Dieter Brinkmann war für sein soziales Engagement bekannt

Seniorchef der Firma Brista kommt bei schwerem Unfall auf der A46 ums Leben

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[Update: 13.21 Uhr] Arnsberg/Meschede - Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A46 ist am Donnerstagnachmittag der Seniorchef der Firma Brista aus Ense ums Leben gekommen.

Bei dem Verunglückten handelt es sich um den Seniorchef der Firma Brista aus Ense, Dieter Brinkmann. Die Firma bestätigte den Tod des Seniorchefs. Zu gegebener Zeit wolle sich das Unternehmen äußern. Es sei ein großer Schock für die Belegschaft, dass der Seniorchef so plötzlich aus dem Leben gerissen worden ist.

100.000 Euro als Geschenk für Kinder in Ense

2010 erhielt Dieter Brinkmann den Initiativpreis des Initiativkreises Ense als Würdigung für sein unternehmerisches Wirken in der Gemeinde Ense. „Für die Wahl sprach der ausgeprägte Unternehmergeist, aber auch der Mensch Dieter Brinkmann“, hieß es damals bei der Laudatio. Man ehre einen „Menschen mit Visionen“, der aber auch „immer noch der Heimat verbunden bleibt“. Er galt aber als eher zurückhaltender Mensch. In den vergangenen 20 Jahren hatte Dieter Brinkmann Kinder in Ense mit 100.000 Euro beschenkt. Anstelle von Weihnachtspräsenten an die Kunden stellt die Firma Brista der Gemeinde jährlich 5.000 Euro zur Verfügung, damit Kinder zu Weihnachten ein Geschenk bekommen.

Dieter Brinkmann wurde 2010 mit dem Initiativpreis des Initiativkreises in Ense gewürdigt. Er wurde 69 Jahre alt.

Das Familienunternehmen mit seinen rund 200 Mitarbeitern hat seinen Sitz am Oesterweg im Industriepark Ense-Höingen. Der Name „Brista“ ist das Ergebnis der Verbindung des Familiennamens Brinkmann und dem primären Werkstoff Stahl.

Der Betrieb war 1928 von Brinkmanns Großvater Franz gegründet worden. Am Anfang stand die Produktion von Reißnägeln und Polsternägeln in einem kleinen 5-Mann-Betrieb in Lüttringen. Heute bezeichnet sich die Franz Brinkmann GmbH als „Full-Service-Dienstleister im Stahl- und Veredelungsbereich“. Mittlerweile führt Stephan Brinkmann den Betrieb in vierter Generation.

Der Unfall

Um 16.36 Uhr war der 69-Jährige aus Ense am Donnerstag mit seinem Mercedes-Geländewagen nach einem Überholvorgang zwischen den Anschlussstellen Meschede und Arnsberg-Ost in Fahrtrichtung Werl nach rechts von der Straße abgekommen, rutschte dort über den Grünstreifen und kollidierte mit einem abstehenden Kanal-Anschluss aus Beton. Danach überschlug sich der Wagen mehrfach auf der Autobahn, kam am Ende auf der Mittelleitplanke zum Stillstand und geriet in Brand.

Mann wird aus seinem Wagen geschleudert

Der Mann war bereits vorher aus seinem Wagen geschleudert worden - er war auf der Stelle tot. Nach Angaben der Autobahnpolizei Dortmund habe es keine weiteren direkt beteiligten Fahrzeuge gegeben. Zunächst konnte der Tote nicht identifiziert werden. Am Freitag war dann klar, dass es sich bei ihm um den 69-Jährigen aus Ense im Kreis Soest handelt. 

Der Unfallwagen brannte aus.

Zunächst musste nur eine Fahrspur, dann - gegen 17 Uhr - die gesamte Autobahn in die betroffene Fahrtrichtung gesperrt werden. Ab etwa 20.20 Uhr floss der Verkehr wieder.

Stau wurde abgeleitet

Der Verkehr staute sich auf eine Länge von mehreren Kilometern und wurde durch die Polizei entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn abgeleitet. Im Stau Stehende wurden von der Feuerwehr mit Trinkwasser versorgt. Aus einem Hubschrauber machte die Polizei Übersichtsaufnahmen." Gerade bei tödlichen Verkehrsunfällen ist eine genaue Beweisaufnahme unerlässlich. Die Unfallspuren hätten sich über eine Strecke von mehr als 300 Metern gezogen.

"Durch ein sich über 300 Meter erstreckendes Trümmerfeld konnte zunächst nicht sicher ausgeschlossen werden, ob sich noch weitere Personen im Pkw befunden haben. Eine sofort eingeleitete Nahfeldsuche in den Böschungsbereichen und unterhalb der Brücke wurde parallel zur Brandbekämpfung eingeleitet", erklärte die Feuerwehr Meschede.

Rauchwolke bis zum Möhnesee sichtbar

Die Rauchwolke des Fahrzeugbrandes war in Richtung Norden gezogen und im Bereich des Möhnesees zu Boden gegangen. Dies sorgte dafür, dass ein Anwohner aus Möhnesee einen Waldbrand vermutete und die Feuerwehr rief. 

Die Feuerwehr lobte die vorbildlich gebildete Rettungsgasse, sodass die Rettungskräfte schnell und zielsicher bis zur Einsatzstelle vorfahren konnten. Ebenso gilt unser Dank den Ersthelfern, die zunächst den Entstehungsbrand am Fahrzeug mit einem Feuerlöscher versuchten einzudämmen und sich selbstlos um Betroffene kümmerten.

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