Auf der A33 bei Steinhagen

Motorradfahrer rettet sich nur mit Sprung über die Leitplanke vor Lkw

Dieses Motorrad hat nur noch Schrottwert, nachdem es auf der A33 im Anschluss an einen Sturz noch von einem Lkw 90 Meter weit mitgeschleift wurde.
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Dieses Motorrad hat nur noch Schrottwert, nachdem es auf der A33 im Anschluss an einen Sturz noch von einem Lkw 90 Meter weit mitgeschleift wurde.

[Update 14.37 Uhr] Mit einem beherzten Sprung über die Leitplanke hat sich ein Motorradfahrer auf der Autobahn vor einem Lkw in Sicherheit gebracht, der die Maschine erfasste.

Steinhagen - Ein Motorradfahrer (26) aus Bielefeld ist am Montagabend gegen 22.15 Uhr bei einem Unfall auf der A33 zwischen Halle-Künsebeck und Steinhagen verletzt worden, hatte aber insgesamt eher noch Glück im Unglück.

Der Bielefelder war auf der Autobahn in Richtung Brilon unterwegs, als er aus noch nicht bekannter Ursache auf dem linken Fahrstreifen eine Vollbremsung einleitete. Dadurch geriet das Motorrad in Schräglage und rutschte mit dem 26-Jährigen - auf der Seite liegend - vom linken Fahrstreifen nach rechts gegen einen vorausfahrenden Lkw-Gliederzug eines 38-jährigen Lkw-Fahrers aus Nürnberg.

Der Hondafahrer konnte sich aber noch reaktionsschnell hinter die Leitplanke retten. Die Maschine blieb auf dem rechten Fahrstreifen der Autobahn liegen, ein Lkw-Fahrer aus Recklinghausen erkannte das Hindernis zu spät und erfasste mit der DAF-Zugmaschine das Motorrad.

Dazu die Polizei: "Ein nachfolgender 68-jähriger Lkw-Fahrer aus Recklinghausen schob das unbeleuchtete Motorrad noch circa 90 Meter vor seiner Zugmaschine her, bis er mit seinem Sattelzug zum Stillstand kam. Er konnte nicht ausweichen, weil sich ein Pkw auf dem linken Fahrstreifen befand."

Die A33 war rund eine Stunde lang komplett gesperrt. Der Löschzug Künsebeck und die Feuerwehr aus Halle streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und reinigten die Fahrbahn.

Während die beiden Lkw-Fahrer unverletzt blieben, musste der Motorradfahrer vom Notarzt aus Halle an der Unfallstelle versorgt und anschließend mit dem in Amshausen stationierten Rettungswagen in ein Bielefelder Krankenhaus eingeliefert werden. 

Der Löschzug Künsebeck und später auch die Kameraden aus Halle streuten ausgelaufene Betriebsstoffe ab und reinigten die Fahrbahn. 

Während der etwa einstündigen Vollsperrung stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von etwa einem Kilometer. Der rechte Fahrstreifen blieb bis kurz vor ein Uhr gesperrt, anschließend war die Autobahn wieder komplett befahrbar.

Die Honda wurde nach Angaben der Polizei total beschädigt. Die Autobahnpolizisten schätzten den Sachschaden auf circa 8200 Euro. An dem Nürnberger Gliederzug des 38-Jährigen und an dem Sattelzug des 68-Jährigen entstanden leichte Sachschäden - sie blieben fahrbereit.

"Warum der 26-Jährige mit seinem Motorrad ein Bremsmanöver einleitete, ist der Polizei bisher noch nicht bekannt", so die Ermittler.

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