NRW gibt es allerdings eine Form der Überdachung, für die keine Genehmigung benötigt wird. Schwimmbecken (mit einem Beckeninhalt bis zu 100 Kubikmetern) einschließlich dazugehörige luftgetragene Überdachungen sind nicht genehmigungsbedürftig. Luftgetragene Überdachungen bestehen aus einer elastischen, am Boden abgedichteten Hülle, in der mit einem Gebläse ein leichter Überdruck erzeugt wird.

Eine Ausnahme stellen Bauvorhaben im Außenbereich dar, dort ist dann eine Genehmigung nötig. Als „Außenbereich“ wird dabei allerdings nicht etwa der Garten definiert, sondern nach Angaben der Stadt Hagen (NRW) fallen alle Grundstücke, die nicht im Geltungsbereich eines qualifizierten Bebauungsplans liegen und die auch nicht zu einem im Zusammenhang bebauten Ortsteil gehören darunter. Wer also sehr ländlich wohnt, sollte sich hinsichtlich der Genehmigungspflicht bestenfalls beraten lassen.

Was zum Sommer mindestens genauso unausweichlich dazu gehört wie Erfrischungen und Abkühlungen in Form eines Swimming Pools sind Insekten, die oftmals nervtötend daherkommen. Ausgerechnet im Sommer 2022 wird es aller Voraussicht nach zu einer außerordentlichen Wespenplage kommen, wie ein Experte aus NRW verrät.

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