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Sturmtief Roxana fegt über NRW: Hochwassergefahr durch Dauerregen

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Von: Hannah Decke

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Sturmtief Roxana hat NRW erreicht und bringt sehr ungemütliches Wetter mit. Es gelten Warnungen vor Dauerregen. Größere Hochwasser sind möglich.

Hamm - Seit Sonntagnacht lässt der Dauerregen viele Flüsse und Bäche in den Mittelgebirgen von Nordrhein-Westfalen anschwellen. Sturmtief Roxana hat Deutschland erreicht. Traf es zunächst den Norden, wird es im Laufe des Sonntags auch in NRW und später im Süden des Landes sehr ungemütlich. Schwere Sturmböen sind möglich, die Hochwassergefahr steigt.

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17,9 Millionen

Sturmtief Roxana fegt über NRW: Hochwassergefahr durch Dauerregen

Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sind in Teilen der Westeifel, in Staulagen des Bergischen Landes, des Sauerlandes und des Siegerlandes sowie am Eggegebirge Niederschlagsmengen von insgesamt 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden drin. „Das ist aber kein Vergleich zur Hochwassersituation im Juli“, sagte ein Meteorologe des DWD am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Bei der großen Flut hatte es über eine noch längere Zeitspanne deutlich größere Niederschlagsmengen gegeben.

Trotzdem lasst der Dauerregen viele Flüsse und Bäche in NRW anschwellen. Weil die Bodenschichten bereits gesättigt seien und zusätzlich leichte Schneeschmelze einsetze, erwartete das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) mittleres Hochwasser etwa an Lenne, Volme, Sieg und Wupper sowie in Teilen Ostwestfalen-Lippes, wie aus dem Lagebericht der Fachleute von Sonntagmorgen hervorgeht. Auch größere Hochwässer können nicht ausgeschlossen werden, hieß es dort weiter.

Sturmtief Roxana fegt über NRW: Volme-Pegel in Hagen übertritt Gefahrenschwelle

Der Volme-Pegel in Hagen-Eckesey hat bereits die Schwelle überschritten, bei der das Lanuv vor der Gefahr überfluteter Flächen und leichten Verkehrsbehinderungen warnt. Auch an weiteren Pegeln könnte dieser Informationswert erreicht werden. Der Wupperverband warnte Anlieger der Wupper und ihrer Nebenbäche besonders vorsichtig zu sein. Auch der Ruhrverband hatte vorab von möglichem Hochwasser im Einzugsgebit der Ruhr gewarnt.

Am Wochenende kommen stürmische Böen auf Deutschland und NRW zu - am Montag, 31. Januar, dann möglicherweise sogar orkanartige Böen.
Sturmtief Roxana hat NRW erreicht und bringt sehr ungemütliches Wetter mit. © Marcus Führer/dpa

Laut DWD sind am Abend von Nordwesten her auch einzelne Gewitter mit Graupel und Sturmböen um 85 km/h möglich. Im Bergland setzen oberhalb von 200 bis 400 Meter wieder Schneeschauer ein und sorgen für glatte Straßen. „Im Bergland oberhalb etwa 500 m dann gebietsweise 1-5 cm Neuschnee“, so die Wetterexperten. (mit dpa-Material)

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