Feuerwehr im Einsatz

Nachbarn hören Schreie: Leiche nach Brand in Carport gefunden - Kripo ermittelt

Nachdem die Feuerwehr nach einem Brand in Steinhagen (NRW) eine Leiche gefunden hatte, bauten die Einsatzkräfte eine Sichtschutzwand auf.
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Nachdem die Feuerwehr nach einem Brand in Steinhagen (NRW) eine Leiche gefunden hatte, bauten die Einsatzkräfte eine Sichtschutzwand auf.

Schrecklicher Vorfall im Kreis Gütersloh: Nach einem Brand in einem Carport fand die Feuerwehr eine Leiche. Nachbarn hatten zuvor Schreie gehört. Die Kripo ermittelt nun.

Steinhagen (NRW) - Für einen Mann, der am Freitagmittag tot bei Aufräumarbeiten nach einem Brand in einem Carport in Steinhagen bei Bielefeld (NRW) gefunden wurde, kam jede Hilfe zu spät. Die Ursache für den Brand ist noch nicht geklärt, die Staatsanwaltschaft beauftragte einen Sachverständigen mit den Ermittlungen.

Um 13.25 Uhr hörten Nachbarn im Steinhagener Ortsteil Amshausen mehrere laute Schreie. Einer schaute nach der Ursache und entdeckte das brennende Carport. Sofort wurde die Feuerwehr benachrichtigt, alle drei Löschzüge der Gemeinde alarmiert. Mehrere Helfer aus der Nachbarschaft versuchten offenbar noch, mit einem Gartenschlauch die Flammen zu löschten, die Brandausbreitung war aber schon zu weit fortgeschritten.

Steinhagen (NRW): Leiche nach Brand in Carport gefunden - Feuerwehr im Einsatz

„Wir wurden zu einem Wohnungsbrand gerufen“, berichtete Feuerwehrchef Lutz Mescher. Daher hatten sich vier Feuerwehrleute bereits auf der Anfahrt mit Atemschutzgeräten ausgerüstet und kämpften sofort nach dem Eintreffen gegen die Flammen. Als die Feuerwehrleute vor Ort waren, stand das Carport den Angaben zufolge in Vollbrand, die Flammen schlugen in den Himmel. Offenbar, so der Feuerwehrchef, hatte der Brand bereits längere Zeit vor der Entdeckung gewütet.

Die Flammen waren schnell gelöscht, doch bei den Aufräumarbeiten in dem als Holzlager umfunktionierten Carport machten
die Feuerwehrleute dann eine schreckliche Entdeckung: Sie fanden die Leiche, vermutlich den alleine in dem Haus gemeldeten Bewohner.

Steinhagen (NRW): Kripo und Staatsanwaltschaft ermitteln nach Leichenfund

An einem Nachbargebäude waren aufgrund der enormen Hitze durch den Brand bereits Jalousien geschmolzen und Fensterscheiben geplatzt, ein Übergreifen der Flammen konnte aber verhindert werden. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort, die Kollegen der Kriminalpolizei wurden hinzugerufen. Da offenbar der Hergang des Unglücks nicht eindeutig zu klären war, wurde ein Sachverständiger von der Staatsanwaltschaft Bielefeld damit beauftragt, zusammen mit den Beamten den Vorfall möglichst
genau zu rekonstruieren.

Der Hausbewohner hatte offenbar keinen näheren Kontakt zu seinen Nachbarn und diesen auch nicht gesucht. Allerdings war er in der Siedlung durchaus bekannt, weil er regelmäßig mit seinem Hund unterwegs war. Nach und nach baute die Feuerwehr, die mit 47 Kräften nach Steinhagen-Amshausen ausgerückt war, ihre Gerätschaften an der Einsatzstelle wieder ab, am frühen Nachmittag waren noch 15 Einsatzkräfte vor Ort, um auch die Polizeibeamten bei ihren Ermittlungen zu unterstützen.

Die Straße wurde im Bereich der Einsatzstelle großräumig abgesperrt, die Feuerwehrleute bauten auf dem Grundstück noch eine Sichtschutzwand aus, um Passanten und Bewohnern der Nachbarhäuser den Blick auf die Unglücksstelle zu ersparen. Da für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute ein Brand mit einem Toten, für den jede Hilfe zu spät kam, nicht alltäglich ist, wurden ihnen
Gesprächsangebote gemacht.

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