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Sturm in NRW: Unwetterwarnung aufgehoben - öffnen Schulen wieder?

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Von: Michael Schlösser, Daniel Großert

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Sturm Ylenia hat NRW erreicht. Die Feuerwehren hatten viel zu tun, es gab Probleme bei der Bahn. Nun gibt es eine Entscheidung, ob die Schulen wieder öffnen.

Update vom 17. Februar, 13.10 Uhr: Nach dem sturmbedingten Unterrichtsausfall am Donnerstag sollen die Schulen in NRW am Freitag wieder öffnen. Wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag sagte, stehe man nach wie vor im engen Kontakt zum Deutschen Wetterdienst. Aktuell sehe es aber nicht danach aus, dass der Unterricht auch am Freitag ausfallen werde. Auf Sportunterricht im Freien oder Außenveranstaltungen solle aber möglichst verzichtet werden, hieß es aus dem Schulministerium in Düsseldorf. Schüler, die am Freitag die Schule begründet aufgrund von Unwetterfolgen - zum Beispiel eingeschränkter Bus- und Bahnverkehr oder Straßensperren - nicht erreichen können, gelten als entschuldigt.

Update vom 17. Februar, 11.52 Uhr: Noch etwa 5500 Menschen in NRW sind nach Sturm Ylenia ohne Strom. Wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Westnetz sagte, seien vor allem Haushalte in der Region rund um Arnsberg sowie im Raum Siegen betroffen.

Sturm in NRW: Zehntausende Menschen in der Nacht ohne Strom

Update vom 17. Februar, 10.30 Uhr: Das Gröbste scheint überstanden zu sein. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat die amtliche Unwetterwarnung (Stufe 3) für NRW mittlerweile aufgehoben. Stattdessen gibt es nun nur noch eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen, die noch bis Donnerstag um 15 Uhr gilt. Es ist aber weiter Vorsicht geboten: Laut DWD sind immer noch Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h möglich. Zum Abend hin soll Sturm Ylenia weiter nachlassen.

Doch nach dem Sturm ist vor dem Orkan: Für Freitagabend gibt es eine „Vorabinformation Unwetter“ des Wetterdienstes. Demnach seien Orkanböen bis 140 km/h nicht auszuschließen. Die Vorabinformation gilt für das nördliche Nordrhein-Westfalen. Die genaue Zugbahn von Orkan Zeynep sei aber noch unsicher.

Update vom 17. Februar, 8.58 Uhr: Zehntausende Menschen im Kreis Borken waren in der Nacht zu Donnerstag ohne Strom. Gegen 3 Uhr war der Strom in mehr als 50.000 Haushalten ausgefallen, weil Bäume wegen des Sturms auf ein Umspannwerk gestürzt waren. Mittlerweile sei die Störung aber behoben, wie Netzbetreiber Westnetz am Morgen erklärte.

Im Verlauf des Donnerstags dürfte Sturm Ylenia in NRW kaum abflachen. „Das Gröbste ist erstmal durch, aber Richtung Mittag gibt es nochmal ein zweites Windmaximum vor allem im Norden und Osten NRWs“, sagte Jan Kärger, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen.

Sturm Ylenia in NRW: Weiter Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h möglich

Update vom 17. Februar, 7.50 Uhr: Es ist noch nicht vorbei. Sturm Ylenia beschert NRW eine weitere Schauerlinie. Im Ruhrgebiet bis Richtung Hamm kommt es sogar zu Gewittern. Hier kann es weiter zu Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten um 100 km/h kommen.

Update vom 17. Februar, 7.00 Uhr: Wer nicht auf die Bahn angewiesen ist, sollte heute auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Wegen Sturm Ylenia hat die Bahn den Fernverkehr in mehreren Bundesländern eingestellt. Das betrifft Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. Die Nordwestbahn hat am Donnerstagmorgen wegen der Sturmschäden den Zugverkehr komplett eingestellt.

Sturm Ylenia am Donnerstag in NRW: Feuerwehren im Dauereinsatz

Update vom 17. Februar, 5.20 Uhr: Sturm Ylenia hat NRW heute Nacht ordentlich durchgepustet, aber ohne die ganz großen Schäden zu hinterlassen. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Die Bahn meldet zahlreiche Sperrungen, unter anderem im Münsterland zwischen Coesfeld und Münster. Im Oberbergischen Kreis kollidierte schon am späten Abend eine Regionalbahn mit einem Baum. In Monschau und Borken kam es in der Nacht kurzzeitig zum Stromausfall. In Paderborn stürzte eine Solaranlage vom Dach.

In Marienheide im Oberbergischen Kreis kollidierte ein Zug mit einem durch Sturm Ylenia umgestürzten Baum.
In Marienheide im Oberbergischen Kreis kollidierte ein Zug mit einem durch Sturm Ylenia umgestürzten Baum. © Markus Klümper

Am stärksten betroffen vom Sturm sind am Morgen alle Bahnreisende. Sie sollten unbedingt vor ihrer Fahrt ihre Verbindung auf zuginfo.nrw oder über die Bahn-App auf dem Mobiltelefon überprüfen.

Sturm in NRW: Auto am Donnerstag lieber stehen lassen

Update vom 16. Februar, 22.35 Uhr: Sturm Ylenia legt nach und nach zu. Wie der WDR berichtet, gab es am Mittwochabend in NRW bereits erste Sturmböen mit bis zu 90 km/h (Windstärke 10). „Das wird in der Nacht noch zulegen“, sagte ein Wetter-Experte des Senders. Eine Kaltfront sorge dann für noch höhere Windgeschwindigkeiten. In einigen Regionen wie dem Märkischen Kreis haben die Feuerwehren bereits ihre ersten Einsätze bewältigt.

Update vom 16. Februar, 19.05 Uhr: Der Landesbetrieb Straßen.NRW appelliert wegen Sturm Ylenia, „auf nicht notwendige Fahrten mit Auto, Lastkraftwagen, Motorrad oder Fahrrad zu verzichten“. Lkw sollten zudem keine Leerfahrten machen, wie Straßen.NRW mitteilte. Durch Sturm- oder Orkanböen sei jederzeit mit umgestürzten Bäumen oder herabfallen Ästen zu rechnen, „die zu Gefahr von Leib und Leben führen können“. Wer dennoch mit seinem Fahrzeug fahren muss, soll seine Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen.

Während der Landesbetrieb einen Abschnitt der L697 in Plettenberg im Märkischen Kreis wegen des angekündigten Sturms in NRW bereits vorsorglich gesperrt hat, könnte es zu weiteren präventiven Straßensperrungen kommen. „Alle Einsatzkräfte des Landesbetriebs stehen zudem in Bereitschaft, um mögliche Sturmschäden schnell beseitigen zu können“, erklärte Straßen.NRW.

Update vom 16. Februar, 17.00 Uhr: NRW wartet auf Sturm Ylenia. Im ganzen Land bereiten sich Feuerwehr und Polizei auf Einsätze vor. Die Bahn kündigt an, Mitarbeiter und Einsatzfahrzeuge in Bereitschaft zu versetzen, um Sturmschäden schnell beseitigen zu können. Der ADAC bitte Autofahrer, vorsichtig unterwegs zu sein - speziell in den Morgenstunden. Spaziergänger sollten baumreiche Gebiete meiden. Kinder haben wegen der Sturmwarnung schulfrei. Eine weitere Warnung gilt bereits für Freitagnachmittag, wenn mit Orkan Zeynep ein weiteres Orkantief NRW erreicht.

Sturm in NRW: Keine Schule am Donnerstag

Update vom 16. Februar, 14.00 Uhr: Sturm Ylenia trifft in der Nacht auf Donnerstag in NRW ein und wird zwischen 2 und 5 Uhr die höchsten Windgeschwindigkeiten erzielen. Kinder müssen morgen in NRW nicht in die Schule. Die Erwachsenen sollten aber pünktlich auf der Arbeit sein, rät ein Experte. Arbeitnehmer müssen in der Regel trotz Sturm und Verkehrsstörungen pünktlich im Büro oder im Betrieb erscheinen.

Update vom 16. Februar, 12.20 Uhr: Wegen der Sturmwarnung fällt am Donnerstag in NRW die Schule aus. Das hat Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwoch im Landtag angekündigt. Zudem appellierte Familienminister Joachim Stamp an Eltern, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken und zu Hause zu betreuen. Gebauer sagte, sie wolle nicht, dass Schüler „im Auge des Sturms“ die Schulen aufsuchen. Die Schulen würden informiert, kündigte die Ministerin an. Die Bezirksregierungen handelten ebenfalls entsprechend kurzfristig.

Update vom 16. Februar, 7.30 Uhr: Sturm am Donnerstag - das steht fest. Orkan am Freitag - das ist noch unsicher. So lässt sich die Wettervorhersage verkürzt zusammenfassen. Tief Xandra ist bereits in Deutschland angekommen und beschert uns seinen windigen und vor allem nassen Mittwoch. In der Nacht folgt Tief Ylenia mit Sturm- oder sogar Orkanböen. Wichtig: Die Böen betreffen nicht nur das Bergland, sondern auch tiefe Lagen in NRW. Es gilt eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor markantem Wetter (Stufe 2). Von Freitag auf Samstag droht dann eine weitere Sturm- oder Orkanlage. Orkan Zeynep wird Deutschland treffen.

In vielen Regionen in NRW bereiten sich Einsatzkräfte auf den Donnerstag vor. Es gilt eine Unwetterwarnung für den Kreis Soest, eine Unwetterwarnung für den Märkischen Kreis sowie eine Unwetterwarnung für das Sauerland mit dem HSK und dem Kreis Olpe.

Sturm in NRW: Donnerstag Sturm, Freitag Orkan?

Update vom 15. Februar, 17 Uhr: Der Sturm kommt offenbar noch früher in NRW an. Das deutsche Wettermodell ICON berechnet schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag orkanartige Böen für den Westen Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst hat daher bereits eine sogenannte „Vorabinformation Unwetter“ veröffentlicht - dies ist die Vorstufe einer Wetterwarnung. Ab Mittwoch, 16. Februar, 22 Uhr sind Orkanböen mit einer Windstärke von 11 bis 12 möglich. Donnerstagabend soll der Wind abschwächen.

Update vom 15. Februar, 11.30 Uhr: Der Sturm wird kommen - das ist klar. Wie weit NRW betroffen sein wird, dagegen noch nicht. „Für weite Teile Westeuropas steht eine schwere Sturmlage an“, bestätigt Dominik Jung von wetter.net. Neben dem deutschen Wettermodell ICON berechnet auch das amerikanische Wettermodell laut Jung einen Orkan im Binnenland. Der ICON-Berechnung zufolge sind in der Nacht von Freitag auf Samstag in NRW Orkanböen von bis zu 130 km/h möglich. Das europäische Wettermodell ECMWF dagegen berechnet das Orkantief nördlicher. Dann würde eher Norddeutschland betroffen sein und NRW weniger.

Dominik Jung wetter.net Sturm Orkan
Der Sturm trifft NRW früher als gedacht. Schon in der Nacht auf Donnerstag sind Orkanböen möglich. Der Deutsche Wetterdienst gibt eine Vorabinformation heraus. © Screenshot: wetter.net

Update vom 14. Februar, 15.30 Uhr: Kommt „nur“ ein Sturm, oder sogar ein Orkan nach NRW? Auch am Montag lassen die Wettermodelle Böses vermuten. „Das sieht wirklich dramatisch aus“, sagt Dominik Jung von wetter.net. Der Meteorologe richtet seinen Blick auf das ICON-Wettermodell, das der Deutsche Wetterdienst verwendet. Bei der Berechnung vom Montag sind für den Freitag Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von 130 bis 140 km/h zu sehen - und das sogar in tiefen Lagen in NRW.

Sturm in NRW: Wettermodelle berechnen Orkantief

[Erstmeldung] Hamm - Ein Sturm wird über NRW in dieser Woche hinwegziehen - das steht fest. Wie schlimm das Wetter genau wird, lässt sich erst Mitte der Woche genau sagen. Der Sturm könnte sich zu einem Orkan entwickeln. Die Wettermodelle ähneln sich und daher warnen die Meteorologen vor Böen von über 100 km/h.

Fast genau zwei Jahre ist es her, als der letzte heftige Sturm NRW getroffen hat. Orkan „Sabine“ zog am Sonntag, 9. Februar 2020, über Deutschland hinweg. Meteorologen hatte Tage zuvor gewarnt. Am Ende blieben zum Glück die ganz großen Schäden aus. Über 7.100 Einsätze zählte das Lagezentrum in NRW. Teilweise wurden Autos, Häuser und Dächer durch umstürzende Bäume stark beschädigt. Schulen blieben am Montag, 10. Februar 2020, geschlossen.

Nun könnte es fast genau zwei Jahre später ähnlich kommen. „Die Sturmlage wird immer wahrscheinlicher“, sagt Dominik Jung, Meteorologe von wetter.net. Doch Jung schränkt ein: „Es handelt sich um eine Momentaufnahme.“ Ähnlich erklärt es Fabian Ruhnau, Meteorologe bei Kachelmannwetter. „Wir bleiben erstmal auf dem Boden. Es sind noch 5 Tage hin. Aber es sieht ziemlich brisant in Sachen Sturm aus“, sagt Ruhnau. Immer mehr Wettermodelle berechnen für den Freitag sogar ein Orkantief. Beherzigen Sie daher einige Vorsichtsmaßnahmen, um Haus, Garten und Auto zu schützen.

Sturm in NRW: Wetter ändert sich in der neuen Woche

Dass NRW einen Sturm erleben wird, steht fest. Die Wetterlage stellt sich um, es kommt eine Westwetterlage in Gang. Am Montag und Dienstag wird es im Westen bewölkt, es fällt aber nur vereinzelt Regen. Anders am Mittwoch: Der Wind legt zu, es kommen viele Wolken und es wird häufig nass.

Spannend wird es am Donnerstag. „Wir sehen ein Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik, das sich zu einem Orkantief entwickeln kann“, erklärt Ruhnau. Sturmschwerpunkt wird in der Nordhälfte Deutschlands liegen. „Da geht es rund am Donnerstag.“ Das europäische Wettermodell berechnet Windgeschwindigkeiten von 90 bis 100 km/h in Norddeutschland. Auch NRW wird davon betroffen sein. Einige Modelle sehen sogar Orkanböen bis zu 130 km/h. Erst vor einer Woche hatte Sturmtief Roxana NRW erreicht und ungemütliches Wetter mitgebracht. 

Sturm in NRW: Orkan am Freitag möglich

Doch wie geht es dann weiter mit dem Wetter? Wird aus dem Sturm ein Orkan? Es ist möglich, sagt Meteorologe Ruhnau. Panikmache will der Wetterexperte auf keinen Fall verbreiten. „Man muss noch keine Warnkarten machen, das bringt noch nichts. Am Dienstag und Mittwoch werden die Vorhersagen konkreter. „Bevor wir jetzt schon die Pferde scheu machen“, sagt Ruhnau. Der Blick auf die Wetterkarten bleibt also spannend. Der letzte Sturm, der NRW getroffen hatte, war im Oktober 2021 Sturm Ignatz. Hier waren speziell Bahnreisende betroffen, weil der Zugverkehr eingestellt werden musste. Dies ist auch am Donnerstag und Freitag dieser Woche möglich. *come-on.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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