Freizeit- und Amateursport

Sport in NRW: Es ist wieder mehr möglich – Das sind die neuen Lockerungen

In NRW werden die Corona-Regeln gelockert. Auch im Sport. Was ist mit Fitnessstudios? Die einzelnen Öffnungsschritte im Freizeitsport im Überblick.

Hamm – Lange lag der Sport in NRW wegen Corona auf Eis. Nun erwacht der Freizeit- und Amateursport in Nordrhein-Westfalen aus dem überlangen Winterschlaf. Denn die neue Corona-Schutzverordnung des NRW-Gesundheitministeriums bringt Lockerungen mit sich, die auch den Sport betreffen. Es gibt einzelne Öffnungsschritte, wobei immer die Inzidenz in bestimmten Regionen als Maßstab gilt. (News zum Coronavirus)

BundeslandNordrhein-Westfalen
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17.947.221 (31. Dezember 2019)

Sport in NRW: Corona-Lockerungen – Wann Fitnessstudio und Fußballplatz öffnen

Trotz der veranlassten Corona-Lockerungen und Öffnungen in NRW sind dem Sport weiterhin gewisse Grenzen gesetzt. Allerdings gibt es auch gute Neuigkeiten - insbesondere für diejenigen, die draußen vor einen Ball treten oder sich grundsätzlich an der frischen Luft betätigen wollen. Fußballer und Tennisspieler können also erwartungsvoll in die kommenden Wochen blicken. Handballer und Tischtennis-Fans müssen sich dagegen noch gedulden.

Auch die Fitnessstudios in NRW können ihre Pforten vielerorts noch nicht öffnen. Dafür ist nämlich eine stabile Inzidenz von unter 50 in der jeweiligen Region notwendig. Doch auch wenn die regionale 7-Tage-Inzidenz fünf Tage in Folge unter der Marke 100 liegt, gibt es Lockerungen im Sport. Ein Überblick.

Sport in NRW: Die einzelnen Lockerungen bei einer stabilen Inzidenz von unter 100

  • Sport draußen (kontaktfrei): Die Sportanlagen in NRW sind dann grundsätzlich wieder geöffnet. Bis zu 20 Personen dürfen ohne Altersbegrenzung Sport treiben, sofern die Abstandsregeln eingehalten werden. Ein Tennis-Turnier kann nach dieser Logik also durchaus stattfinden.
  • Kontaktsport draußen: Anders sieht es beim Kontaktsport aus. Dort greift wieder die Regel, die schon vor der Bundes-Notbremse galt. Beliebig viele Personen aus einem Hausstand dürfen Kontaktsport betreiben und dabei noch eine weitere Person außerhalb ihres Hausstandes miteinbeziehen. Anderenfalls sind auch fünf Personen aus zwei Hausständen zulässig. Zu anderen Gruppen muss fünf Meter Abstand gehalten werden.
  • Sport drinnen: Sport unter dem Hallendach bzw. in Innenräumen ist bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 nicht zulässig. Lediglich Leistungssportler dürfen für Bundes- und Landeskader in allen Sportarten an den Bundesstützpunkten und Landesstützpunkten in NRW, sowie an verbandszertifizierten Nachwuchsleistungszentren (U19 bis U15) ihren Trainings- und Wettkampfsbetrieb wieder aufnehmen.
  • Schwimmsport: Freibäder dürfen zum Zwecke der Sportausübung geöffnet werden. Alle Teilnehmer müssen jedoch einen negativen Schnelltest vorweisen können.

Beim Sport draußen - unabhängig, ob Kontaktsport oder kontaktfreier Sport - können in NRW beliebig viele Genesene und Geimpfte dazustoßen, sofern letztere einen vollen Impfschutz haben. Eine weitere Sonder-Regel gilt bei Kindern. Diese dürfen, sofern sie nicht älter sind als 14 Jahre, in einer Gruppe von bis zu 20 Personen Kontaktsport betreiben. Treffen sich Erwachsene draußen zum Kontaktsport, können beliebig viele Kinder der jeweils gestatteten Hausstände mitmachen.

Weitere Lockerungen und Öffnungsschritte gibt es in NRW, sobald eine Region bei der Corona-Inzidenz den kritischen Wert von 50 fünf Tage in Folge unterschreitet. Dann ist auch wieder Sport drinnen erlaubt, was insbesondere die Betreiber von Fitnessstudios freuen dürfte.

Sport in NRW: Die einzelnen Lockerungen bei einer stabilen Inzidenz von unter 50

  • Sport draußen: Regulärer Sportbetrieb in Nordrhein-Westfalen kann wieder stattfinden. Es gilt weder eine Begrenzung der Personenzahl für Kontaktsport noch bei kontaktfreiem Sport. Für Fußballer aus bestimmten Kommunen rückt dieser Tag bei stetig sinkenden Corona-Zahlen näher.
  • Sport drinnen (kontaktfrei): Sinkt die Inzidenz stabil unter 50, kann Sport in Innenräumen wieder stattfinden. Sofern es sich um kontaktfreien Sport handelt, gibt es keine Begrenzung der Personenzahl mehr. Das dürfte Tischtennisspielern zu Gute kommen. Allerdings ist ein bestätigter negativer Schnelltest erforderlich.
  • Kontaktsport drinnen: Bei Kontaktsport unter dem Hallendach gelten noch strengere Regeln. Es dürfen bis zu zehn Personen aus maximal drei Haushalten Sport machen. Dabei gilt: Die Teilnehmer müssen einen negativen Schnelltest vorweisen können. Obwohl eigentlich nur maximal zehn Personen vorgesehen sind, kann eine Handball-Einheit mit zwei vollen Mannschaften theoretisch trotzdem stattfinden. Denn Geimpfte und Genesene aus den beteiligten Haushalten sowie beliebig viele Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt und können sich anschließen. Auch Fitnessstudios dürfen bei einer Inzidenz von unter 50 wieder öffnen. Umkleidekabinen und Duschen sollen aber vorerst geschlossen bleiben.
  • Schwimmbetrieb: Die Freibäder öffnen, allerdings nicht nur zur Sportausübung, sondern vollständig. Wer einen negativen Corona-Test (ein Schnelltest genügt) am Eingang vorweisen kann, darf ins Freibad. Die Liegewiesen werden eröffnet. Doch es ist lediglich ein Besucher je sieben Quadratmeter zugelassen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es mit dem Kreis Coesfeld bereits eine Region, die behutsam und im Rahmen eines Modellprojekts Öffnungen im Bereich Sport umgesetzt hat. Es ist gemäß des Trends rückläufiger Corona-Zahlen in Deutschland eine Frage der Zeit, bis weitere Kommunen nachziehen.

Rubriklistenbild: © Stefan Sauer

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