Lichterfeuerwerk

Silvester 2020 im Corona-Lockdown: NRW-Stadt hat irren Plan - das Netz reagiert entgeistert

Die Stadt Köln hat für Silvester im Corona-Jahr 2020 eine sehr bizarre Idee für ein „Feuerwerk“ trotz Lockdown. Das Netz reagiert entgeistert.

Köln - Böller dürfen wegen des Corona-Lockdowns nicht verkauft werden, und trotzdem soll es in der Stadt Köln an Silvester 2020 eine Art Feuerwerk geben. Dafür will die Stadt ihre Bürger mit ins Boot holen, doch die reagieren zum Teil geschockt.

StadtKöln
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche405,2 km²
Einwohner1.087.863 (31. Dez. 2019)

Silvester 2020 im Corona-Lockdown: Köln mit irrem Plan - Licht an und aus statt Feuerwerk

Wegen des Corona-Lockdowns bis zum 10. Januar gibt es in NRW weitreichende Einschränkungen mitsamt Maßnahmen und Verboten. Ausnahmen gibt es über Weihnachten. Anders als anfangs überlegt, wird es über Silvester keiner Ausnahmeregelung geben, was sich auch auf mögliche Partys an Silvester 2020 auswirkt.

Die Stadt Köln hat sich nun etwas ausgedacht, um die Stimmung der Menschen trotz Corona-Krise - im wahrsten Sinne des Wortes - aufzuhellen. Getreu dem Motto: „Licht an. Jahr aus“ sollen die Menschen an Silvester um Punkt 0 Uhr für fünf Minuten das Licht zuhause immer wieder an- und ausmachen. Die Stadt spricht vom „größten Lichterfeuerwerk der Welt“. Dafür wurde am Freitag die Werbe-Kampagne gestartet.

„Kölle strahlt von drinnen – ganz ohne Raketen und Böller, ganz leise. Denn jeder bleibt dabei in seinem eigenen Zuhause und verzichtet auf das Böllern draußen“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Köln, die die Straßen somit zum Leuchten bringen will. Im Idealfall sollen die Bürger der Rhein-Metropole zudem ihre Fenster bunt bekleben und bemalen, um das Lichterfeuerwerk noch farbenfroher zu gestalten.

Silvester 2020 im Corona-Lockdown: Köln mit irrem Plan - Das Netz reagiert mit Spott

Im Internet stößt die Idee der Stadt Köln für die Silvester-Nacht 2020 nicht unmittelbar auf Anklang. „Wenn man gestern noch gedacht hat, es geht nicht bekloppter, wird man heute eines besseren belehrt“, heißt es von einem Twitter-Nutzer, der vor allem infrage stellt, dass die Stadt ernsthaft von ihren Bürgern erwartet, ihre Fenster zu bemalen.

Auch in anderen sozialen Medien honorieren nur die wenigsten die Kreativität der Stadt im Corona-Lockdown. Stattdessen fällt das Feedback häufig negativ aus. „Hat jemand schon einmal an die Mitarbeiter in den Stadtwerken gedacht? Diese kurz auftretenden Spannungsspitzen durch Licht-an-Licht aus-Licht-an von tausenden Einwohnern zerlegen doch jede, noch so gut geplante und gesetzte Strominfrastruktur“, schreibt ein Nutzer.

Geböllert werden soll an Silvester nicht. Doch die Stadt Köln will mit einem Lichterfeuerwerk Geschichte schreiben. Das Netz reagiert spöttisch.

Es scheint so, als könne die Stadt Köln nicht erwarten, dass sich an Silvester um Mitternacht in jedem Haushalt mindestens einer an den Lichtschalter stellt und fünf Minuten lang das Licht ein- und ausschaltet, anstatt seinen Liebsten ein „Frohes Neues Jahr“ zu wünschen. Ob die Corona-Lockdown-Aktion im Laufe der Kampagne insgesamt noch auf mehr Anklang stößt, wird sich zeigen. Über Social Media wird aktuell der Hashtag #silvesterfenster verbreitet. Sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern des Projekts.

Rubriklistenbild: © Oliver Berg / dpa

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