Bundesweite Fahndung

Sicherungsverwahrter kehrt nach Hafturlaub nicht in die JVA zurück

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Ein 47-jähriger Sicherungsverwahrter ist nach seinem Hafturlaub nicht in JVA Werl zurückgekehrt

Werl - Ein Sicherungsverwahrter ist nach seinem Hafturlaub nicht in JVA Werl zurückgekehrt. Nun wird nach dem 47-Jährigen bundesweit gefahndet. 

Um ihn auf seine Entlassung vorzubereiten, hatte der Mann "Langzeitausgang", wie es in der Pressemitteilung der Justizvollzugsanstalt (JVA) Werl heißt. Dieser Hafturlaub endete am Montag, 30. Juli. Doch bisher ist der 47-Jährige nicht wieder aufgetaucht. 

Hinzu kommt: Der Sicherungsverwahrte steht im Verdacht, mit einer fremden Bankkarte Geld abgehoben zu haben. Deshalb waren bereits wenige Tage vor Ende des Hafturlaubs Bedienstete der JVA zur Wohnadresse gefahren, um ihn abzuholen. 

Mann entflieht JVA-Bediensteten

Der Mann "entzog sich dort jedoch dieser Maßnahme", so die JVA. Laut Dr. Jörg-Uwe Schäfer, stellvertretender Leiter der JVA Werl, spielte sich dies im Ruhrgebiet ab. 

Vor der Sicherungsverwahrung verbüßte der 47-Jährige eine zweieinhalbjährige Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung. Nun wird bundesweit nach ihm gefahndet.

Keine Aussicht mehr auf Langzeitausgang

Wie Dr. Jörg-Uwe Schäfer auf Anfrage erklärte, war eigentlich vorgesehen, dass sich dem dreimonatigem Hafturlaub direkt drei weitere Monate Langzeitausgang für den Mann anschließen - sofern er sich unauffällig verhält. So sollte der 47-Jährige auf das Leben in der Freiheit vorbereitet werden. Diese Option hat sich der Mann nun vorerst selbst verbaut. 

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