"Ich will mein Restgeld zurück" 

Streit um geplatzten Drogendeal - und die Bundespolizei muss "vermitteln"

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Symbolfoto

Dortmund/Unna - Absurder Streit zwischen vier Männern um einen Drogenkauf: Die Bundespolizei musste am Dortmunder Hauptbahnhof einschreiten und "vermitteln". Das Ende der Geschichte dürfte gar nicht nach dem Geschmack der Streithähne gewesen sein. 

"Ich wollte nur Haschisch für 20 Euro und nicht für 50 Euro, ich will mein Restgeld zurück" - so zitiert die Bundespolizei die Worte eines 30-Jährigen, der sich über einen Drogenkauf äußerst unzufrieden zeigte.

Gegen 16.30 Uhr am Mittwoch wurde die Bundespolizei demnach über eine Streitigkeit am Dortmunder Hauptbahnhof informiert. Als Bundespolizisten vor Ort eintrafen, diskutierten insgesamt vier Männer immer noch lautstark. Die Beamten befragten sie dann getrennt voneinander.

Streit zwischen Käufer und Verkäufer

Ein 30-jähriger iranischer Staatsangehöriger erklärte den Beamten deren Angaben zufolge, dass er bei einem der Männer für 20 Euro Haschisch kaufen wollte. Er hätte daraufhin mit einem 50 Euroschein gezahlt und auch für das ganze Geld Haschisch bekommen. Er wolle jedoch nur für 20 Euro Drogen kaufen und sei deswegen mit dem Verkäufer in Streit geraten.

Bei dem Verkäufer handelte es sich laut Bundespolizei um einen 23-jährigen Algerier, der als Asylbewerber in Unna wohnt. Bei einer Durchsuchung des Mannes seien dann auch eine geringe Menge Haschisch sowie 220 Euro Bargeld sichergestellt worden. Bei seinen beiden 17- und 47-jährigen Begleitern, bei denen es sich ebenfalls um algerische Staatsangehörige aus Unna handelte, wurde Bargeld in "Dealer-typischer Stückelung" gefunden und sichergestellt, heißt es weiter.

Alle vier Männer müssen mit Konsequenzen rechnen

Alle Personen seien anschließend auf der Wache erkennungsdienstlich behandelt worden. Anschließend hätten Bundespolizisten die beiden 17- und 23-jährigen Männer der Dortmunder Kriminalpolizei überstellt.

Gegen alle Männer werde ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet, so die Bundespolizei. Die Ermittlungen dauern demnach an. -eB

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