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Sturm in NRW: Autofahrerin (36) schwer verletzt - was „Ignatz“ angerichtet hat

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Von: Michael Schlösser, Hannah Decke, Tobias Hinne-Schneider

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Sturm Ignatz hat am Donnerstag in NRW getobt. Der Fernverkehr rollt nach einem kurzen Stopp wieder - wenn auch nicht überall reibungslos. An der niederländischen Grenze kam es zu einem Tornado.

Update vom 21. Oktober, 22.46 Uhr: Wir fassen hier die Ereignisse des Tages zusammen: Sturm Ignatz ist über NRW hinweg gefegt - hat aber keine dramatischen Schäden angerichtet.

Vor allem Bahnreisende hatten unter den Wetter-Folgen zu leiden - sowohl im Fernverkehr, den die Bahn zwischenzeitlich einstellte, als auch im Regionalverkehr. Umgestürzte Bäume sowie Äste, die auf Gleise und Oberleitungen geweht wurden, sorgten für Zugausfälle und teilweise erhebliche Verspätungen. Die Reparaturtrupps seien zu mehr als einem Dutzend unwetterbedingten Schadensstellen ausgerückt, sagte ein Bahnsprecher. Wie lange es dauert, bis der Schienenverkehr nach dem Sturm wieder reibungslos läuft, sei zunächst nicht absehbar, hieß es am Nachmittag.

Sturm in NRW: Feuerwehren mit unzähligen Einsätzen

Für die Feuerwehren, die in vielen Orten schon in der Nacht zu Donnerstag im Einsatz waren, gab es sehr viel zu tun. Auch bei ihnen waren die Einsatzschwerpunkte umgestürzte Bäume, die Straßen unpassierbar machten, und Äste, die etwa auf geparkte Autos krachten. Hinzu kamen herabfallende Dachziegeln, ein vom Kirchturm gewehtes Kreuz in Essen, ein vom Wind umgeworfener Wochenmarkt-Stand in Ratingen und zahlreiche ähnliche Vorfälle.

Zu einem sturmbedingten Autounfall mussten Polizei und Feuerwehr in Nümbrecht (Oberbergischer Kreis) ausrücken. Dort war eine 36-Jährige schwer verletzt worden (siehe Update von 18.01 Uhr).

Sturm in NRW: Unfall nach Baum-Sturz auf ein Auto in Nümbrecht

Update vom 21. Oktober, 18.01 Uhr: Im Oberbergischen Kreis ist eine Autofahrerin schwer verletzt worden - bei einem Unfall auf der Landstraße 320 in Nümbrecht-Harscheid, nachdem ihr Auto von einem Baum getroffen worden war.

Ein Baum kippte um 9.10 Uhr auf den Skoda der 36-jährigen Frau aus Nümbrecht. Daraufhin verlor die Fahrerin die Kontrolle über ihren Wagen, kam nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich, so dass der Wagen auf dem Dach zum Liegen kam.

Bei einem sturmbedingten Unfall in Nümbrecht ist eine 36-Jährige schwer verletzt worden. Ihr Auto landete auf dem Dach.
Bei einem sturmbedingten Unfall in Nümbrecht ist eine 36-Jährige schwer verletzt worden. Ihr Auto landete auf dem Dach. © Polizei Oberbergischer Kreis

Neben diesem Unfall hat die Polizei im Oberbergischen Kreis neun weitere Unfälle im Zusammenhang mit dem Sturmgeschehen aufgenommen. Eine weitere Person erlitt leichte Verletzungen. Weiterhin wurden der Polizei 54 sturmbedingte Gefahrenstellen gemeldet, wobei es sich zumeist um umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste gehandelt hat.

Sturm in NRW: Kreuz von Kirchturmspitze geweht

Update vom 21. Oktober, 17.11 Uhr: Der Sturm hat in Essen ein großes Metallkreuz von einer Kirchturmspitze geweht. Eine kräftige Böe habe es am Vormittag aus der Verankerung gebrochen, sagte ein Feuersprecher. Stundenlang hatte es in großer Höhe zunächst an einem Blitzableiter festgehangen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das Problem: „Wir kommen mit unserer 30-Meter-Drehleiter nicht dran, so dass wir nun nichts anderes tun konnten, als den Gefahrenbereich großräumig abzusperren“, sagte der Sprecher zu Beginn des Einsatzes. Einige Eingänge und ein Parkplatz durften nicht betreten werden, bis die Gefahr gebannt war.

Am Nachmittag kam Verstärkung von einer Werksfeuerwehr aus Gelsenkirchen. Diese habe einen Hubsteiger mit ausreichender Reichweite zur Verfügung gestellt, so dass die Höhenretter das mehr als einen Meter große Kreuz sichern und vor dem Absturz bewahren konnten.

Update vom 21. Oktober, 14.49 Uhr: Stand jetzt gab es in NRW keine dramatischen Sturmauswirkungen oder schwere Verletzte. Es wurden vor allem umgekippte Bäume und herabgestürzte Äste gemeldet. Auf den Landstraßen, Autobahnen und Schienen kann es noch immer zu Einschränkungen kommen. „Gott sei Dank sind größere Schäden bislang ausgeblieben“, teilte Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittag mit.

Viele Menschen fragen sich derzeit, was zu tun ist, wenn sie von Sturmschäden betroffen sind. Welche Versicherung trägt in welchem Fall die Kosten?

Sturm in NRW: Fernverkehr rollt langsam wieder - Tornado an Grenze zu Niederlanden

Update vom 21. Oktober, 13.48 Uhr: In NRW rollen wieder die ersten Fernverkehrszüge. Wie die Deutsche Bahn am Mittag mitteilte, werde der Zugverkehr in NRW auf ersten Strecken nach und nach wieder aufgenommen. Es komme jedoch weiter zu Ausfällen und Verspätungen in weiten Teilen Deutschlands. Wie lange die Behinderungen andauerten, sei noch nicht abzusehen.

Update vom 21. Oktober, 13.07 Uhr: Bereits am Mittwochabend wurde bei Emmerich ein Tornado gesichtet. DWD-Tornado-Experte Andreas Friedrich sagte auf dpa-Anfrage, im Grenzgebiet NRW-Niederlande sei es zu dem Tornado gekommen. „Er hatte aber nur wenige Minuten Bodenberührung. Über größere Schäden ist nichts bekannt.“ Der Tornado sei im Gebiet zwischen Emmerich am Niederrhein und Heerenberg in der NL-Provinz Gelderland aufgetreten. Der Bodenkontakt habe sich auf niederländischer Seite ereignet. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Sturm in NRW: Bahn stellt Fernverkehr ein - auch Rest des Tages stürmisch

Update vom 21. Oktober, 12.14 Uhr: Ausblick für den restlichen Tag: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) teilt mit, dass es auch in den Mittagsstunden und am Nachmittag stürmisch in NRW bleibt. Die Unwetterwarnung für den Hochsauerlandkreis bleibt noch voraussichtlich bis 15 Uhr bestehen. Das Hauptwindfeld ist allerdings nordostwärts abgezogen. Die Lage ist vielerorts zunehmend ruhiger geworden. Trotzdem besteht noch immer die Gefahr von starken Sturmböen. Polizei und Feuerwehr warnen davor, sich draußen aufzuhalten. Der Bahnverkehr ist weiterhin stark eingeschränkt.

Sturm in NRW: Autobahnen und Straßen gesperrt

Update vom 21. Oktober, 11.02 Uhr: Neben dem Bahnverkehr gibt es auch auf den Autobahnen in NRW Einschränkungen durch den Sturm. Auf der A45 zwischen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen liegen in beiden Fahrtrichtungen Bäume auf der Fahrbahn. Die A44 ist zwischen Kreuz Holz und Dreieck Jackerath wegen starker Windböen gesperrt. Auf der A40 meldet die Polizei mehrere Äste, die auf der Fahrbahn liegen. Fahren Sie vorsichtig!

Auch in anderen Teilen von Deutschland wütet der Sturm. In Berlin hat die Feuerwehr wegen Sturmtief Ignatz den Ausnahmezustand ausgerufen*, berichtet fr.de*. Die Notrufe werden damit nach Priorität bearbeitet, wo Menschen in Gefahr sind.

Sturmtief Ignatz in NRW: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr ein

Update vom 21. Oktober, 10.42 Uhr: Der Fernverkehr in Nordrhein-Westfalen wurde vorübergehend eingestellt. Es ist nicht bekannt, wie lange die Störungen anhalten werden.

Update vom 21. Oktober, 10.36 Uhr: Die sturmbedingten Einsätze in NRW häufen sich. Sturmtief Ignatz sorgt vor allem im Sauerland für viel Wirbel. Im Märkischen Kreis sind zahlreiche Straßen gesperrt*, auch auf die A45 ist ein Baum gestürzt. Aber auch in den Großstädten im Rheinland haben Sturmböen Einsätze ausgelöst.

Update vom 21. Oktober, 6.39 Uhr: Sturmtief Ignatz hat heute am frühen Donnerstagmorgen Nordrhein-Westfalen erreicht. Für den Süden von NRW sowie den Hochsauerlandkreis hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) in der Nacht eine Unwetterwarnung herausgegeben. Für den Rest des Landes gilt noch immer die Warnstufe 2 - schwere Sturmböen. In den ersten Kommunen ist die Feuerwehr seit den frühen Morgenstunden schon im Einsatz. Etwa im Kreis Soest sind Bäume umgekippt und in einer Stadt der Strom ausgefallen*. Ansonsten gab es am Morgen noch keine größeren Sturmeinsätze in NRW.

Bei der Deutschen Bahn hat Sturmtief Ignatz ebenfalls erste Auswirkungen. Mehrere Züge fallen aus oder verspäten sich. Für die Eurobahn RE13 zwischen Hamm Hauptbahnhof und Venlo wurden im Bereich Düsseldorf bis Venlo Verspätungen wegen der „aktuellen Wetterlage“ gemeldet. Die Bahnstrecke zwischen Hilden und Immigrath wurde gesperrt wegen Gegenständen auf der Oberleitung. Es kommt zu Verspätungen auf der Parallelstrecke. Betroffen sind demnach die Linien RE6 (Flughafen Köln/Bonn-Minden), die RE1 (Aachen-Hamm) und die S-Bahn S1 Dortmund-Solingen. Bahnreisende werden gebeten, sich vorab zu informieren.

Ein Güterzug ist in der Nacht zu Donnerstag in Bad Godesberg mit einem Ast kollidiert, der Fernverkehr Köln-Koblenz war am Morgen beeinträchtigt. Gegen kurz vor sieben Uhr sei der Schaden behoben worden, die Fernzüge könnten wieder linksrheinisch fahren, hieß es dann wenig später. Die Fernzüge waren zuvor seit den frühen Morgenstunden zwischen Köln und Koblenz umgeleitet worden und hatten Verspätungen zwischen 20 und 90 Minuten.

Sturmtief Ignatz erreicht NRW - Bahn warnt vor Auswirkungen auf den Zugverkehr

Update vom 20. Oktober, 18.03 Uhr: Die Deutsche Bahn warnt in Nordrhein-Westfalen: Es kann zu Verspätungen und Zugausfällen kommen. Reisende bittet die Bahn auf Twitter, kurz vor Abfahrt die Reiseverbindung des Zuges zu prüfen.

Update vom 20. Oktober, 13.03 Uhr: Es wird stürmisch in NRW. Ab der Nacht zum Donnerstag werden schwere Sturmböen im ganzen Land erwartet. Ines von Hollen, Meteorologin beim DWD in Essen, rät: Wer kann, sollte zu Hause bleiben. Im Sauer- und Siegerland sind orkanartige Böen drin. Im Märkischen Kreis werden erste Ausläufer des Sturms* schon am Mittwochnachmittag erwartet. Auch etwa für den Kreis Soest ist eine amtliche Warnung vor heftigen Windböen* herausgegeben worden. „Wer morgen die Möglichkeit hat, im Home-Office zu arbeiten, sollte das nutzen“, riet die Meteorologin am Mittwoch. 

Wetter in NRWWetteraussichten
Mittwochstark bewölkt, Schauer, max. 19 Grad, abends stürmisch
DonnerstagRegenschauer, stürmisch, max. 14 Grad
Freitagbewölkt, vereinzelt Schauer, max. 10 Grad
Samstagsonnig bis wolkig, max. 12 Grad

Update vom 20. Oktober, 12.20 Uhr: Zu Hendrik kommt Ignatz. So heißen die beiden Tiefdruckgebiete, die zu einem Tiefdurchkomplex zusammenwachsen. Sie bringen uns den Sturm nach NRW. Die Jalousien werden in der kommenden Nacht kräftig rappeln, denn der Höhepunkt des Sturms wird am frühen Donnerstagmorgen erwartet.

Wetterwarnung für NRW: Deutscher Wetterdienst äußert sich

Update vom 20. Oktober, 9.30 Uhr: Sturm Hendrik erreicht heute Abend NRW. Die Vorhersage für das Wetter im Westen ist eindeutig: „Da ist heute ordentlich Zunder“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „In der zweiten Nachthälfte kann es richtig ruppig werden.“ Was bedeutet dies genau? Selbst in tiefen Lagen sind orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von 100 bis 110 km/h möglich. In Süddeutschland seien auf exponierten Gipfeln sogar Windgeschwindigkeiten von 120 km/h möglich, berichtet merkur.de*. Auch die Mittelgebirge werden stark betroffen sein, so hna.de*.

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) wird erwartungsgemäß heute eine Wetterwarnung herausgeben. Bereits am Mittwochmorgen gilt für nahezu ganz NRW eine amtliche Warnung vor Windböen. Dies ist allerdings erst eine Wetterwarnung der Stufe 1 (gelb). Es gibt insgesamt vier Warnstufen beim DWD.

Sturm/Wetter in NRW: Kuriose Temperaturen bevor Ignatz und Hendrik kommen

[Erstmeldung] Hamm - Der erste große Sturm im Herbst 2021 zieht über NRW. Die Wetteraussichten für diese Woche werden immer deutlicher. Wetter.net-Meteorologe Dominik Jung warnt im Westen vor orkanartigen Böen. Die Tiefs Ignatz und Hendrik kommt. So wird das Wetter heute, morgen und in dieser Woche.

Wie geht es weiter mit dem Wetter in NRW? Das Hoch Philine ist abgezogen, ein Tief steht vor der Haustür, sagt Dominik Jung im aktuellen Video von wetter.net. Mit diesem Tief kommt warme Luft aus Südeuropa. Der Luftdruck stürzt in den Keller und dadurch wird es zwischenzeitlich wild im Westen. Entwarnung vorab: Der Sturm mit Tief Hendrik zieht schnell über uns weg, am Wochenende beruhigt sich die Lage schnell wieder. Im vergangenen Jahr war mit Sturm Kirsten schon Ende August ein erster Herbststurm über NRW gezogen.

Sturm/Wetter in NRW: Vor Ignatz und Hendrik ist es mild

Aber der Reihe nach beim Wetter in NRW: Am Dienstag erleben wir im Westen einen stark bewölkten Himmel. Regen fällt wahrscheinlich kaum oder gar nicht. Dafür ist es recht mild. Die Temperaturen in Westfalen betragen teilweise knapp 20 Grad.

Auch morgen am Mittwoch geht es so mild weiter. Die Temperaturen bleiben ähnlich, es kann noch einmal bis zu 19 Grad warm werden. Auch am Mittwoch fällt wahrscheinlich kaum Regen. Zum Abend steigt die Wahrscheinlichkeit für erste Schauer. Kurios: Von spätsommerlichen Temperaturen wechseln wir direkt in den Herbststurm. Im Rheinland kann am Dienstag und Mittwoch sogar die 20-Grad-Marke überschritten werden.

Sturm/Wetter in NRW: Ignatz erreicht Mittwochabend den Westen

Dann am Mittwochabend dreht das Wetter in NRW auf: Der erste Sturm im Herbst 2021 kommt. Zum Mittwochabend hin nehme die Sturmentwicklung zu, sagt Jung. Es kommen erste Sturmböen auf den Norden und den Westen zu. Die Windgeschwindigkeit könne bis zu 90 km/h betragen.

Sturm NRW Warnung
Der erste Sturm im Herbst 2021 kommt auf NRW zu. Das Wetter wird wechselhaft und es drohen orkanartige Böen. © dpa / Bernd Thissen / Montage: wa.de

„In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag dreht der Wind nochmal auf“, sagt Meteorologe Dominik Jung. Windgeschwindigkeiten von 100 bis 110 km/h seien in NRW möglich. „Punktuell können orkanartige Böen auftreten.“ Wie immer bei Sturm gilt: Passen Sie auf sich auf! Meiden Sie Wälder, achten Sie auf herabfallende Äste. Am Donnerstag zieht der Sturm aus NRW Richtung Ostdeutschland weg. Die schlimmsten Auswirkungen von Tief Hendrik sind damit überstanden.

Sturm/Wetter in NRW: Nach Ignatz und Hendrik kommt sonniges Wochenende

Ab Ende der Woche beruhigt sich die Wetterlage dann wieder. Tief Hendrik ist schnell passé. Zum Wochenende hin schaut die Vorhersage für NRW sogar wieder ganz gut aus. Zwar erwartet uns kein Goldener Oktober wie an den beiden vorhergehenden Wochenenden. Nach aktueller Tendenz erwartet uns trockenes und sonniges Wetter mit angenehmen Temperaturen rund um 15 Grad.

Von einem frühen Wintereinbruch ist in den Wettermodellen übrigens noch nichts zu sehen. Der 14-Tage-Trend deutet auf einen unspektakulären Start in den November hin. Es sieht nach typisch wechselhaftem Herbstwetter aus. *fr.de, come-on.de, soester-anzeiger.de, hna.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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