Kleine Anzahl von Mitarbeitern streikt in Werne

Streiks bei Amazon: Nur wenige Beschäftigte legen am "Prime-Day" die Arbeit nieder

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Werne - Es ist mal wieder soweit: Beim Online-Händler Amazon wird nach Angaben der Gewerkschaft Verdi seit dem frühen Montagmorgen gestreikt - auch am Amazon-Standort in Werne. Nach Angaben des Unternehmens allerdings nur eine kleine Anzahl von Mitarbeitern.

Verdi-Handelsexperte Orhan Akman rechnete im Vorfeld des Streiks mit einer guten Beteiligung. Die Kollegen seien "ziemlich verärgert". Anlass ist der bis einschließlich Dienstag laufende Aktionstag "Prime-Day" mit Sonderangeboten für Stammkunden. 

"Der Betrieb in Werne und an allen anderen Standorten ist ganz normal gestartet, nur eine kleine Anzahl der Mitarbeiter beteiligt sich", teilte Virginia Sutter von der Amazon-Pressestelle auf Anfrage mit. Auswirkungen gebe es in ganz Deutschland nicht.

Der Streikaufruf hätte keinen Einfluss auf die Einhaltung des Lieferversprechens, denn "die überwältigende Mehrheit" der Mitarbeiter arbeite normal, hieß es in einem Statement des Unternehmens. 

Der Streik kommt nicht überraschend: Bereits 2018 streikten die Beschäftigten in Werne an dem Aktionstag.

Die Arbeitsniederlegungen laufen unter dem Motto "Kein Rabatt auf unsere Einkommen". Akman sagte, die Kollegen seien "ziemlich verärgert". Verdi kämpft seit mehr als sechs Jahren um einen Tarifvertrag und Lohnerhöhungen. In ganz Deutschland hat Amazon zwölf Warenlager an elf Logistikstandorten und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 13.000 Angestellte.

Zu den Löhnen in Werne gab das Unternehmen folgende Erklärung: "In Werne beginnen die Mitarbeiter mit einem Lohn von mindestens 11,27 Euro brutto pro Stunde. Nach 24 Monaten sind es im Durchschnitt 2438 Euro brutto im Monat, inklusive zusätzlicher Leistungen wie leistungsbezogener Boni. Hinzu kommen Überstundenzuschlag, Aktien und weitere Zusatzleistungen."

Erst im April streikten die Amazon-Beschäftigten in Werne für einen Tarifvertrag und eine Lohnerhöhung.

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