An Oberleitung

Stromschlag: 20-Jähriger lebensgefährlich verletzt - Trotzdem Glück im Unglück

Stromschläge können lebensgefährlich sein.
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Durch einen Stromschlag an einer Oberleitung verletzte sich ein 20-Jähriger lebensgefährlich.

Oberleitungen sind unheimlich gefährlich - selbst wenn man nicht unmittelbar mit ihnen in Kontakt tritt. Ein 20-Jähriger erlitt einen lebensgefährlichen Stromschlag, aber hatte trotzdem Glück im Unglück.

Paderborn - In der Nacht zum Sonntag (10.Januar) ist es am Hauptbahnhof Paderborn zu einem schweren Unfall gekommen, bei der eine Person lebensgefährlich verletzt wurde. Die Polizei geht von Leichtsinn oder Gedankenlosigkeit aus. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtPaderborn
RegierungsbezirkDetmold
Fläche151.633 (31. Dez. 2019)
Einwohner179,4 km²

Stromschlag an Oberleitung: 20-Jähriger aus Paderborn lebensgefährlich verletzt - Landung in Schotterbett

Nach ersten Erkenntnissen hatten sich zwei junge Männer (19 und 20) aus Paderborn unberechtigt in der Abstellgruppe aufgehalten, als der 20-Jährige auf einen abgestellten Güterwagen für Schüttgut kletterte. Am oberen Rand des Güterwagens habe er einen schweren Stromschlag durch die Oberleitung erlitten und sei aus etwa vier Metern Höhe in das Schotterbett gefallen.

Der 20-jährige Paderborner erlitt dabei zwischenzeitlich lebensgefährliche Verletzungen. Laut Einschätzungen der Polizei hatte er jedoch noch Glück im Unglück. Demnach verlaufen solche Unfälle in den meisten Szenarien sofort tödlich.

Unmittelbar nach dem Unfall verließ der 19-Jährige zusammen mit dem Schwerstverletzten die Abstellgruppe in Richtung Innenstadt. Dort klingelte er bei einem Anwohner, der die Rettungsleitstelle informierte. Der heraneilende Notarzt stellte bei dem jungen Mann akute Lebensgefahr fest. Er wurde daraufhin mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus Salzkotten transportiert.

Stromschlag an Oberleitung: 20-Jähriger aus Paderborn schwebt nicht mehr akut in Lebensgefahr

Trotz großflächiger Verbrennungen schwebt er nach Auskunft des Krankenhauses nicht mehr akut Lebensgefahr. Der
19-Jährige, welcher nicht auf den Waggon geklettert war, blieb körperlich unverletzt, stand jedoch unter Schock.

Die Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang ausdrücklich vor dem Betreten von Bahnanlagen und Gleisen. Die Gefahren werden oft unterschätzt, da vor allem die Oberleitungen Gefahren eines Stromschlages bergen. Dazu bedarf es nicht einmal einer Berührung der Oberleitung. Bereits ein Abstand von ein bis zwei Metern kann reichen, um einen tödlichen Stromschlag durch einen Spannungsüberschlag zu erleiden.

Der Unfall aus Paderborn ist kein Einzelfall. Bei einem Arbeitsunfall mit einem Stromüberschlag hat sich ein Bahnmitarbeiter aus Recklinghausen erst vor Kurzem schwer verletzt. Er musste daraufhin in eine Klinik transportiert werden.

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