Ausgangspunkt: Laute Knallgeräusche

Mann stirbt nach Schusswechsel mit Polizei - Zuvor gab es verbalen Streit mit Ex-Freundin

Polizeiwagen in Mülheim.
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Ein Mann aus Mülheim ist am Mittwoch nach einem Schusswechsel mit der Polizei tödlich verletzt worden.

Ein Mann schießt auf Polizisten, die die Schüsse erwidern. Ein 65-Jähriger erliegt daraufhin seinen schweren Verletzungen. Vorausgegangen waren seltsame laute Knallgeräusche.

Update vom 7. Januar, 16.26 Uhr: Der 65-jährige Mann aus Mülheim, der am Mittwoch bei einem Schusswechsel mit Polizeibeamten tödlich verletzt wurde, soll nach jetzigem Ermittlungsstand schon vor dem Haus sofort auf die eintreffenden Polizeibeamten geschossen haben. Zuvor hatte die Polizei von Schüssen im Hausflur berichtet. Die Polizisten hatten die Schüsse erwidert und den Mann am Herzen und am Kopf getroffen. Der Mann sei daraufhin zu Boden gegangen. Eine Obduktion ergab, dass der erste Schuss ins Herz den sofortigen Tod verursachte. (News aus Nordrhein-Westfalen)

StadtMülheim an der Ruhr
BundeslandNordrhein-Westfalen
Fläche91,26 km²
Einwohner170.632 (31. Dez. 2019)

Der 65-Jährige war polizeilich bekannt und verfügte nach Angaben der Beamten über weitere Waffen. Da er zudem bereits in der Vergangenheit wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz auffällig geworden war, zogen die Polizisten SEK-Beamte und Entschärfer des Landeskriminalamts hinzu. Aus Sicherheitsgründen evakuierten die Einsatzkräfte nicht nur das unmittelbar betroffene Mehrfamilienhaus, sondern auch angrenzende Häuser. Später wurde festgestellt, dass der Mann weder am Körper noch in der Wohnung über weitere Explosivmittel verfügte.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist dem Polizeieinsatz ein Streit zwischen dem Mann und seiner Ex-Freundin (55 Jahre) vorausgegangen, welche im gleichen Haus, allerdings einer anderen Wohnung, lebt. Nachdem sich die Frau in ihre Wohnung zurückgezogen hatte, soll der 65-Jährige mit einem Revolver mehrfach auf die geschlossene Wohnungstür der Frau geschossen haben. Verletzt wurde hierbei niemand. Diese Schüsse waren die Ursache für die Notrufe bei der Leitstelle des Polizeipräsidiums Essen.

Nach Schusswechsel mit Polizei in Mülheim: Mann stirbt an schweren Verletzungen - Knallgeräusche aus Erdgeschosswohnung

{Erstmeldung vom 6. Januar, 21.52 Uhr} Mülheim an der Ruhr - Bei einem Polizeieinsatz in Mülheim ist ein Mann am Mittwoch durch den Schuss eines Polizisten tödlich verletzt worden. Der 65-Jährige sei mit einem Gewehr bewaffnet gewesen. Nach Angaben der Polizei erlag der Mann seinen schweren Verletzungen noch am Ort des Geschehens.

In einem Mehrfamilienhaus hatte es laute Knallgeräusche aus der Erdgeschosswohnung gegeben. Zeugen informierten die Polizei, die unmittelbar zu einem Einsatz ausrückte. Die Beamten stellen wenig später fest, dass sich der allein lebende Bewohner mit einer Langwaffe im Flur des Hauses begfand.

Als die Polizisten am Tatort eintrafen, habe der tatverdächtige 65-Jährige unmittelbar auf sie geschossen. Die Polizisten hätten daraufhin die Schüsse erwidert, hieß es in einer Polizeimitteilung vom Mittwochabend.

Nach Schusswechsel mit Polizei in Mülheim: Mann stirbt an schweren Verletzungen - Sprengstoff-Gefahr kann ausgeschlossen werden

Auch ein Experte des Landeskriminalamts war vor Ort. Zunächst bestand eine mögliche Gefahr durch Sprengstoff im Zusammenhang mit dem polizeibekannten Mann. Jene Gefährdung konnte jedoch später ausgeschlossen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen habe der 65-Jährige bereits vor Eintreffen der Polizei im Hausflur geschossen.

Da es bei Schusswaffengebrauch der Polizei so üblich ist, wird routinemäßig ein Verfahren gegen den Beamten eingeleitet. Aus Gründen der Neutralität führen die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Bochum das Verfahren.

In Lüdenscheid hat es Schüsse auf das Kreishaus gegeben*. Die Polizei untersucht derzeit den Tatort, nachdem ein Mitarbeiter Beschädigungen an dem Verwaltungsgebäude entdeckt hatte. - *come-on.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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