Schwerer Unfall

Lkw-Fahrer überlebt Unfall wie durch ein Wunder - dreiste Autofahrer sorgen für unglauliche Szenen

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Auf der Mühlenstraße kam es im Bereich des Friedhof-Parkplatzes zu einem schweren Verkehrsunfall.

[Update] Mehr als acht Stunden lang war am Montagmorgen eine wichtige Bergkamener Ausgangsstraße gen Dortmund gesperrt. Der Grund: Einer schwerer Lkw-Unfall auf Höhe des Oberadener Friedhofs. Dass kein Mensch schwer zu Schaden kam, gleicht einem Wunder.

Am frühen Montagmorgen gegen 5 Uhr war es aus noch ungeklärter Ursache zu dem Unfall im Bereich des Oberadener Friedhofs gekommen. Die Ermittlungen der Polizei zur Unfallursache dauern noch an. 

Für einen möglichen Beifahrer wäre wohl jede Hilfe zu spät kommen, denn der Lkw fuhr nahezu frontal vor den Baum. Doch der Praktikant, der eigentlich dort hätte sitzen sollen, hatte sich vor Fahrtantritt dazu entscheiden, im hinter dem Unfallfahrzeug fahrenden Lastwagen eines Kollegen mitzufahren.

Fahrer mit Schock im Krankenhaus

Auch der Unfallfahrer hatte enormes Glück: Er kam zwar mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus, aber „es geht ihm gut“, konnte der Bereichsleiter der Spedition schon am frühen Morgen an der Unfallstelle erleichtert mitteilen. Laut Polizei erlitt der Mann einen Schock. 

Schwerer Unfall: Lkw brettert gegen Baum

Verständlicherweise beim Blick auf das Fahrzeug: „Vom Führerhaus ist nur ein halber Meter übriggeblieben: der Platz des Fahrers“, konnte auch Jens Möllmann, Leiter Feuerwehreinheit Oberaden, das Glück des Lkw-Fahrers kaum fassen.

Staus im Berufsverkehr

Für die Unfallaufnahme und Bergung des völlig demolierten Lkw, dessen Ladung sich zum Teil über die Fahrbahn verteilt hatte, musste die Mühlenstraße komplett gesperrt werden. Das sorgte für erhebliche Staus im Berufsverkehr, weil die Straße von vielen Pendlern nach Kamen oder Dortmund genutzt wird. 

Die Alternativroute über Weddinghofen und den Langen Kamp in Methler war daher überlastet, zumal dort die A2-Brücken-Baustelle für Einschränkungen sorgt.

Folgen für die Umwelt

Doch das sind nicht die einzigen Folgen des Unfalls: Der Baum am Straßenrand wurde bei dem Aufprall stark in Mitleidenschaft gezogen. Auf rund der Hälfte des Stammes ist die Rinde stark beschädigt. Der Baum, der schon einige Fahrzeuge im Laufe der Jahrzehnte auffing, überlebte diesen Unfall nicht. Er muss gefällt werden.

In Mitleidenschaft gezogen wurde auch das Erdreich rechts und links der Straße, denn ausgelaufenes Öl gelangte in diesen Bereichen auf den Boden. Der Abschleppdienst tat darüber hinaus sein Bestes, dass aus dem abgerissenen Dieseltank nicht auch noch literweise Treibstoff austrat. „Dann hätten wir hier die ganz große Katastrophe. Es reicht so schon“, erklärte Möllmann.

Die bisherige Berichterstattung:

Aus bislang noch unbekannter Ursache war der Lkw-Fahrer, der Fleischwaren sowie Obst und Gemüse für einen Lebensmitteldiscounter an Bord hatte, im Bereich des Parkplatzes am Oberadener Friedhof nach rechts von der Straße abgekommen und gegen den einzigen dort stehenden Baum geprallt. Das Führerhaus wurde nahezu komplett eingedrückt. 

Die Zugmaschine wurde zudem teilweise vom Lastenbereich abgerissen, so dass Mandarinen, Paprika, Orangen, Mangos, Kartoffeln und Co. über die gesamte Straße verteilt wurden. Beschädigt wurde ebenfalls die Ölwanne des Lastwagen, so dass die Feuerwehr auslaufende Betriebsstoffe aufnehmen mussten.

Mühlenstraße ist voll gesperrt

Für die Unfallaufnahme und Bergung des Lastwagen ist die Mühlenstraße aktuell zwischen Niederadener Straße und der Einmündung „Auf der Lette“ komplett gesperrt. Weil vermutlich auch noch Erdreich abgetragen werden muss, wird die Sperrung noch mehrere Stunden anhalten.

Unglaubliche Szenen während der Sperrung

Unglaubliche Szenen spielten sich derweil an den beiden Straßensperren im Bereich „Auf der Lette“ und Niederadener Straße ab. Etliche Verkehrsteilnehmer ignorierten die quer stehenden Polizeiwagen – selbst, wenn die Beamten das Martinshorn einschalten, um nochmals verstärkt auf sich aufmerksam zu machen. 

Weit kamen die Autofahrer jedoch nicht. Weil die Unfallstelle nicht passierbar war, mussten sie drehen – und auf dem Rückweg baten die Beamten um Führerschein und Fahrzeugpapiere. In jedem Fall erwartet diese Autofahrer ein Bußgeld. Missachteten sie auch noch konkrete Gesten der Polizisten, ist es möglich, dass eine Anzeige folgt. Die Mühlenstraße wurde gegen 13.30 Uhr wieder freigegeben.

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